Ihr könnt jetzt „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ kaufen!

Nachdem ich so viel positive Resonanz auf meine Zeichnung „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ bekommen habe und einige Anfragen, ob man das nicht auch auf Shirts und Ähnlichem haben könnte, habe ich mich heute rangesetzt und meinen Society6-Shop bearbeitet.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Ab heute könnt ihr die Illustration auf diverse Dinge gedruckt bei mir kaufen. Ob Tasche, Kissen, Shirts, Postkarten, Duschvorhänge, Kaffeebecher oder Laptophüllen, für jeden ist etwas dabei. Schaut euch um, unterstützt mich und mein Projekt und setzt ein Statement in der Öffentlichkeit! Nur gemeinsam können wir etwas verändern! Traut euch! <3

Mit Klick auf die Bilder kommt ihr direkt auf die jeweiligen Produkte im Shop.

Make Periods Great Again Tasche

„Make Periods Great Again“ Tasche

Make Periods Great Again Tanktop

„Make Periods Great Again“ Tanktop

Make Periods Great Again Kissen

„Make Periods Great Again“ Kissen

Make Periods Great Again Tasche

„Make Periods Great Again“ Täschchen

Make Periods Great Again Uhr

„Make Periods Great Again“ Uhr

Make Periods Great Again Shirt Männer

„Make Periods Great Again“ Männer Shirt

Make Periods Great Again Duschvorhang

„Make Periods Great Again“ Duschvorhang

Make Periods Great Again iPhone Case

„Make Periods Great Again“ iPhone Hülle

Make Periods Great Again Tasse

„Make Periods Great Again“ Tasse

Make Periods Great Again Wall Tapestry

„Make Periods Great Again“ Wandbehang

Und noch viel Mehr!


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

 

 

Make periods great again. Mürtze

#Zeitgeschehen: Trump und die Frauen – Women’s March on Washington

Trump ist nun offiziell Präsident der Vereinigten Staaten.  Niemand hat es kommen sehen. Oder sagen wir lieber, niemand wollte es kommen sehen. Ich auch nicht. Ich war schockiert. Aber jetzt ist es so weit, nach einer nicht enden wollenden Kette an Hasstiraden und Beleidigung gegen alle möglichen Untergruppierungsmöglichkeiten der westlichen Gesellschaf,t steht er da, mit seiner Föhnfrisur und man möchte nicht wissen, was sein sonnenstudiogebräunter Kopf  schon wieder ausheckt.

Women’s March on Washington

Viele haben schon gegen ihn aufbegehrt und noch mehr werden es tun. Am 21.01.2017 wird in Washington der „Women’s March on Washington“ stattfinden. Der Tag, der Trumps offizieller erster Amtstag ist. Es ist ein Protestmarsch für Frauen- und Menschenrechte. Es werden viele Solidaritätsmärsche in anderen Städten und Ländern stattfinden. Auch hier in Deutschland.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump. Meine Unterstützung für die Amerikanischen Frauen.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump. Meine Unterstützung für die Amerikanischen Frauen.

Die Organisatorinnen betonen, dass es bei dem March nicht gegen Trump gehe, aber gegen Menschenrechtsverletzungen aller Art. Was ja im Prinzip heißt, gegen gefühlte 90% von dem, was Trump während des Wahlkampfes von sich gegeben hat.

„The march is not designed to be an anti-Trump rally, organizers said. But, the event — first suggested by a grandmother in Hawaii — is a response to many of the comments about women, minorities and other groups that made headlines during the presidential campaigns.“ – www.nj.com

Auf ihrer Website schreiben die Organisatoren:

„OUR MISSION

The rhetoric of the past election cycle has insulted, demonized, and threatened many of us – immigrants of all statuses, Muslims and those of diverse religious faiths, people who identify as LGBTQIA, Native people, Black and Brown people, people with disabilities, survivors of sexual assault – and our communities are hurting and scared. We are confronted with the question of how to move forward in the face of national and international concern and fear.

In the spirit of democracy and honoring the champions of human rights, dignity, and justice who have come before us, we join in diversity to show our presence in numbers too great to ignore. The Women’s March on Washington will send a bold message to our new government on their first day in office, and to the world that women’s rights are human rights. We stand together, recognizing that defending the most marginalized among us is defending all of us.

We support the advocacy and resistance movements that reflect our multiple and intersecting identities. We call on all defenders of human rights to join us. This march is the first step towards unifying our communities, grounded in new relationships, to create change from the grassroots level up. We will not rest until women have parity and equity at all levels of leadership in society. We work peacefully while recognizing there is no true peace without justice and equity for all.

HEAR OUR VOICE.“ – www.womensmarch.com

Meiner Meinung nach eine super Aktion, die, auch für mich, obwohl ich quasi am anderen Ende der Welt lebe, absolut unterstützenswert ist. Wenn ihr noch mehr Informationen wollt, hier hab ich für euch die wichtigsten Links zu der Veranstaltung aufgelistet:

 

Uprise/Angry Women

Die Frauen in Amerika gehen nicht nur auf die Straße, um ein Statement zu setzen, sie machen auch Kunst und organisieren Ausstellungen.

„Um ein Zeichen gegen Trump zu setzen, startete Cesarine gemeinsam mit der Gleichberechtigungsorganisation Era Coalition einen Aufruf: Sie bat um politische Werke zeitgenössischer Künstlerinnen, um sie in ihrer Galerie in New York zu zeigen. „Wir haben eine unglaubliche Rückmeldung von Künstlerinnen aus dem ganzen Land erhalten“, sagt Cesarine. Mehr als 800 Einsendungen von mehr als 400 Frauen kamen zusammen.“ – ze.tt

 

Laura Murray – Plug It Up / UPRISE / ANGRY WOMEN Exhibit artwork, The Untitled Space Gallery, New York

Laura Murray – Plug It Up / UPRISE / ANGRY WOMEN Exhibit artwork, The Untitled Space Gallery, New York

 

Dieses Bild von Laura Murray ist eines der ausgestellten Bilder und hat mich dazu inspiriert, eine Antwort darauf zu verfassen. Eine Antwort in Form einer eigenen Illustration, als Zeichen meiner Unterstützung all der Frauen in Amerika, die für all das einstehen, was so wichtig und elementar ist in unserer Gesellschaft und doch von so vielen größenwahnsinnigen egozentrischen Arschlöchern immer wieder mit Füßen getreten wird. Lasst uns gemeinsam für mehr Respekt, Anerkennung und Freiheit einstehen, dass diese verschissene Gesellschaft – nach wievielen tausend Jahren? – endlich mal lernt, so miteinander umzugehen, wie es jeder einzelne von uns verdient!

Meine Arbeit als Die Menstruationsbeauftragte ist nur ein winziger Teil in dem großen Gefüge dieser Welt, nur eine von vielen Frauen, die sich für Gleichberechtigung, Offenheit und Toleranz einsetzen. Aber ich tue meine Arbeit mit Leidenschaft und das sollte jede und jeder von uns tun. Lasst uns die Welt verändern, jeder kann dazu einen kleinen Teil beitragen!

Meine Antwort ist dieses Bild. Es soll nicht zu Gewalt aufrufen, sondern zum Umdenken. Ich könnte jetzt so viele Gedanken zu der interpretatorischen Vielschichtigkeit dieses Bildes schreiben, Gedanken, die ich selber habe, Gedanken, die andere bei dem Anblick dieses Bildes haben könnten, aber ich möchte euch dazu auffordern, einfach selbst euch mit diesem Bild auseinanderzusetzen.

Periods. Not War. - Meine Antwort auf Laura Murrays Bild

Periods. Not War. – Meine Antwort auf Laura Murrays Bild

 


XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

 

Tipps & Tricks zum Reinigen von Menstruationstassen

Wenn ihr schon immer wissen wolltet, was ein Schneebesen mit einer Menstruationstasse zu tun hat oder zumindest, welche Kniffe euch helfen, eure Tasse richtig zu reinigen und ihr ein langes Leben zu ermöglichen, dann seit ihr hier genau richtig!

Bevor du deine Menstruationstasse zum ersten Mal verwendest, ist es absolut wichtig, dass du sie vorher reinigst und desinfizierst!

Auch in der weiteren Verwendung solltest du sie auf jeden Fall zwischen jedem Zyklus gründlich auskochen und sauber und trocken lagern, damit sie dir lange erhalten bleibt und nicht zu einer Keimschleuder wird.

 


Zwischen deinen Tagen


Desinfektionsmittel

Zum Desinfizieren kannst du ganz klassisch Desinfektionsmittel nehmen, musst du aber nicht. Danach die Tasse noch mal mit klarem Wasser abspülen, um eine Reizung der Scheidenschleimhäute vorzubeugen.

Auskochen

topfDas Auskochen der Menstruationstasse ist das A und O für die Sterilisation dieser. Entweder ihr macht das in einem ganz normalen Kochtopf oder in einem speziellem Sterilisationsbecher in der Mikrowelle, der euch bei der Bestellung der Tasse mitgeliefert wurde (oder den man oft auch nachbestellen kann).

Wasser im Topf zum Kochen bringen, Tasse rein tun, Deckel drauf und 5-10 Minuten kochen lassen. Es ist nicht nötig sich einen extra Kochtopf nur dafür anzuschaffen. Weder die Tasse noch das Auskochen ist eklig und wird für immer euer Geschirr kontaminieren mit was auch immer ihr euch ausdenkt. Und allein schon, dass ihr die Tasse ja sterilisiert, indem ihr sie auskocht, ist doch Logik genug, dass alles sauber und hygienisch bleibt, auch im Topf.

Für die Mikrowelle die Tasse einfach in den dafür vorgesehenen Sterilisationisbecher legen, diese mit Wasser bedecken, Gefäß verschließen und sie für 2-3 Minuten bei 1000 Watt (oder je nach Anleitung) in die Mikrowelle stellen.

Oder die Tasse in eine „normale“ Tasse legen, sie mit Wasser bedecken und für 5 Minuten bei 800 Watt in die Mikrowelle stellen.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Tasse in eine Schüssel zu legen, sie mit kochendem Wasser zu übergießen und mindestens für 3-5 Minuten stehen zu lassen.

Ihr könnt natürlich auch einen Dampfsterilisator verwenden, oder den Thermomix, insofern ihr einen habt.

Essig

essigGerade wenn ihr in Regionen lebt, in denen das Wasser sehr kalkhaltig ist, empfiehlt es sich, einen kleinen Schuss (Obst-)Essig mit ins Kochwasser zu geben, um eine Kalkablagerung zu vermeiden. Wichtig ist es, wirklich nur wenig Essig mit hinzuzugeben, damit das Material der Tasse nicht angegriffen wird.

Schneebesen

schneebesenWenn ihr eure Menstruationstasse in einem Topf auskocht, müsst ihr drauf achten, dass sie dabei nicht den Boden berührt und „anbrennt“. Um dem vorzubeugen, könnt ihr eure Tasse in einen Schneebesen klemmen, den ihr den Topf legt.

Reinigungsmittel

Wenn ihr unbedingt ein Reinigungsmittel verwenden wollt, dann nehmt nur ein ganz sanftes bzw. am besten ein, dass von den Menstruationstassenherstellern auch mit angeboten wird. Dann seid ihr auf der sicheren Seite, dass es weder euch, noch eurer Tasse schadet. Seifenreste immer gründlich entfernen! Aber eigentlich reicht das Auskochen völlig aus.

Sterilisationstabletten

miltonEinige Frauen verwenden Milton-Tabletten, um die Tasse zu reinigen und zu entfärben. Bei der Verwendung solcher Tabletten immer genau auf die Gebrauchsanweisung achten und lieber vorher noch mal googeln, ob sich die eigene Tasse mit den Tabletten verträgt, oder ihr im schlimmsten Fall danach eine neue kaufen müsst, weil die Tabletten die Tasse total zerfressen haben.

Spülmaschine

Lass es lieber! Die Reinigungsmittel in der Spülmaschine sind viel zu aggressiv und würden dir und deiner Tasse keinen Gefallen tun.

Verfärbung

Wenn sich deine Tasse mit der Zeit ein wenig verfärbt (was gerade bei den „weißen“ Tasse etwas völlig Normales und nichts Schlimmes oder Unhygienisches ist), dann kannst du sie einfach in etwas Essig oder Zitrone eingelegt in die Sonne legen, damit sie etwas ausbleicht, aber ganz ehrlich, wer sieht schon die Tasse, wenn du sie trägst? Eben. Es ist doch letztendlich total egal.

Wahlweise sollen auch Wasserstoffperoxid-Lösung 3% oder Reinigungstabletten von Milton funktionieren.

Löcherreinigung

Meistens werden die Löcher spätestens beim Auskochen sauber. Falls nicht, könnt ihr Wasser in die Tasse geben, mit einer Hand den Öffnung oben verschließen, die Tasse umdrehen und mit der anderen Hand die Tasse runterdrücken, so, dass das Wasser in der Tasse sich durch die Löcher drücken muss und diese damit sauber werden.

Du kannst auch Interdental-Bürstchen oder Zahnstocher verwenden. Einige Hersteller bieten auch extra Bürstchen für ihre Menstruationstassen zum Reinigen in ihren Shops an.

Aufbewahrung

beutelDie meisten Tassen werden in einem kleinen Stoffsäckchen geliefert, das dazu da ist, dass man die Menstruationstasse zwischen den Tagen darin lagern kann. Es empfiehlt sich dieses Säckchen zu verwenden, da es aus atmungsaktivem Material besteht und somit vorbeugt, dass sich Bakterien auf der Tasse sammeln, was in einem luftdichten Behälter passieren könnte.

 


Während deiner Tage


Hände

Vor dem Einsetzen und dem Entfernen solltest du immer deiner Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen, damit sie sauber sind, wenn du dann „untenrum“ rumhantierst.

Wasser

wasserEs reicht völlig aus, wenn du zwischen Ausleeren und Wiederseinsetzen der Tasse diese mit Wasser ab- und ausspülst. Am besten man verwendet kaltes Wasser, viele Frauen haben davon berichtet, dass die Tasse durch das kalte Wasser beim Einführen besser aufploppt, außerdem lässt sich mit kaltem Wasser das Blut besser entfernen und Verfärbungen damit vorbeugen. Manche raten danach noch mal mit heißem Wasser abzuspülen. Aber probiert einfach selbst aus, wie es für euch am besten funktioniert.

Wenn du kein Waschbecken für diese Prozedur zur Hand haben solltest, dann nimm dir am besten immer eine kleine Flasche mit Wasser mit, wenn du deine Tage hast, mit der du deine Tasse über der Kloschüssel kurz ausspülen kannst.

Reinigungstücher

tuecherManche Hersteller bieten auch extra Reinigungstücher für die Menstruationstassen an. Wenn man sich damit sicher fühlt, einfach mal auf die Herstellerseite gehen und schauen. Ich würde davon abraten andere Reinigungstücher zu verwenden, als die, die auch extra dafür konzipiert wurden, um Schleimhautreizungen bei einem selbst und Materialschäden an der Tasse zu vermeiden.

Klopapier

klopapierUnd wenn du gerade gar nichts anderes zur Hand haben solltest, dann tut es auch Klopapier. Einfach damit kurz die Tasse auswischen und dann wieder einführen. Ich weiß, im ersten Moment mag einem das unter Umständen eklig vorkommen oder gar unhygienisch, aber ganz ehrlich, das Blut, dass da an eurer Tasse klebt kommt aus euch heraus, also wird es auch nicht schlimm sein für euren Körper, wenn ein winzig kleiner Teil davon wieder reinkommt. Ihr wisst schon wie ich das meine. Ihr werdet nicht an eurer eigenen Körperflüssigkeit sterben.

Toilettenspülwasser

Das könnt ihr in der Not übrigens auch verwenden. Es kommt ja nichts anderes als Leitungswasser aus dem Spülkasten. Also auch kein Unterschied zum Wasserhahn.

Urin

spritzerJep, ihr habt richtig gelesen. Urin. Ihr könnt einfach über eure Tasse pinkeln, um sie zu reinigen, denn Urin ist steril.

Zweittasse

tasseWenn du dich mit all den Möglichkeiten zu unwohl fühlst, die ich bis jetzt aufgeführt habe, dann leg dir einfach eine zweite Tasse zu, die du zum Wechseln immer mit dabei hast. Je nachdem wie stark deine Blutungen sind und wie oft du dementsprechend wechseln musst, könnten zwei Tassen reichen, um über den Tag zu kommen. Aber das muss jede Frau für sich selbst herausfinden. Ich komme super mit einer Tasse klar.

 


Hat dieser Artikel euch geholfen? Habt ihr noch Tipps und Tricks, Fragen, Anregungen, Erfahrungsberichte, die ihr mir unbedingt mitteilen wollt? Dann schreibt mir in die Kommentare!


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

#Gedankenfluss zum Sonntag – Bier, Menstruation & Männer

Ich hatte gestern einen wunderbaren Abend mit meinem Freund und einem sehr guten Freund von uns. Einer dieser Abende, an denen das Bier fließt und die intellektuellen Höhenflüge Rekordhöhen erreichen. Ok, das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber kennt ihr diese Euphorie, die euch ergreift, wenn ihr das Gefühl während eines Gespräches habt, dass genau dieses Gespräch, dass ihr gerade führt, so unglaublich wichtig und gehaltvoll ist, dass ihr es am liebsten aufgenommen hättet, um es so für die Nachwelt zu erhalten? Nein? Auch nicht so schlimm. Aber so ging es mir gestern in meiner bierseeligen Euphorie. Ich wusste gestern schon, dass ich all die wichtigen Dinge, die gesagt und gedacht wurden, nicht in den nächsten Tag mit nehmen werden kann, weil sie einfach in meinem angekartertem Hirn versickern werden.

Und jetzt sitze ich hier und versuche diese Wichtigkeit wieder hervorzuholen. Aber es vermag mir gerade nicht gelingen. Aber vielleicht ist das jetzt, heute, auch gar nicht so wichtig. Vielleicht wird dieses Gespräch ein andermal wieder in mir hochkommen und ich es niederschreiben können. Vielleicht ist heute einfach nur wichtig, dass ich voller Dankbarkeit bin, dass ich so tolle Menschen kenne, mit denen ich über alles reden kann, vor allem im Moment auch über mein Projekt hier.

Ich frage mich gerade, wie selbstverständlich es ist, mit seinem Freund und mit den gemeinsamen Freunden über so ein Thema reden zu können. Ist es ein Privileg für mich, solche Menschen um mich haben zu dürfen? Ja, klar. Die Frage ist vielleicht falsch gestellt.

Ich glaube, die Frage, die mich eher umtreibt, ist, was ist die Realtität, bzw. was ist nur meine Wahrnehmung? Ich frage mich immer wieder, ob ich mit der Ansicht, dass die Menstruation immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist, richtig liege. Ich bin in meinen Erfahrungen und meinen Beobachtungen so zwiegespalten. Inzwischen bin ich mir absolut sicher, dass es ein Thema ist, bei dem noch viel getan werden muss, gerade gesellschaftlich! Aber trotzdem lasse ich mich immer wieder verunsichern. Vielleicht ist das aber auch nicht die richtige Formulierung. Ich würde eher sagen, ich bleibe offen. Ich hinterfrage immer wieder mich selbst, die Gesellschaft, andere. Ich bleibe offen für Meinungsänderung. Und ich bleibe offen für die Realität und Wahrnehmung anderer. Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt, kein Leben ist gleich, keine Wahrnehmung ist gleich, keine Aneinanderreihung von Lebenserfahrungen ist gleich. Das sollte man nie vergessen. Was für die einen noch ein Problem ist, gab’s für den anderen nie, hat nie existiert. Nur weil ich damit aufgewachsen bin, dass man um alles was „untenrum“ ist, mit den Eltern nicht spricht,  nicht mal wirklich mit der eigenen Mutter, heißt das nicht, dass es bei allen anderen auch so war bzw, ist. Und nur weil ich mich inzwischen in einem Freundeskreis bewege, in dem man über ALLES so offen und unverblümt reden kann, wie man es selbst will, heißt das nicht, dass diese Offenheit und Toleranz auch überall anders in unserer Gesellschaft herrscht. Es wird immer Themen geben, die für den einen extrem wichtig sind, worüber andere nur die Schultern zucken, weil man es einfach ganz anders erlebt hat. Es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch. Es ist vielschichtiger, komplexer.

Aber um auf den gestrigen Abend zurückzukommen, ich glaube das, was mich auch so fasziniert hat an dem Gespräch gestern, war, dass unser Freund K. einfach offen war. Er hat sich mit mir, meiner Meinung, meinen Gedanken auseinandergesetzt. Er, als Mann, hat ernsthaft versucht, sich in mein Denken, mein Fühlen und meine Erfahrungen als Frau hineinzuversetzen. Ein Teil von dem Gespräch gestern war unter anderem, wie es sich anfühlt seine Tage zu haben, Krämpfe zu haben, wie es ist, die Pille zu nehmen, seinen Körper mit künstlichen Hormonen vollzustopfen und unter den Nebenwirkungen zu leiden, wie es ist, sich eine Kupferspirale einsetzen zu lassen und was für Schmerzen man deswegen aushalten muss, und meine Wut darüber, eine Frau zu sein in solchen Momenten. Warum ich, nur weil ich eine Frau bin, diese Scheiße ertragen und auf mich nehmen muss. Meine Wut darüber, dass ich mich darum kümmern muss, zu verhüten, die Wut darüber, dass Testreihen für die Pille für den Mann deswegen abgebrochen wurden, weil die Männer mit den Stimmungsschwankungen nicht klar kamen. Mit Stimmungsschwankungen!!! Ich glaube ich muss mal eben in den Keller gehen zu lachen. Dafür habe ich nicht mehr als einen feuchten Furz übrig. Ok, ich schreibe mich grad in Rage. Diese Wut und Frustration ist in mir. Und ich habe K. gestern auch gesagt, dass ich mir als Frau an der Stelle einfach nur wünsche, dass wir, die wir menstruieren und Kinder bekommen (können), einfach mehr wertgeschätzt und verstanden fühlen wollen. Dass der nicht-menstruierende Teil der Bevölkerung sich einfach mal mehr mit uns auseinandersetzt, damit, was in uns vorgeht, was mit uns passiert, wie es sich anfühlt (soweit man es nachempfinden kann), einfach, was es bedeutet, einen weiblichen Körper zu haben. Dass man einfach aufhört, nur dumme Sprüche zu klopfen und unseren körperlichen Alltag abwertet. Ach habt euch nicht so, die bisschen Bauchschmerzen. Hm ja ist klar. Wer es wagt, in meiner Gegenwart nochmal „Hat die Alte wieder ihre Tage“-Sprüche zu bringen, den prügel ich so lange mit einem Tampon nieder, bis er blutet. Eigentlich sollten solche Flachwichser mal an diese netten Schmerzsimulierungsmaschinen angeschlossen werden, von denen es so  nette Videos auf Youtube gibt. Dann reden wir gerne weiter.

Ich denke, dass es für alle Beteiligte grundsätzlich nur förderlich wäre, wenn sich alle Geschlechter einfach mal mehr miteinander auseinandersetzen würden. Und damit meine ich nicht nur Mann und Frau, sondern auch alles was dazwischen ist. Ja das gibt es und das sollten wir nicht vergessen. Auch wenn ich oft nur von Frauen schreibe, heißt das nicht, dass ich alle anderen, die keine Frauen sind und trotzdem menstruieren, ausschließe. Überhaupt nicht! Wenn ich so schreibe, wie ich schreibe, dann liegt das meistens nur daran, dass ich eben aus meiner Perspektive schreibe. Und ich bin nun mal eine Frau und ich fühle mich auch als Frau. Also fühlt euch bitte nicht vernachlässigt oder angegriffen, wenn ich mich nicht immer korrekt gendergerecht ausdrücke. Mir fehlt darin auch leider etwas Übung.

Um noch mal auf das Eigentliche zurückzukommen: Wir sollten einfach alle mehr Offenheit und Interesse an unserem Gegenüber praktizieren und uns nicht in eine völlig egozentrische aus oberflächlichen Klischeebausteinen aufgebaute Welt verkriechen, weil es unter Umständen leichter sein könnte, so zu leben. Einfach mehr Respekt und Liebe und Offenheit und Toleranz und Unterstützung! So wie K. gestern. Auch wenn er natürlich an seine Grenzen gestoßen ist im Nachvollziehen meiner Ausführungen über das „Frau-Sein“. Es gibt nun mal eine biologische Grenze. Aber bis dahin kann man es doch wenigstens versuchen. Solche Gespräche wie gestern sollten völlig selbstverständlich sein! Auf der ganzen Welt. Ich weiß, das ist groß geträumt und wird vermutlich nie eintreten, aber versuchen kann man es doch wenigstens mal. Oder nicht?

 


Alle Schreib- und Kommafehler dürft ihr gern behalten, ich bin grad zu sehr im Sonntagschillblues, um alles finden zu können. 😉


 

XOXO

Eure Mentstruationsbeauftragte

<3

Warum Ruby Cup 2016 die Welt ein Stückchen besser gemacht hat und was ich damit zu habe

Und mal wieder ist es so weit. Ein altes Jahr ist vorbei und ein neues hat begonnen. Das ist oft der Moment, in dem man mal Bilanz zieht. Wieviel Geld ist noch auf dem Konto? Wieviel habe ich letztes Jahr abgenommen (wahlweise auch zugenommen)? Welche Gewohnheiten sollte ich lieber im alten Jahr lassen? Wie wenig Sport habe ich gemacht? Wieviel Schokolade gegessen? Und so weiter und so fort.

Ruby Cup

Was nicht jeder macht, ist auszurechnen, wieviel Tamponmüll er gespart hat. Doch genau das hat Ruby Cup getan. Wer Ruby Cup noch nicht kennt, der sollte mal auf deren Website vorbeischauen. Ruby Cup ist ein soziales Unternehmen, dass 2011 in Dänemark gegründet wurde, Menstruationstassen herstellt und verkauft. Zudem arbeiten sie mit einigen Partnerorganisationen zusammen und helfen Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern.

Sie selbst schreiben auf ihrer Website:

„Weltweit ist Menstruation immer noch ein Tabu. In manchen Regionen ist es so wirkmächtig, dass Frauen vom gesellschaftlichen Alltag ausgeschlossen werden. Viele Frauen und Mädchen können sich Hygieneprodukte zudem nicht leisten. Mädchen bleiben in Folge dessen häufig der Schule fern. […] Wir arbeiten nach dem Prinzip “Buy One, Give One”. Wer einen Cup über den Onlineshop kauft, spendet einen an ein Mädchen in Afrika. Wir verteilen die Ruby Cups dort in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, momentan vor allem in Kenia.“

Klingt gut? Ist es auch. Wollt ihr noch mehr Details über Ruby Cup erfahren, dann schaut doch mal hier vorbei.

Ruby Cup hat zum Jahresende 2016 ausgerechnet, wieviel Tamponmüll durch den Verkauf ihrer Tasse im gesamten Jahr 2016 gespart wurde. Sage und schreibe 1.093,43 Tonnen!

1.093,43 Tonnen Tamponmüll

1093,43 Tonnen Tamponmüll

Und Hier komme ich ins Spiel

Sie haben mich angefragt, ob ich nicht ein paar Illustrationen für sie machen und die Zahlen visuell hübsch aufbereiten möchte. Und natürlich habe ich zugesagt. Und nun, heute, am 3.1.17, ist es soweit. Der Newsletter mit den Zahlen und meinen Illustrationen ist abgeschickt!

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass Ruby Cup mich angefragt hat und dass ich ein Teil davon sein kann, der Welt und uns Frauen etwas Gutes zu tun.

Dass man enorm an Müll sparen und der Umwelt etwas Gutes tun kann mit der Nutzung von Menstruationstassen, ist nur einer von vielen Vorteilen dieses alternativen Monatshygieneprodukte. Wollt ihr mehr über die Menstassen erfahren, dann schaut mal auf meinem Blogbeitrag zum Thema „WAS SIND EIGENTLICH DIESE MENSTRUATIONSTASSEN UND WAS KÖNNEN DIE ÜBERHAUPT?“

 

Meine Illustrationen

Durch den Verkauf von Ruby Cup Menstruationstassen wurden letztes Jahr 1,093.43 Tonnen Tamponmüll gespart!
Das ist equivalent zu:
  • ca 546 Autos
  • 5,5 ausgewachsene Blauwale oder
  • ca. 182 ausgewachsene Elefanten

Außerdem, zur groben Orientierung:

  • die Statue von Ramses wog etwa 1000 Tonnen
  • die Christo Statue in Rio wiegt etwa 700 Tonnen

 

Das sind wirklich sehr beeindruckende Zahlen für das Jahr 2016 und das nur allein von einer Firma! Mich würde interessieren, wieviele Menstruationstassen insgesamt, verkauft wurden, auf der ganzen Welt und wieviel damit insgesamt an Müll gespart wurde.

Auf jeden Fall sollten wir nicht aufhören, die Welt zu einem bessern Ort zu machen, mit den Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.

 


Ich bekomme für diesen Blogpost hier übrigens kein Geld von Ruby Cup. Ich schreibe so, weil ich diese Firma persönlich  absolut unterstützenswert in ihrer Arbeit finde. Es gibt einige Firmen, mit denen ich keine Kooperationen eingehen würde, weil ich sie nicht mit gutem Gewissen vertreten könnte, aber Ruby Cup gehört zum Glück nicht dazu.


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3