Blutung ist nicht gleich Blutung – was wir alles wissen sollten

Denken wir an Blut und Frauen, kommen uns meist Regelblutungen oder gar Zwischenblutungen in den Sinn.

Aber woher kommen Zwischenblutungen? Was sind die Gründe dafür? Wie erkenne ich, um welche Art der Blutung es sich handelt? Und was gibt es noch für Blutungen, die bei uns auftreten können, uns aber gar nicht so wirklich aus dem Alltag bekannt sind? Was sind Schmierblutungen, was ist eine Abbruchblutung? Wie erkenne ich, um was es sich im Detail handelt und was steckt genau dahinter?

Maggie von weartheladies.de hat mich gefragt, ob ich nicht genau zu diesem Thema einen Artikel für ihren Blog schreiben könnte, weil ihr aufgefallen ist, dass Leserinnen* bei dem Thema verunsichert sind und noch viel Erklärungsbedarf besteht. Ich habe mich auf Recherche begeben und für Euch die wichtigsten Blutungen zusammengefasst.

weiblicher Torso im Blut

Die Monatsblutung

Die Monatsblutung dürfte allen bekannt sein. Sie ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter, die im Durchschnitt alle 28 Tage stattfindet und ihren Ursprung darin hat, dass Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird, damit sich das heranreifende Ei im Falle einer Befruchtung darin einnisten und zu einem Baby heranwachsen kann. Wenn die Befruchtung nicht stattfindet, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut und kommt als Regelblutung heraus.

Diese Blutung ist nicht zu übersehen. Sie dauert im Schnitt 5-7 Tage, fängt leicht an, steigert sich zur Mitte hin und wird zum Ende der Menstruation wieder weniger. Die Blutung ist meist dunkelrot bis hin zu etwas bräunlich und enthält neben Blut, Stücke der Gebärmutterschleimhaut und Sekrete, die meist gut erkennbar sind. Anhand dieser Eigenschaften ist es ziemlich leicht, die Monatsblutung von Zwischenblutungen zu unterscheiden.

Monatsblutung

Zwischenblutung vs. Schmierblutung

Oft liest man von Zwischenblutung und Schmierblutung zusammen, aber sehr selten wird klar definiert, was denn nun der genauer Unterschied ist, oder ob es sich um ein und dieselbe Blutungsart handelt oder nicht. Jein. Alle Blutungen, die außerhalb der Monatsblutung auftreten, werden als Zusatzblutung oder Zwischenblutung bezeichnet. Und diese wiederum können als Schmierblutung auftreten (was in den meisten Fällen so ist).

Kurz gesagt: die meisten Zwischenblutungen sind Schmierblutungen, aber es kann auch Zwischenblutungen geben, die z.B. stärker ausfallen und andere Farbigkeit und Konsistenz haben und damit nicht mehr unter den Begriff Schmierblutung fallen. Verständlich? Im Zweifelsfall einfach noch mal nachfragen.

Der häufigste Grund für Zwischenblutungen sind hormonelle Störungen.

Regelmäßig auftretende Zwischenblutungen, die einen festen Zeitpunkt im Zyklus haben, werden meist durch einen Östrogenmangel ausgelöst. Unregelmäßig auftretende Zwischenblutungen haben meist organische Ursachen, das heißt, eine Krankheit ist der Grund.

Die Schmierblutung

Von Schmierblutungen, auch Spotting genannt, haben die meisten sicher schon gehört. Aber Schmierblutung ist nicht gleich Schmierblutung. Im Allgemeinen bezeichnet man als Schmierblutung einen bräunlichen eher schleimigen Ausfluss aus der Vagina bei Frauen* im gebärfähigen Alter, der außerhalb der eigentlichen Regelblutung auftritt. Diese Blutung tritt normalerweise nur ganz leicht auf und dauert maximal ein bis drei Tage. Die Gründe für Schmierblutungen sind meistens hormonelle Störungen während des Zyklus. Der Unterschied zwischen der Menstruation und einer Schmierblutung ist der, dass sich während der normalen Regelblutung die Gebärmutterschleimhaut normalerweise komplett löst, was bei der Schmierblutung nicht der Fall ist. Daher auch der Unterschied zwischen Menge, Dauer, Färbung und Konsistenz. Aber was gibt es für verschiedene Schmierblutungen und wie kann ich sie auseinander halten?

Ovulationsblutung

Eine Form der Schmierblutung ist die Ovulationsblutung. Sie kann auftreten, wenn nach dem Eisprung der Östrogenspiegel absinkt und es dadurch zu einer leichten Hormonentzugsblutung kommt.

Eine Ovulationsblutung ist eine leichte Blutung von ein bis drei Tagen und tritt in der Mitte des Zyklus während des Eisprungs auf. Oft ist diese Blutung mit einem leichten Mittelschmerz verbunden.

In der Medizin hat diese Form der Zyklusstörung (auch als Mittelblutung bezeichnet) keinen Krankheitswert. Aber wenn es häufiger bis hin zu regelmäßig auftritt, sollte der Arzt trotzdem konsultiert werden, um abzuklären, dass es nicht noch andere Ursachen hat und sich alles im harmlosen Rahmen befindet.

Gelbkörperschwäche

Der Gelbkörper produziert nach dem Eisprung das Gelbkörperhormon Progesteron, das wichtig ist, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und eine Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Bei einer Gelbkörperschwäche wird zu wenig davon produziert und die Gebärmutterschleimhaut wird mit zu wenigen Nährstoffen versorgt, was dazu führen kann, dass sich eine befruchtete Eizelle entweder gar nicht einnistet oder es im Falle einer Einnistung zu einem frühen Abort kommt. Frauen* mit einer Gelbkörperschwäche haben meist einen unregelmäßigen Zyklus, eine verkürzte zweite Zyklushälfte und Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte.

Eine Gelbkörperschwäche ist ein sehr häufiger Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. Wenn die oben genannten Symptome bestehen und ein Kinderwunsch bisher nicht erfüllt wurde, sollte man auf jeden Fall zum Arzt und sich untersuchen lassen.

Durchbruchblutung

Eine Durchbruchblutung ist eine Schmierblutung während der Verwendung von hormonellen Verhütungsmitteln, wie z.B: der Pille. Diese Blutung tritt außerhalb der üblichen Einnahmepause und der darin stattfindenden Abbruchblutung auf. Die Durchbruchblutung ist eine Sonderform der Abbruchblutung.

Das kommt häufig bei solchen Präparaten vor, die nicht gut auf den eigenen Hormonspiegel abgestimmt sind. Die Blutung kommt dadurch zustande, wenn das Hormonpräparat zuwenig Östrogen liefert oder wenn es sich um ein reines Gestagenpräparat handelt (Minipille). Durch die zu geringe Menge an Hormonen kann die Gebärmutterschleimhaut nicht lang genug aufrecht erhalten werden und des kommt schon vor der Pillenpause zu Blutungen.

Auch bei einem Pillenwechsel kommt es sehr häufig zu Zwischenblutungen, weil der Körper sich erst umstellen und an den neuen Hormonhaushalt gewöhnen muss.

Meistens sind solche Zwischenblutungen harmlos. Sollten sich aber Fieber und Unterleibsschmerzen zu den Schmierblutungen dazu gesellen, dann sollte man sofort zum Arzt gehen. Auch wenn nach einer 4-monatigen Eingewöhnungs- oder Umgewöhnungsphase die Schmierblutungen weiterhin auftreten, sollten mit dem Arzt die Ursachen geklärt und evtl. anderes Präparate ausprobiert werden.

Schmierblutung

Abbruchblutung

Eine Abbruchblutung wird auch eine Hormonentzugsblutung genannt. Sie ist meist etwas kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft als die normale Regelblutung und tritt in der Woche auf, in der die Einnahme der Pille pausiert wird (insofern man eine nimmt, die man nur 21 Tage durch nimmt und dann 7 Tage pausiert).

Durch die Einnahmepause ist im Körper zu wenig Östrogen und Progesteron vorhanden und die bis dahin aufgebaute Gebärmutterschleimhaut kann nicht mehr aufrecht erhalten werden, es kommt zur Abbruchblutung.

Vielen Frauen* denken, sie haben trotz Pille eine „normale“ Regelblutung. Dem ist aber nicht so. Diese „Fake-Regel“ (auch Pseudomenstruation genannt) kommt nur durch den Hormonentzug zustande, der sich einstellt, wenn man die Pille pausiert und hat nichts mit der normalen Menstruation zu tun. Es wird zwar auch Schleimhaut aus der Gebärmutter ausgestoßen, die ist aber nicht mit der zu vergleichen, die in einem natürlichen Zyklus aufgebaut und nach Nicht-Einnistung des Eis abgestoßen wird.

Zu Abbruchblutungen kann es auch kommen, wenn man andere Hormonpräparate verwendet und absetzt, wie z.B. in den Wechseljahren.

Abbruchblutung

Einnistungsblutung

Wenn eine Eizelle erfolgreich befruchtet wurde, dann nistet sich diese in die Gebärmutterschleimhaut ein, wobei Blutgefäße gering verletzt werden können und so eine Blutung auslösen. Die Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung genannt) findet ca. 4-6 Tage nach der Befruchtung statt und kann ein frühes Schwangerschaftsanzeichen sein. Es ist durchaus möglich, dass sie einige Tage anhalten kann. Es gibt aber auch Frauen, bei denen sie gar nicht auftritt oder so schwach ist, dass sie gar nicht wahrgenommen wird (einige Tropfen oder Schlieren)

Um eine Einnistungsblutung von einer Periode zu unterscheiden, muss man auf Farbe und Stärke achten. Die Einnistungsblutung ist heller und rötlicher, nicht schmerzhaft und meist von kurzer Dauer. Sie kann zwar auch einige Tage andauern, dann bleibt sie aber von der Menge her konstant und nimmt nicht zu, wie die Regelblutung. Wer regelmäßig Temperatur misst als natürliche Verhütungsmethode, wird außerdem eine leichte Temperaturerhöhung feststellen können. Die normale Regelblutung kann am Anfang auch hellrot sein, wird aber im Verlauf der Menstruation deutlich stärker und dunkel und bräunlicher.

Zudem ist der Zeitpunkt auch ein gutes Indiz für die Einnistungsblutung. Sie tritt meistens früher (4-6 Tage nach dem Eisprung) auf, als die zu erwartende Regelblutung (14 Tage nach dem Eisprung). Die Zahlen gelten natürlich nur als Durchschnittswerte und wenn man einen regelmäßigen Zyklus hat.

Einnistungsblutung

Kontaktblutung

Eine Kontaktblutung ensteht meisten durch, sagen wir, äußerst rabiaten Geschlechtsverkehr. Bei manchen Positionen oder bei einer doch etwas mächtigeren Penisgröße des Partners kann es dazu kommen, dass Gewebe verletzt wird und blutet. An sich reicht es meistens schon, etwas vorsichtiger und behutsamer beim Sex vorzugehen. Auch bei einer Frauenärztlichen Untersuchung kann es mal zu einer Kontaktblutung kommen. Das Gewebe der Gebärmutter und Scheide neigen schnell mal dazu, zu bluten. Wenn man das Gewebe schont, dann ist die Blutung schnell wieder behoben und sie verschwindet von alleine.

Das Blut ist hierbei hellrot, klar und flüssig und nicht dunkel und zäh fließend wie bei einer Schmierblutung.

An sich ist eine Kontaktblutung harmlos. Sollte sie aber regelmäßig z.B. nach dem Geschlechtsverkehr auftreten oder länger anhalten, das Blut trüb und die Blutung sehr heftig und schmerzhaft sein, dann ab zum Arzt!

 Kontaktblutung

Jede Frau* ist anders

Final ist zu sagen: Jede Frau* ist anders! Jede hat ihren eigenen Körper, ihren eigenen Hormonhaushalt und ihre eigene Sensibilität für Einflüsse auf ihren Hormonhaushalt. Die hier beschriebenen Merkmale, Symptome und Ursachen gelten für den breiten Durchschnitt und treffen auf die meisten Frauen* zu, aber es kann auch sein, dass das bei dir etwas anders ist.

Höre auf deinen Körper!

So oder so gilt: Immer wenn du das leiseste Gefühl hast, irgendwas stimmt in deinem Körper nicht, gehe zum Arzt und lass dich durchchecken. Lieber einmal mehr zum Arzt gegangen, als einmal zu wenig. Mach dich nicht verrückt. Lerne deinen Körper kennen, lerne ihn zu lesen, lerne ihn zu fühlen und lass dich nicht beirren, wenn andere dir sagen, es ist alles ok, du aber ein schlechtes Bauchgefühl hast. Du bist Herrin* deines eigenen Körpers! <3

Du musst nicht wegen jeder kleinen Zwischenblutung zum Frauenarzt, aber wenn diese Symptome auftauchen, solltest du dich auf jeden Fall durchchecken lassen:

  • Mehrere Zwischenblutungen hintereinander
  • häufig auftretende Schmierblutungen
  • Zwischenblutung nach Ende der Wechseljahre
  • Starke oder langanhaltende Blutungen
  • Schmierblutung während der Schwangerschaft
  • Schwächegefühl, Ohnmacht
  • Starke Schmerzen

Wenn ihr noch mehr wissen wollt

Dann schaut doch mal in diese kleine Linksammlung rein. Hier findet ihr einige Referenzseiten, die ich unter anderem für meine Recherchen verwendet habe, die deutlich tiefer in die Materie gehen und euch noch mehr Infos über Details geben können, die den Rahmen dieses Artikels hier gesprengt hätten.


* Transgender sind an der Stelle natürlich mit einbeschlossen, denn es gibt schließlich auch Menschen, die keine Frauen sind, aber trotzdem menstruieren mit allem was dazugehört!

10 Gedanken zu „Blutung ist nicht gleich Blutung – was wir alles wissen sollten

  1. Linda sagt:

    Das ist ein sehr interessanter und ausführlicher Artikel! Finde ich auch sehr gut, alles nochmal in Schaubildern darzustellen! Die sehen top aus :- )

    Da fällt mir noch was interessantes zu ein: Dadurch, dass die Einnistungsblutung auch mal (wenn auch selten) mit dem Zeitpunkt an dem die Mens eigentlich einsetzt, kollidieren kann (und manchmal intensiver ausfällt), denken manche Frauen, die auf keine Schwangerschaft hingearbeitet haben, „schwanger trotz Periode“ geworden zu sein.
    …. so entsteht der Mythos XD

    LG Linda

    • Die Beauftragte sagt:

      Hi Linda,

      danke für deinen Kommentar! 🙂
      Stimmt, soweit habe ich noch gar nicht gedacht, aber deine Überlegung macht echt Sinn! Ich habe mal eine gekannt, die durch die Einnistungsblutung und dem Glauben, es wäre die Mens, erst deutlich später darauf gekommen ist, dass sie schwanger ist, als normal üblich.
      Wir brauchen alle noch viel mehr Aufklärung!

      Liebe Grüße!

      Die Menstruationsbeauftragte

  2. Nicole sagt:

    Hallo ich heiße Nicole bin 33 Jahre jung habe am 18.5.18 meine Pille abgesetzt noch am selben Tag hatte ich Blutung bekommen mittelrot ich hätte auf dem Klo sitzen bleiben können darauf hin habe ich Magnesium genommen darauf hin wurde die Blutung schwächer gestern hatte ich mal keine blutung heute morgen wieder mit dunkelroten Stückchen drin!? Ist das nach absetzen der Pille normal

    • Die Beauftragte sagt:

      Hallo Nicole,

      danke für deinen Kommentar!
      Es ist an sich völlig normal, dass der Körper sich erst mal etwas seltsam aufführt, nachdem man die Pille abgesetzt hat. Dein Körper war eine ganze Weile gewöhnt, immer die gleiche Zufuhr an Hormonen zu bekommen und nun muss er sich auf den natürlichen Zustand wieder einpegeln. Das kann eine Weile dauern, bis alles wieder so läuft, wie es laufen soll. Beobachte einfach, wie sich die nächsten Monate bei dir entwickeln. Die roten Stückchen sind Teile deiner Gebärmutterschleimhaut und an sich völlig normal. Es ist aber immer ratsam, sich noch mal Rat bei einem Frauenarzt/Frauenärztin zu suchen und alles abzuklären! Ich bin keine ausgebildete Medizinerin und rate daher jedem, sich noch mal mit einem Arzt/Ärztin auseinanderzusetzen. Ich kann nicht für vollkommene Korrektheit garantieren. 😉
      Ich hoffe, dass ich dir trotzdem weiterhelfen konnte!

      Ich wünsche dir alles Gute!
      Liebste Grüße
      Die Menstruationsbeauftragte

  3. Nina zini sagt:

    Endlich mal eine klare und differenzierte Darstellung! Das hat mir sehr, sehr weitergeholfen… Vielen Dank! Ich bin froh endlich besser zu wissen was in meinem Körper vorgeht.

    • Die Beauftragte sagt:

      Hallo Nina,

      danke für deinen Kommentar! Freut mich, dass ich dir weiter helfen konnte. 🙂

      Liebste Grüße!
      Die Menstruationsbeauftragte

  4. Michelle klein sagt:

    Hallo, ich blute zurzeit und hatte meine tage aber am 27. Zuende. Ich hatte keinennsex, bin noch jungfrau, ich mache mir ziemoich sorgen 😅😅 hab meinen ersten frauenarzt termin erst am 3.07

    • Die Beauftragte sagt:

      Hallo Michelle,

      danke für deinen Kommentar!
      Wie alt bist du denn, wenn ich Fragen darf, bzw. wie oft hattest du schon deine Tage gehabt? Gerade in den ersten Jahren, nach dem ersten Einsetzen der Menstruation, ist es vollkommen normal, wenn die Regel noch sehr unregelmäßig kommt. Der Körper muss sich erst mal auf die ganzen hormonellen Umstellungen einstellen und das kann ein Weilchen dauern. So lange du keine Beschwerden hast, würde ich mir erst mal keine Sorgen machen. Es ist aber in jedem Falle gut, den Frauenarzt/Frauenärztin um Rat zu fragen, gerade wenn man Menstruations-Neuling ist. 😉 Inzwischen müsstest du ja deinen Frauenarzttermin hinter dir haben, wie ist es denn gelaufen?

      Alles Gute dir!
      Liebste Grüße
      Die Menstruationsbeauftragte

  5. Betty sagt:

    Hallo,
    erstmal danke für den ausführlichen Artikel, ich finde ihn sehr übersichtlich, sachlich und informativ und gut verständlich.

    Eine Frage hätte ich allerdings noch: Wenn es zu einer Zwischenblutung in Form einer leichten Abbruchblutung (1-3 Tage) kommt, also durch ein Problem mit der Pille bedingt, bekommt man dann am Ende des Blisters trotzdem noch die normale Hormonabbruchblutung? Denn es wurde ja bereits ein Teil der Schleimhaut abgelöst, was dagegen spräche, aber Hormonabbruch bleibt Hormonabbruch, da müsste man ja eigentlich bei jedem Mal bluten, oder?

    Danke schon Mal im Vorraus!

    • Die Beauftragte sagt:

      Hallo Betty,

      danke für deinen Kommentar!
      Zu allererst: Ich bin keine Ärztin und keine Expertin auf dem medizinischem Bereich. 😉
      Ich kann nur aus eigener Erfahrung und Wissen berichten und kann deshalb nicht für allgemein gültige Korrektheit garantieren.
      Das was du als Zwischenblutung bezeichnest, müsste die sogenannte Durchbruchblutung sein, die außerhalb der üblichen Abbruchblutung in der Pillenpause stattfinden kann. Die Mengen an Blut und Schleimhaut, die bei einer solchen Blutung abgegeben werden sind so gering, dass sie eigentlich nicht das „restliche Material“ für die „richtige“ Abbruchblutung beeinflussen sollten. Meiner Erfahrung nach (als ich die Pille noch genommen habe), kam es eigentlich immer zu klassischen Abbruchblutung in der Pillenpause, auch wenn ich zwischendurch mal eine Durchbruchblutung hatte. Der Hormonabfall während der Pillenpause ist ja auch so enorm im Vergleich zu einer Unregelmäßigkeit während der Pilleneinnahme, dass der Körper viel stärker darauf reagiert, als zwischendurch bei der Durchbruchblutung. Aber das kann je nach Pille, eigenem Hormonhaushalt und Körper ganz unterschiedlich sein. Beobachte einfach mal, wie es sich mit den Monaten bei dir entwickelt (ich weiß ja nicht, wie lange du schon die Pille nimmst). Wenn du regelmäßig Durchbruchblutungen haben solltest, wäre es vielleicht sinnvoll, sich nach einer anderen Pille mit einer anderen Hormonzusammenstellung umzusehen, die besser zu deinem Körper passt. Aber das solltest du mit deinem Frauenarzt/Frauenärztin abklären. Auch die Frage, die du mir gestellt hast, solltest du deinem Arzt/Ärztin noch mal stellen, denn die sind die medizinischen Profis auf dem Gebiet. 😉

      Ich wünsche dir alles Gute!
      Liebste Grüße
      Die Menstruationsbeauftragte

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