Alle Menstruationshygieneprodukte im Überblick

Du denkst Tampons und Binden sind alles, was die Welt zu bieten hat?

Da muss ich dich enttäuschen, es gibt noch einiges mehr an Monatshygieneprodukten. Eine Übersicht findest du hier:

 

Tampons

Illustration eines Tampons mit Menstruationsblut

Diese länglichen Wattedinger hat bestimmt jede von euch schon mal gesehen. Ein Tampon ist im Prinzip nichts anderes als zusammengepresste Watte, die man sich während seiner Tage in die Vagina schiebt, damit dieser dort das Blut aufsaugen kann und es nicht heraus läuft.

Ein Tampon wird mit den Fingern oder mit einer Einführhilfe in die Vagina eingeführt und verweilt dort maximal bis zu 6-8 Stunden, außer er ist vorher schon voll. Auf keinen Fall solltet ihr den Tampon länger drin lassen, da das zum Toxischen Schock Syndrom (TSS) führen kann!

Am besten ist es, immer die kleinst mögliche Größe zu verwenden und oft genug zu wechseln. Das heißt, wenn du deine schwachen Tage hast, dann möglichst die kleinsten Tampons. Aber das musst du für dich herausfinden, wie stark deine Tage sind und wie oft mit welcher Tampongröße du wechseln musst und was für dich praktisch ist.

Die bekannteste Marke in Deutschland ist wohl o.b. (heißt übrigens ausgeschrieben „ohne Binde“, raffiniert, ne?). Es gibt aber auch viele andere Marken:

Interessante Artikel zum Thema Tampon von mir:

 

Softtampons

Illustration eines Softtampons mit Menstruationsblut

 

 

Softtampons oder auch Menstruationsschwämmchen sind eine etwas andere und weniger bekannte Art der Tampons. Sie sind nicht, wie die herkömmlichen, aus Watte gefertigt, sondern sind kleine Schaumstoffschwämmchen ohne Rückholfaden. Aber wie soll das denn bitte ohne Faden gehen, wirst du dir jetzt sicher denken. Du hast Finger, werde ich dir daraufhin antworten. Du kannst z.B. deinen Daumen und Mittelfinger zum Einführen und Rausholen verwenden. Manche Modelle haben auch ein kleines Loch, durch das du deinen Finger schieben und daran ziehen kannst. Du solltest diesen Tampon soweit hinein schieben, bis er am Muttermund anliegt. Softtampons können ganz einfach ausgewaschen und wiederverwendet werden. Aber auch bei dieser Tamponsorte, solltest du darauf achten, dass du sie nicht länger als 8 Stunden in dir trägst!

Auch wenn Softtampons noch nicht so verbreitet sind, kann man in einigen Drogerien welche kaufen.

Ein toller Vorteil von den Dingern ist, dass du während deiner Menstruation Sex haben kannst ohne Blutbad, nur mal so als kleiner Tip am Rande. 😉

Die wohl bekanntesten Marken sind:

Eine etwas andere und natürlichere Form des Softtampons sind Menstruationsschwämmchen. Sie sind aus echten Naturschwämmen gemacht und funktionieren in der Anwendung ziemlich genauso wie die Softtampons.

Menstruationsschwämmchen könnt ihr z.B. hier kaufen:

 

Binden

Illustration einer Binde mit Menstruationsblut

Binden sind diese länglichen flachen Watteteile, die deine Mutter sich sehr wahrscheinlich in die Unterhose geklebt hast, als du klein warst und du dachtest, Mama würde immer einpullern und braucht deswegen auch eine Windel. Zumindest habe ich das gedacht. In sehr jungem Alter. Witzig, wenn ich grad so drüber nachdenke.

Aber Spaß beiseite. Auch Binden sind eine praktische Erfindung in der Monatshygiene. Sie gibt’s  schon mit am längsten. Es wird erzählt, dass Frauen sich schon vor vielen hundert Jahren Binden gebaut haben, ob es aus Stofflappen, Blättern oder Moosen war.

Im 19. Jhd. wurde der Dianagürtel erfunden, eine vermutlich ungemütliche Konstruktion, die aber sehr praktisch war, da man die Binden nah am Körper tragen konnte, ohne das sie verrutschte und man so als Frau alle möglichen Tätigkeiten nachgehen konnte, ohne Angst zu haben, dass das Kleid blutig wird. Im 20. Jhd. wurde die Binde, wie wir sie heute kennen, entwickelt und bis heute immer mehr optimiert (z.B. Klebkraft, Saugfähigkeit und Flügel für besseren Halt an den Seiten).

Die Anwendung von Binden ist heute denkbar einfach. Man muss sie letztendlich einfach nur in seine Unterhose kleben und fertig. Und natürlich wechseln, wenn man das Gefühl hat, dass sie voll ist.

In Deutschland ist wohl eine der mit bekanntesten Marken Always. Aber auch bei den Binden gibt viele verschiedene Marken, sowohl konventionell hergestellte, mit und ohne Duft und Bio-Binden aus Bio-Baumwolle. Aktuell immer mehr auf dem Vormarsch sind wiederverwendbare Binden aus Stoff, die man nach dem Tragen ganz normal waschen und wiederverwenden kann. Diese sind günstiger und nachhaltiger als Wegwerfbinden.

Einige Binden-Marken:

Eine kleine Unterform der Binden sind die Slipeinlagen. Sie sind kleiner, schmaler und dünner als Binden und super für die Tage vor oder nach den Tagen geeignet, wenn nur ganz wenig Blut zu sehen ist, und es sich noch nicht für eine Binde lohnt. Sie ist auch super praktisch, wenn man z.B. ein kleines Backup für die Menstruationstasse haben will, um die Unterwäsche vor kleinen Blutflecke zu bewahren.

 

Waschbare Binden

Illustration einer waschbaren Binde mit Menstruationsblut

Die waschbare Binde ist die nachhaltige Schwester der konventionellen Binde. Sie gibt es in allen möglichen Formen und Farben inzwischen im Internet zu kaufen, wie z.B. hier:

Es werden verschiedenste Materialien für diese Binden verwendet, wie z.B. Baumwolle, Mikrofaser und Bambus-Holzkohle-Fasern, um die Binde so saugfähig wie möglich und auswaschbar zu machen. Sie können so über viele Jahre hinweg verwendet werden und produzieren dadurch keinen unnötigen Müll.

Es gibt auch die Möglichkeit, sich selbst solche Binden zu nähen. Im Internet findet man dazu viele Anleitungen, wie diese zum Beispiel:

 

Menstruationstassen

Illustration einer Menstruationstasse mit Menstruationsblut

Menstruationstassen sind der neue Shit in der Monatshygienewelt. Eigentlich schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden, damals furchtbar gefloppt, haben sie nun endlich eine Chance, richtig groß zu werden. Gerade im Internet ist ihre steigende Popularität und Beliebtheit zu beobachten.

Sie ist ein kleiner wiederverwendbarer Becher aus medizinischem Silikon, der mit den Fingern gefaltet und in die Vagina eingeführt wird. Dort ploppt er auf und erzeugt einen leichten Unterdruck, durch den er bombenfest und dicht sitzt. Das Blut wird dann in der Vagina in diesem Becher aufgefangen. Der Becher kann bis zu 12 Stunden im Körper bleiben, ehe er geleert, ausgespült und wieder eingesetzt werden muss.

Die Menstruationstasse hat viele Vorteile, unter anderem, dass sie auf die Verwendungsdauer gerechnet (bis zu 10 Jahren) deutlich günstiger als konventionelle Produkte und durch ihre Wiederverwendbarkeit tausendmal nachhaltiger ist.

Einige der bekanntesten Marken:

Wenn ihr mehr über die Menstruationstasse wissen wollt, dann lest euch diese Artikel von mir durch:

 

Softcup oder FLEX – ich nenne ihn Menstruationsring

Illustration eines Softcups mit Menstruationsblut

Eine Abwandlung der Menstruationstasse ist der Softcup oder auch FLEX genannt. Diese Art von Monatshygieneprodukt wird auch als Cup bezeichnet, sieht aber etwas anders aus, als die anderen Menstruationstassen. Im Prinzip ist es ein Plastikring, der von einer flexiblen Folie überzogen ist. Du drückst ihn zusammen und führst ihn in deine Vagina ein und er stülpt sich über deinen Muttermund und sitzt dort fest. Da er deutlich weniger Platz als eine Menstruationstasse einnimmt, kann man mit diesem Flex-Ring auch Sex während der Tage haben, ohne alles vollzubluten. Leider ist dieses Modell nicht wiederverwendbar und muss nach Benutzung weggeschmissen werden. Diese Art von Menstruationsprodukt ist noch sehr unverbreitet.

Vor Kurzem wurde ich allerdings auf diesen Softcup aufmerksam gemacht: Der Intinima Ziggy Cup. Er besteht aus medizinischem Silikon und kann wiederverwendet werden. Laut Hersteller soll er bis zu 2 Jahre verwendet werden können. Man könnte sagen, dass dieser Cup ein Hybrid aus Softcup und Menstruationstasse ist. Auch er kann beim Sex getragen werden.

 

Menstruationsunterwäsche

Illustration von Menstruationsunterwäsche mit Menstruationsblut

Was erst ganz neu den Markt erobert hat, ist so genannte Menstruationsunterwäsche oder auch Menstruationshöschen genannt.

Im Prinzip ist das nichts anderes, als ein ganz normaler Schlüpper, der aber sowas wie eine waschbare Binde mit eingenäht hat. Du kannst diese Unterhosen ganz normal, wie andere Unterwäsche auch während deiner Tage tragen, brauchst aber keine zusätzlichen Monatshygieneprodukte mehr, da die Höschen das Blut aufsaugen. Die Unterwäsche kann man ganz normal, wie alle anderen Klamotten auch in der Waschmaschine waschen und wiederverwenden.

Einer der absoluten Vorreiter auf dem Gebiet sind momentan THINX aus den USA, die nicht nur praktische sondern auch sehr hübsche verschiedene Modelle in ihrem Online-Shop anbieten, sowohl in schwarz, als auch in beige, mit unterschiedlichen Aufsaugestärken, je nachdem, wie stark deine Tage sind. Eine Frauen verwenden diese Höschen auch als Backup für die Menstruationstasse, falls doch mal was daneben gehen sollte.

Weitere Marken:

 


Kanntest du schon alle Hygiene-Produkte oder war etwas neu für dich? Kennst du vielleicht etwas, das ich noch nicht kenne und unbedingt hier mit rein gehört? Dann schreib mir doch in die Kommentare!


 

Weil mir Transparenz wichtig ist: Für die Links, die auf Amazon führen, bekomme ich eine kleine Provision, falls ihr darüber eines der Produkte kaufen solltet. Euch kostet das aber nichts extra! Da ich mit diesem Projekt in keinster Weise Geld verdiene und all meine Zeit und Energie der Sache wegen reinstecke, würde ich mich über die ein oder andere finanzielle Unterstützung freuen. Denn die Arbeit die ich hier mache, ist absolut unentgeltlich und nur für euch! <3

Happy MHD – Was es mit dem Menstrual Hygiene Day auf sich hat und warum es so wichtig ist, ihn zu feiern!

Heute ist der 28. Mai. Ein Tag wie jeder andere, mag man meinen. Für die meisten wird das wohl zutreffen, aber, die, die wissen, was für ein besonderer Tag heute ist, werden ihn hoffentlich feiern. Denn heute ist der Menstrual Hygiene Day, kurz MHD/MH Day/Menstrual Health Day, eingedeutscht auch Tag der Menstruationshygiene genannt.

Ein Tag, den wir alle gemeinsam ganz bewusst zelebrieren sollten!

Aber was genau ist überhaupt der MHD? Und woher kommt er eigentlich?

 

Der Menstrual Hygiene Day

Menstrual Hygiene Day Logo

Zum allerersten mal wurde der MHD am 28. Mai 2014 zelebriert. Ins Leben wurde er damals von der NGO WASH United gerufen, die ihren Sitz übrigens in Berlin hat und sich dafür einsetzt, die weltweiten Krisen rund um Sanitäre Einrichtungen und Hygiene zu beenden.

Das Ziel des MHD ist es, Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt zu helfen.

Der Sinn dieses Tages ist, die Wichtigkeit eines guten „Menstrual Hygiene Management“ (kurz MHM, frei übersetzt: Menstruationshygienemanagement) hervorzuheben.

 

Aber was bedeutet MHM überhaupt?

WASH definiert es so:

  • „Women and adolescent girls use a clean material to absorb or collect menstrual blood, and this material can be changed in privacy as often as necessary for the duration of menstruation.
    (Frauen und Mädchen benutzen saubere Materialien, um Blut aufzusaugen oder aufzufangen und diese Materialien können, so oft, wie es nötig ist, für die Dauer der Menstruation, in Privatsphäre gewechselt werden.)
  • MHM also includes using soap and water for washing the body as required; and having access to facilities to dispose of used menstrual management materials.“
    (MHM beinhaltet außerdem das Benutzen von Seife und Wasser um den Körper nach Bedarf zu reinigen; und den Zugang zu Toiletten um benutzte Menstruationshygieneprodukte zu entsorgen)

 

Zugang zu Wasser, Hygieneprodukten und Toiletten sind keine Selbstverständlichkeit

Für uns in Deutschland mag das alles vollkommen selbstverständlich klingen, aber habt ihr schon mal über den Horizont geschaut? Der Hygienestandard, den wir hier gewohnt sind, ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Klar, ein paar Tage lang ungeduscht auf einem Festival rumlaufen ist für viele mal machbar. Aber stell dir mal vor, es würde dort z.B. keine Toiletten geben, in denen du deine Binde/Tampons/Menstruationstasse wechseln könntest. Stell dir mal vor, du hättest kein Wasser, um dich zu waschen. Also grundsätzlich nicht und nicht nur ein paar Tage lang. Sondern ständig. Stell dir mal vor, du musst zu Hause bleiben und kannst nicht zur Schule gehen, wenn du deine Tage hast, weil du in der Schule keine Möglichkeiten hast, dein Zeug zu wechseln und dort nur durchbluten und alles einsauen würdest. Oder du dir grundsätzlich einfach keine Binden, Tampons oder Menstruationstassen kaufen kannst, weil du sie dir nicht leisten kannst oder es sie einfach nicht gibt. Was machst du dann?

Zugang zu Wasser, Seife, sauberen und bezahlbare Menstruationshygieneprodukten, sauberen Toiletten oder überhaupt Toiletten ist noch längst nicht überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit. Dieser Umstand beeinflusst das Leben vieler Menstruierenden gewaltig. Viele können deswegen während ihrer Tage nicht zur Schule gehen und bleiben im Unterrichtsstoff zurück, teilweise sogar soweit, dass sie die Schule abbrechen müssen und keine Chance auf eine gute Bildung habe. Dadurch werden sie auch keine Möglichkeit haben ihren sozialen oder finanziellen Status aufzubessern.
Dadurch, dass viele keinen Zugang zu sauberen und bezahlbaren Hygieneprodukten haben, behelfen sich einige z.B. mit alten Stofffetzen, Papier, Rinde oder gar Schlamm. Krankheiten und Infektionen enstehen, die hätten verhindert werden können. Die Scham und die Stigmatisierung rund um das Thema Menstruation wird durch diese Umstände umso größer aufrechterhalten und macht das Leben der Betroffenen schwer. Teilweise sind die Menschen in einigen Regionen so arm und im Verhältnis die Produkte so teuer, dass einige vor der Wahl stehen: kaufe ich mir jetzt Essen oder neue Binden.

 

Was Tun?

Aber das muss nicht sein! Es gibt viele Organisationen und Firmen, die sich inzwischen mit dem Thema auseinandersetzen, in die betroffenen Länder und Gebiete reisen, die Menschen vor Ort aufklären und sie im Zugang zu sauberen und bezahlbaren Hygieneprodukten unterstützen. Z.B. setzt sich der Menstruationstassenhersteller Ruby Cup dafür ein, dass Mädchen in Entwicklungsländer Menstruationstassen bekommen. Sie fahren das Konzept „Buy One, Give One“. Mit jeder gekauften Menstruationstasse wird eine gespendet. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen werden diese dann an die bedürftigen Mädchen verteilt, momentan vor allem in Ostafrika.

Es gibt so viele Baustellen auf diesem Planeten. An so einem Tag wie heute sollten wir uns bewusst machen, wie gut es uns zum einen geht und uns zum anderen überlegen, was wir dazu beitragen können, dass es anderen menstruierenden Menschen auf dieser Welt besser geht. Ob wir etwas spenden, anfangen offener über das Thema Menstruation zu reden oder uns bei einer NGO engagieren. Alles ist möglich. Dass viele Hunger leiden müssen auf dieser Erde, hat wohl jeder schon mal gehört, aber das es ein großes Problem bei der Menstruationshygiene gibt, darüber wird kaum gesprochen. Deshalb müssen wir anfangen darüber zu reden, das publik zu machen, damit mehr und mehr Menschen darauf aufmerksam werden, das Tabu und die Stigmatisierung überwinden und uns gegenseitig unterstützen. Ob es die Kollegin ist, die mal eben einen Tampon braucht oder das Mädchen in Kenia, der mit einer neuen Menstruationstasse für die nächsten 10 Jahre geholfen wäre. Halte die Augen offen, wo du jemanden beim Menstruieren unterstützen kannst und rede ohne Scham und Hemmung darüber!

Kanntet ihr vorher schon den Menstrual Hygiene Day? Habt ihr davon gehört oder ist euch das alles völlig neu? Kennt ihr weitere tolle Projekte, die Menstruierenden in Entwicklungsländern unterstützen? Schreibt mir in die Kommentare!

Wenn ihr noch mehr über den Menstrual Hygiene Day wissen wollt, dann schaut unbedingt auf der offiziellen Website vorbei und informiert euch über Projekte, Partner und Aktionen des MHD.

Und feiere heute die Menstruation! Heute ist der perfekte Tag, um mit vielen tollen Menschen mit einer Bloody Mary anzustoßen!

#MAKEPERIODSGREATAGAIN

#HAPPYMENSTRUALHYGIENEDAY

Cheers,

Eure Menstruationsbeauftragte

 


Quellen und weiterführende Links

www.susana.org/en/knowledge-hub/resources-and-publications/library/details/1738

www.susana.org/_resources/documents/default/2-1738-washinschoolsempowersgirlseducationproceedingsofvirtualmhmconference.pdf (PDF Download)

menstrualhygieneday.org

menstrualhygieneday.org/about/why-menstruationmatters

en.wikipedia.org/wiki/Menstrual_Hygiene_Day

www.wash-united.org

www.plan.de/presse/pressematerial-tag-der-menstruationshygiene.html

rubycup.com/de/ueber-uns

Warum Ruby Cup 2016 die Welt ein Stückchen besser gemacht hat und was ich damit zu habe

Und mal wieder ist es so weit. Ein altes Jahr ist vorbei und ein neues hat begonnen. Das ist oft der Moment, in dem man mal Bilanz zieht. Wieviel Geld ist noch auf dem Konto? Wieviel habe ich letztes Jahr abgenommen (wahlweise auch zugenommen)? Welche Gewohnheiten sollte ich lieber im alten Jahr lassen? Wie wenig Sport habe ich gemacht? Wieviel Schokolade gegessen? Und so weiter und so fort.

Ruby Cup

Was nicht jeder macht, ist auszurechnen, wieviel Tamponmüll er gespart hat. Doch genau das hat Ruby Cup getan. Wer Ruby Cup noch nicht kennt, der sollte mal auf deren Website vorbeischauen. Ruby Cup ist ein soziales Unternehmen, dass 2011 in Dänemark gegründet wurde, Menstruationstassen herstellt und verkauft. Zudem arbeiten sie mit einigen Partnerorganisationen zusammen und helfen Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern.

Sie selbst schreiben auf ihrer Website:

„Weltweit ist Menstruation immer noch ein Tabu. In manchen Regionen ist es so wirkmächtig, dass Frauen vom gesellschaftlichen Alltag ausgeschlossen werden. Viele Frauen und Mädchen können sich Hygieneprodukte zudem nicht leisten. Mädchen bleiben in Folge dessen häufig der Schule fern. […] Wir arbeiten nach dem Prinzip “Buy One, Give One”. Wer einen Cup über den Onlineshop kauft, spendet einen an ein Mädchen in Afrika. Wir verteilen die Ruby Cups dort in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, momentan vor allem in Kenia.“

Klingt gut? Ist es auch. Wollt ihr noch mehr Details über Ruby Cup erfahren, dann schaut doch mal hier vorbei.

Ruby Cup hat zum Jahresende 2016 ausgerechnet, wieviel Tamponmüll durch den Verkauf ihrer Tasse im gesamten Jahr 2016 gespart wurde. Sage und schreibe 1.093,43 Tonnen!

1.093,43 Tonnen Tamponmüll

1093,43 Tonnen Tamponmüll

Und Hier komme ich ins Spiel

Sie haben mich angefragt, ob ich nicht ein paar Illustrationen für sie machen und die Zahlen visuell hübsch aufbereiten möchte. Und natürlich habe ich zugesagt. Und nun, heute, am 3.1.17, ist es soweit. Der Newsletter mit den Zahlen und meinen Illustrationen ist abgeschickt!

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass Ruby Cup mich angefragt hat und dass ich ein Teil davon sein kann, der Welt und uns Frauen etwas Gutes zu tun.

Dass man enorm an Müll sparen und der Umwelt etwas Gutes tun kann mit der Nutzung von Menstruationstassen, ist nur einer von vielen Vorteilen dieses alternativen Monatshygieneprodukte. Wollt ihr mehr über die Menstassen erfahren, dann schaut mal auf meinem Blogbeitrag zum Thema „WAS SIND EIGENTLICH DIESE MENSTRUATIONSTASSEN UND WAS KÖNNEN DIE ÜBERHAUPT?“

 

Meine Illustrationen

Durch den Verkauf von Ruby Cup Menstruationstassen wurden letztes Jahr 1,093.43 Tonnen Tamponmüll gespart!
Das ist equivalent zu:
  • ca 546 Autos
  • 5,5 ausgewachsene Blauwale oder
  • ca. 182 ausgewachsene Elefanten

Außerdem, zur groben Orientierung:

  • die Statue von Ramses wog etwa 1000 Tonnen
  • die Christo Statue in Rio wiegt etwa 700 Tonnen

 

Das sind wirklich sehr beeindruckende Zahlen für das Jahr 2016 und das nur allein von einer Firma! Mich würde interessieren, wieviele Menstruationstassen insgesamt, verkauft wurden, auf der ganzen Welt und wieviel damit insgesamt an Müll gespart wurde.

Auf jeden Fall sollten wir nicht aufhören, die Welt zu einem bessern Ort zu machen, mit den Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.

 


Ich bekomme für diesen Blogpost hier übrigens kein Geld von Ruby Cup. Ich schreibe so, weil ich diese Firma persönlich  absolut unterstützenswert in ihrer Arbeit finde. Es gibt einige Firmen, mit denen ich keine Kooperationen eingehen würde, weil ich sie nicht mit gutem Gewissen vertreten könnte, aber Ruby Cup gehört zum Glück nicht dazu.


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3