Wir müssen über Endometriose reden

Endometriose? Nie gehört. So geht es vielen Frauen*, so ging es auch mir bis vor ein paar Monaten. So geht es auch den meisten Frauen* in meinem Umfeld. Warum wir unbedingt darüber Bescheid wissen müssen, erkläre ich euch jetzt.

Everything is Fine – Nicht

Nennen wir sie Anna. Anna ist eine Frau*, wie du und ich. Sie menstruiert Monat für Monat. Ganz normal könnte man denken. Nicht für sie. Sie hat jeden Tag ihrer Regel extreme Unterleibsschmerzen, die sie ohne Schmerzmittel und viel Wärme nicht aushalten kann. Teilweise muss sie sogar zu Hause bleiben und kann nicht arbeiten gehen, weil sie sich vor Schmerzen nicht mehr bewegen kann. Verschiedene Frauenärtze bei denen sie war, haben ihre Beschwerden nur abgetan. Regelschmerzen sind schließlich total normal. Noch mehr Schmerzmittel, noch mehr Ausfalltage. Irgendwann ist sie bei einem Arzt gelandet, der sie auf Endometriose untersuchte. Und Volltreffer. Ihre Schmerzen sind eben nicht normal. Sie hat Endometriose.

 

Was ist Endometriose überhaupt?

Man spricht von einer Endometriose, wenn sich Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut, die eigentlich in die Gebärmutter gehören, außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedeln (z.B. an den Eierstöcken, am Darm, am Bauchfell usw.). Die meisten Frauen*, die davon betroffen sind, haben enorme Unterleibsschmerzen vor allem während ihrer Periode. Vielen denken den Großteil ihres Lebens, dass es „ganz normale“ Menstruationsbeschwerden sind, bzw. bekommen das von ihren Frauenärzten so gesagt und erhalten erst oft viele Jahre später eine Diagnose auf Endometriose. Die Erkrankung kann bis hin zur Unfruchtbarkeit führen, obwohl es auch viele Frauen gibt, die trotzdem gesunde Kinder zur Welt bringen. An sich ist die Krankheit gutartig, aber es kann unter Umständen zu Verwachsungen  und Organveränderungen kommen, die zu weiteren Beschwerden führen und operiert werden müssen.

 

Was passiert da genau?

Bei etwa 4-12% der Frauen* zwischen der Pubertät und den Wechseljahren treten versprengte Zellverbände außerhalb der Gebärmutterhöhle auf und bauen sich genau wie die Schleimhaut innerhalb der Gebärmutter zyklusabhängig auf und ab. Das heißt, wenn die Gebärmutterschleimhaut während der Menstruation abgebaut wird und aus dir herausblutet, wird die Schleimhaut außerhalb der Gebärmutter auch abgebaut und es kommt zu Blutungen außerhalb der Organe, sowie zu extremem Schmerzen. Da die Endometriose eine hormonabhängige Krankheit ist (d.h. die Äußerung der Symptome hängt von dem Hormonhaushalt im eigenen Körper, je nachdem, wo man grad im Zyklus ist, ab), tritt sie in den allermeisten Fällen nur bei menstruierenden Frauen* auf.

Die Ursachen für Endometriose konnten bislang noch nicht vollständig geklärt werden. Es gibt viele Theorien, von denen bislang aber keine bewiesen werden konnte. Fakt ist nur, dass sie auftreten kann und den Betroffenen im schlimmsten Fall ihr ganzes Leben lang Beschwerden bereitet. Meistens wird die Krankheit zwischen dem 25.-35. Lebensjahr diagnostiziert, was für viele bis dahin sehr schmerzhafte Jahre bedeutet. Meist vergehen 3-11 Jahre zwischen den ersten Auftreten der Symptome und der Diagnosestellung. Oft kommt man erst dann auf die Diagnose, wenn schon über einen langen Zeitraum extrem Starke Schmerzen und ein unerfüllter Kinderwunsch auftreten und z.B. Probleme mit dem Darm auftreten. Obwohl diese Zusammensetzung aus Symptomen nicht der ultimative Beweis für Endometriose sein muss, denn die Krankheit versteckt sich gerne hinter vielen anderen Symptomen, die von den Ärzten meistens fälschlicherweise erst mal anderen Krankheiten zugeordnet werden, ehe sie auf Endometriose kommen.  Das Problem bei der Diagnosestellung ist zum einen, dass die Symptome sehr unspezifisch sind und selbst überdurchschnittlich starke Schmerzen sowohl von den Betroffenen und den Ärtzen als normal angesehen werden und oft mit dem Satz abgetan werden „Hab dich nicht so, das ist ganz normal, da muss jede Frau* durch“.

Die häufigsten Symptome, die auftreten können sind:

  • Dysmenorrhoe
  • Unterbauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Darmsymptome
  • verlängerte und verstärkte Menstruation
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)

Es gibt aber Frauen*, die trotz Endometriose, ihr ganzes Leben lang weitgehend beschwerdefrei bleiben.

 

Was kann getan werden?

Um die Symptome zu lindern, wird oft die Pille verschrieben, wodurch die Betroffenen weniger Beschwerden haben und ein weitgehend normales Leben führen können. Nicht immer, aber oft ist auch eine OP nötig, bei der der Bauchraum aufgemacht wird und die Endometrioseherde sozusagen ausgebrannt werden, damit sie keine Beschwerden machen können. Im aller härtesten Fall oder wenn kein Kinderwunsch mehr besteht, wird auch die gesamte Gebärmutter entfernt. Komplett heilen kann man Endometriose bislang nicht, aber die Symptome und Beschwerden soweit minimieren, dass die Erkrankung keinen negativen Einfluss mehr auf das Leben nimmt.

 

Du bist für deinen Körper verantwortlich

Es ist eine verrückte Krankheit. Ich möchte euch jetzt auf keinen Fall panisch machen, ich will einfach nur aufklären und euch bitten, diese Krankheit im Hinterkopf zu behalten. Das wichtigste ist immer, höre zuerst auf deinen Körper, dann auf alle anderen. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Schmerzen absolut abnormal sind, du nicht mehr zur Schule oder auf Arbeit gehen kannst, weil es dir so schlecht geht, dann lass dich durchchecken. Bestehe darauf. Lass dich nicht mit irgendwelchen Standard-Sätzen abspeisen. Es kann sein, dass du „nur“ normale Schmerzen hast, es kann aber eben auch etwas anderes sein. Nimm deine Beschwerden nicht einfach so hin. Lieber einmal zu viel untersucht, als einmal zu wenig. Du bestimmst über deinen Körper. Du bist für ihn verantwortlich.

 

Das Problem ist nicht nur die Medizin

Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht nur in der Medizin sondern auch in der gesellschaftlichen Tabuisierung des ganzen Themas Menstruation und Frauengesundheit. Würden grad die jungen Mädchen* von Anfang an lernen, offen und frei sich mit ihren Mütten, Schwestern, Freundinnen, ja auch Brüdern und Vätern über das Thema unterhalten zu könnnen und darüber auszutauschen, als ginge es um Schmerzen im Arm, der unter Umständen gebrochen sein könnte, würden vermutlich viel mehr viel eher zum Arzt gehen und auf eine allumfassende Diagnosestellung bestehen und sich nicht damit abtun lassen, dass jeder Schmerzen im Arm hat, dass das normal ist und dass man sich nicht so haben soll. Ihr versteht was ich meine oder? Warum gerade ich die jungen Mädchen* in diesem Beispiel gewählt habe? Weil das die nächste Generation der menstruierenden Frauen* sein wird, die nicht so lange leiden sollte, wie die vorhergehenden Generationen. Redet darüber! Wenn einer anfängt machen es alle nach.

 

Videos

Ich habe euch auch noch ein paar sehr informative Videos rausgesucht zu dem Thema. Für einen schnellen Überblick ist das Video vom Bayerischen Rundfunk gut geeignet:

 

Wer es deutlich ausführlicher mag, der sollte sich diesen Vortrag hier von Dr. med. Robinson Ferrara, Chefarzt am Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kirchheimbolanden, ansehen. Er erklärt das Krankheitsbild sehr gut und formuliert seinen Vortrag, trotz vieler medizinischer Begriffe auch für Laien äußerst verständlich. Wer sehr empfindlich auf OP-Bilder reagiert, sollte sich vielleicht vorsichtig an dieses Video rantasten, er zeigt zwischendurch Fotos von den inneren Organen und Endometrioseherden. Schaut es euch aber trotzdem an, oder hört es euch zumindest an, weil es sehr informativ ist und ich denke, dass sich jede Frau mal intensiv mit dem Thema beschäftigt haben sollte.

 


* Transgender sind an der Stelle natürlich mit einbeschlossen, denn es gibt schließlich auch Menschen, die keine Frauen sind, aber trotzdem menstruieren mit allem was dazugehört!


 

Habt ihr Fragen, Erfahrungen mit der Krankheit oder Anregungen? Schreibt mir in die Kommentare!

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte <3

Blutung ist nicht gleich Blutung – was wir alles wissen sollten

Denken wir an Blut und Frauen, kommen uns meist Regelblutungen oder gar Zwischenblutungen in den Sinn.

Aber woher kommen Zwischenblutungen? Was sind die Gründe dafür? Wie erkenne ich, um welche Art der Blutung es sich handelt? Und was gibt es noch für Blutungen, die bei uns auftreten können, uns aber gar nicht so wirklich aus dem Alltag bekannt sind? Was sind Schmierblutungen, was ist eine Abbruchblutung? Wie erkenne ich, um was es sich im Detail handelt und was steckt genau dahinter?

Maggie von weartheladies.de hat mich gefragt, ob ich nicht genau zu diesem Thema einen Artikel für ihren Blog schreiben könnte, weil ihr aufgefallen ist, dass Leserinnen* bei dem Thema verunsichert sind und noch viel Erklärungsbedarf besteht. Ich habe mich auf Recherche begeben und für Euch die wichtigsten Blutungen zusammengefasst.

weiblicher Torso im Blut

Die Monatsblutung

Die Monatsblutung dürfte allen bekannt sein. Sie ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter, die im Durchschnitt alle 28 Tage stattfindet und ihren Ursprung darin hat, dass Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird, damit sich das heranreifende Ei im Falle einer Befruchtung darin einnisten und zu einem Baby heranwachsen kann. Wenn die Befruchtung nicht stattfindet, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut und kommt als Regelblutung heraus.

Diese Blutung ist nicht zu übersehen. Sie dauert im Schnitt 5-7 Tage, fängt leicht an, steigert sich zur Mitte hin und wird zum Ende der Menstruation wieder weniger. Die Blutung ist meist dunkelrot bis hin zu etwas bräunlich und enthält neben Blut, Stücke der Gebärmutterschleimhaut und Sekrete, die meist gut erkennbar sind. Anhand dieser Eigenschaften ist es ziemlich leicht, die Monatsblutung von Zwischenblutungen zu unterscheiden.

Monatsblutung

Zwischenblutung vs. Schmierblutung

Oft liest man von Zwischenblutung und Schmierblutung zusammen, aber sehr selten wird klar definiert, was denn nun der genauer Unterschied ist, oder ob es sich um ein und dieselbe Blutungsart handelt oder nicht. Jein. Alle Blutungen, die außerhalb der Monatsblutung auftreten, werden als Zusatzblutung oder Zwischenblutung bezeichnet. Und diese wiederum können als Schmierblutung auftreten (was in den meisten Fällen so ist).

Kurz gesagt: die meisten Zwischenblutungen sind Schmierblutungen, aber es kann auch Zwischenblutungen geben, die z.B. stärker ausfallen und andere Farbigkeit und Konsistenz haben und damit nicht mehr unter den Begriff Schmierblutung fallen. Verständlich? Im Zweifelsfall einfach noch mal nachfragen.

Der häufigste Grund für Zwischenblutungen sind hormonelle Störungen.

Regelmäßig auftretende Zwischenblutungen, die einen festen Zeitpunkt im Zyklus haben, werden meist durch einen Östrogenmangel ausgelöst. Unregelmäßig auftretende Zwischenblutungen haben meist organische Ursachen, das heißt, eine Krankheit ist der Grund.

Die Schmierblutung

Von Schmierblutungen, auch Spotting genannt, haben die meisten sicher schon gehört. Aber Schmierblutung ist nicht gleich Schmierblutung. Im Allgemeinen bezeichnet man als Schmierblutung einen bräunlichen eher schleimigen Ausfluss aus der Vagina bei Frauen* im gebärfähigen Alter, der außerhalb der eigentlichen Regelblutung auftritt. Diese Blutung tritt normalerweise nur ganz leicht auf und dauert maximal ein bis drei Tage. Die Gründe für Schmierblutungen sind meistens hormonelle Störungen während des Zyklus. Der Unterschied zwischen der Menstruation und einer Schmierblutung ist der, dass sich während der normalen Regelblutung die Gebärmutterschleimhaut normalerweise komplett löst, was bei der Schmierblutung nicht der Fall ist. Daher auch der Unterschied zwischen Menge, Dauer, Färbung und Konsistenz. Aber was gibt es für verschiedene Schmierblutungen und wie kann ich sie auseinander halten?

Ovulationsblutung

Eine Form der Schmierblutung ist die Ovulationsblutung. Sie kann auftreten, wenn nach dem Eisprung der Östrogenspiegel absinkt und es dadurch zu einer leichten Hormonentzugsblutung kommt.

Eine Ovulationsblutung ist eine leichte Blutung von ein bis drei Tagen und tritt in der Mitte des Zyklus während des Eisprungs auf. Oft ist diese Blutung mit einem leichten Mittelschmerz verbunden.

In der Medizin hat diese Form der Zyklusstörung (auch als Mittelblutung bezeichnet) keinen Krankheitswert. Aber wenn es häufiger bis hin zu regelmäßig auftritt, sollte der Arzt trotzdem konsultiert werden, um abzuklären, dass es nicht noch andere Ursachen hat und sich alles im harmlosen Rahmen befindet.

Gelbkörperschwäche

Der Gelbkörper produziert nach dem Eisprung das Gelbkörperhormon Progesteron, das wichtig ist, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und eine Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Bei einer Gelbkörperschwäche wird zu wenig davon produziert und die Gebärmutterschleimhaut wird mit zu wenigen Nährstoffen versorgt, was dazu führen kann, dass sich eine befruchtete Eizelle entweder gar nicht einnistet oder es im Falle einer Einnistung zu einem frühen Abort kommt. Frauen* mit einer Gelbkörperschwäche haben meist einen unregelmäßigen Zyklus, eine verkürzte zweite Zyklushälfte und Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte.

Eine Gelbkörperschwäche ist ein sehr häufiger Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. Wenn die oben genannten Symptome bestehen und ein Kinderwunsch bisher nicht erfüllt wurde, sollte man auf jeden Fall zum Arzt und sich untersuchen lassen.

Durchbruchblutung

Eine Durchbruchblutung ist eine Schmierblutung während der Verwendung von hormonellen Verhütungsmitteln, wie z.B: der Pille. Diese Blutung tritt außerhalb der üblichen Einnahmepause und der darin stattfindenden Abbruchblutung auf. Die Durchbruchblutung ist eine Sonderform der Abbruchblutung.

Das kommt häufig bei solchen Präparaten vor, die nicht gut auf den eigenen Hormonspiegel abgestimmt sind. Die Blutung kommt dadurch zustande, wenn das Hormonpräparat zuwenig Östrogen liefert oder wenn es sich um ein reines Gestagenpräparat handelt (Minipille). Durch die zu geringe Menge an Hormonen kann die Gebärmutterschleimhaut nicht lang genug aufrecht erhalten werden und des kommt schon vor der Pillenpause zu Blutungen.

Auch bei einem Pillenwechsel kommt es sehr häufig zu Zwischenblutungen, weil der Körper sich erst umstellen und an den neuen Hormonhaushalt gewöhnen muss.

Meistens sind solche Zwischenblutungen harmlos. Sollten sich aber Fieber und Unterleibsschmerzen zu den Schmierblutungen dazu gesellen, dann sollte man sofort zum Arzt gehen. Auch wenn nach einer 4-monatigen Eingewöhnungs- oder Umgewöhnungsphase die Schmierblutungen weiterhin auftreten, sollten mit dem Arzt die Ursachen geklärt und evtl. anderes Präparate ausprobiert werden.

Schmierblutung

Abbruchblutung

Eine Abbruchblutung wird auch eine Hormonentzugsblutung genannt. Sie ist meist etwas kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft als die normale Regelblutung und tritt in der Woche auf, in der die Einnahme der Pille pausiert wird (insofern man eine nimmt, die man nur 21 Tage durch nimmt und dann 7 Tage pausiert).

Durch die Einnahmepause ist im Körper zu wenig Östrogen und Progesteron vorhanden und die bis dahin aufgebaute Gebärmutterschleimhaut kann nicht mehr aufrecht erhalten werden, es kommt zur Abbruchblutung.

Vielen Frauen* denken, sie haben trotz Pille eine „normale“ Regelblutung. Dem ist aber nicht so. Diese „Fake-Regel“ (auch Pseudomenstruation genannt) kommt nur durch den Hormonentzug zustande, der sich einstellt, wenn man die Pille pausiert und hat nichts mit der normalen Menstruation zu tun. Es wird zwar auch Schleimhaut aus der Gebärmutter ausgestoßen, die ist aber nicht mit der zu vergleichen, die in einem natürlichen Zyklus aufgebaut und nach Nicht-Einnistung des Eis abgestoßen wird.

Zu Abbruchblutungen kann es auch kommen, wenn man andere Hormonpräparate verwendet und absetzt, wie z.B. in den Wechseljahren.

Abbruchblutung

Einnistungsblutung

Wenn eine Eizelle erfolgreich befruchtet wurde, dann nistet sich diese in die Gebärmutterschleimhaut ein, wobei Blutgefäße gering verletzt werden können und so eine Blutung auslösen. Die Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung genannt) findet ca. 4-6 Tage nach der Befruchtung statt und kann ein frühes Schwangerschaftsanzeichen sein. Es ist durchaus möglich, dass sie einige Tage anhalten kann. Es gibt aber auch Frauen, bei denen sie gar nicht auftritt oder so schwach ist, dass sie gar nicht wahrgenommen wird (einige Tropfen oder Schlieren)

Um eine Einnistungsblutung von einer Periode zu unterscheiden, muss man auf Farbe und Stärke achten. Die Einnistungsblutung ist heller und rötlicher, nicht schmerzhaft und meist von kurzer Dauer. Sie kann zwar auch einige Tage andauern, dann bleibt sie aber von der Menge her konstant und nimmt nicht zu, wie die Regelblutung. Wer regelmäßig Temperatur misst als natürliche Verhütungsmethode, wird außerdem eine leichte Temperaturerhöhung feststellen können. Die normale Regelblutung kann am Anfang auch hellrot sein, wird aber im Verlauf der Menstruation deutlich stärker und dunkel und bräunlicher.

Zudem ist der Zeitpunkt auch ein gutes Indiz für die Einnistungsblutung. Sie tritt meistens früher (4-6 Tage nach dem Eisprung) auf, als die zu erwartende Regelblutung (14 Tage nach dem Eisprung). Die Zahlen gelten natürlich nur als Durchschnittswerte und wenn man einen regelmäßigen Zyklus hat.

Einnistungsblutung

Kontaktblutung

Eine Kontaktblutung ensteht meisten durch, sagen wir, äußerst rabiaten Geschlechtsverkehr. Bei manchen Positionen oder bei einer doch etwas mächtigeren Penisgröße des Partners kann es dazu kommen, dass Gewebe verletzt wird und blutet. An sich reicht es meistens schon, etwas vorsichtiger und behutsamer beim Sex vorzugehen. Auch bei einer Frauenärztlichen Untersuchung kann es mal zu einer Kontaktblutung kommen. Das Gewebe der Gebärmutter und Scheide neigen schnell mal dazu, zu bluten. Wenn man das Gewebe schont, dann ist die Blutung schnell wieder behoben und sie verschwindet von alleine.

Das Blut ist hierbei hellrot, klar und flüssig und nicht dunkel und zäh fließend wie bei einer Schmierblutung.

An sich ist eine Kontaktblutung harmlos. Sollte sie aber regelmäßig z.B. nach dem Geschlechtsverkehr auftreten oder länger anhalten, das Blut trüb und die Blutung sehr heftig und schmerzhaft sein, dann ab zum Arzt!

 Kontaktblutung

Jede Frau* ist anders

Final ist zu sagen: Jede Frau* ist anders! Jede hat ihren eigenen Körper, ihren eigenen Hormonhaushalt und ihre eigene Sensibilität für Einflüsse auf ihren Hormonhaushalt. Die hier beschriebenen Merkmale, Symptome und Ursachen gelten für den breiten Durchschnitt und treffen auf die meisten Frauen* zu, aber es kann auch sein, dass das bei dir etwas anders ist.

Höre auf deinen Körper!

So oder so gilt: Immer wenn du das leiseste Gefühl hast, irgendwas stimmt in deinem Körper nicht, gehe zum Arzt und lass dich durchchecken. Lieber einmal mehr zum Arzt gegangen, als einmal zu wenig. Mach dich nicht verrückt. Lerne deinen Körper kennen, lerne ihn zu lesen, lerne ihn zu fühlen und lass dich nicht beirren, wenn andere dir sagen, es ist alles ok, du aber ein schlechtes Bauchgefühl hast. Du bist Herrin* deines eigenen Körpers! <3

Du musst nicht wegen jeder kleinen Zwischenblutung zum Frauenarzt, aber wenn diese Symptome auftauchen, solltest du dich auf jeden Fall durchchecken lassen:

  • Mehrere Zwischenblutungen hintereinander
  • häufig auftretende Schmierblutungen
  • Zwischenblutung nach Ende der Wechseljahre
  • Starke oder langanhaltende Blutungen
  • Schmierblutung während der Schwangerschaft
  • Schwächegefühl, Ohnmacht
  • Starke Schmerzen

Wenn ihr noch mehr wissen wollt

Dann schaut doch mal in diese kleine Linksammlung rein. Hier findet ihr einige Referenzseiten, die ich unter anderem für meine Recherchen verwendet habe, die deutlich tiefer in die Materie gehen und euch noch mehr Infos über Details geben können, die den Rahmen dieses Artikels hier gesprengt hätten.


* Transgender sind an der Stelle natürlich mit einbeschlossen, denn es gibt schließlich auch Menschen, die keine Frauen sind, aber trotzdem menstruieren mit allem was dazugehört!

Mit Yoga und Blut ein Statement setzen

Vor Kurzem hat Stephanie Góngora aus Austin, Texas (@casa_colibri) auf Instagram ein Video von sich veröffentlicht, dass für gehörig Wirbel im Internet sorgte. Warum? Weil sie Yoga machte. In weißen Klamotten. Ohne Tampon oder anderen Produkten. Während ihrer Tage. Der größte Alptraum einer jeden Frau im Alltag. Ja. Aber ein riesen Statement im Internet! Warum sie das gemacht hat? Um gegen die Stigmatisierung der Menstruation aufzustehen! Sie schrieb zu dem Video:

I am a woman, therefore, I bleed. It’s messy, it’s painful, it’s terrible, & it’s beautiful. And yet, you wouldn’t know. Because I hide it.

 

Blut und Öffentlichkeit

Und wo sie recht hat, hat sie recht. Man sieht die Menstruation so gut wie nie als Außenstehender. Wir Frauen* wurden dazu erzogen, bloß niemals irgendwo irgendwas durchscheinen lassen, was unsere Umwelt auch nur im Geringsten auf die Idee bringen könnte, dass wir Blut zwischen unseren Beinen haben könnten. Wie könnte man das Tabu, die Heimlichtuerei, die Scham, die Stigmatisierungen besser durchbrechen, als das Unsichtbare mal sichtbar zu machen? Ich rufe jetzt nicht dazu auf, dass alle menstruierende Frauen dieser Welt mit weißer Hose und ohne irgendeinen „Auslaufschutz“ auf die Straße gehen und die Bürgersteige voll bluten sollen. Auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn die einen oder anderen sich dazu berufen fühlen sollten. Mir geht es um den Grundsatz bei der Ganzen Sachen. Das „In-die-Öffentlichkeit-Bringen“, das dazu führt, dass man endlich mal drüber redet. Klar, für viele ist das Video sehr schockierend, ein nie zuvor gekannter Anblick, aber deswegen umso wichtiger, dass sich konstruktive Diskussionen rund um die Tabuisierung und Stigmatisierung der Menstruation entwickeln und die Menschen sich einfach grundlegend mit dem Thema auseinandersetzen. Dass die breite Masse der Gesellschaft auf dieses Thema gestoßen wird, auch wenn es für viele im ersten Moment unangenehm ist. Aber wer sich nicht mit den (vermeintlich) unangenehmen Dingen des Lebens auseinandersetzt, der wird sich nie weiterentwickeln. Wenn sich eine Gesellschaft nicht mit den ihr unangenehmen Dingen auseinandersetzt, wird sie sich auch nicht weiterentwickeln. Stillstand ist Tod, ist meine Devise.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der es kein Problem mehr ist, wenn man irgendwo mal einen Blutfleck sieht. Eine Gesellschaft, in der sich keiner mehr darum schert, ob eine Yogi Blut zwischen ihren Beinen hat, während sie diese Übungen macht. Eine Gesellschaft, wo alle einfach eine tiefe Grundentspanntheit gegenüber dem Thema Menstruation haben und sich nicht mehr über alle möglichen Dinge aufregen. Eine Gesellschaft, in der das Blut zwischen unseren Beinen, die normalste Sache der Welt ist.

Chillt mal, ich menstruiere nur.

I am a woman, therefore, I bleed. . It’s messy, it’s painful, it’s terrible, & it’s beautiful. . And yet, you wouldn’t know. Because I hide it. . I bury things at the bottom of the trash. I breathe, ragged and awkward through the cramps, all the while holding onto this tight lipped, painted on smile. . Tampons? What are those. We don’t say those words out loud. Hide them. In the back pocket of your purse, in the corner of the bathroom drawer, at the very bottom of your shopping cart (please let me get a female cashier). . Events or engagements get missed. I’ll tell myself it’s the PMS, sure, but it has more to with the risk of being „caught,“ at what…I’m not quite sure. . And I’m lucky. . Over 100 million young women around the globe miss school or work for lack of adequate menstrual supplies, & fear of what might happen if the world witnesses A NATURAL BODILY FUNCTION. . WHY? . Because hundreds of years of culture have made us embarrassed to bleed. Have left us feeling dirty and ashamed. . STOP PRETENDING. Stop using silly pet names like Aunt Flo because you’re too afraid to say „I’m bleeding“ or „vagina.“ Stop wasting so much effort hiding the very thing that gives this species continuity. . START talking about it. Educate your daughters. Make them understand that it can be both an inconvenience and a gift, but NEVER something to be ashamed about. Educate your sons so they don’t recoil from the word tampon. So when a girl bleeds through her khaki shorts in third period (pun intended), they don’t perpetuate the cycle of shame and intolerance. . This #StartSomethingSunday , I want to highlight @corawomen . . Cora Women is a 100% Organic tampon company. . But that’s not all. They are also breaking barriers. Making it ok to talk about periods, even on social media. Providing personalized, delivered tampon/pad orders right to your door. AND for every box purchased, donating a box of sustainable pads to girls who can’t afford menstruation products. . Fuck yeah. That’s the kind of stuff I can galvanize behind, no money or even product needed. Just a mission I support on a topic we should ALL be talking about. . More ⬇️

Ein Beitrag geteilt von Steph Gongora (@casa_colibri) am

 


Wie findet ihr das Video von ihr? Wie steht ihr zu Blut in der Öffentlichkeit? Schreibt mir eure Meinungen in die Kommentare!


*Transgender Menschen sollen sich bitte an dieser Stelle nicht ausgeschlossen fühlen! <3


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Woher kommt eigentlich das Wort Tampon?

Für den Großteil für uns, ist das Wort „Tampon“ ein völlig normales alltägliches Wort, mit dem wir groß geworden sind und es nie hinterfragt haben.

Aber als ich letztens im Gespräch mit einer Freundin war, fragte sie mich aus der Kalten heraus: „Sag mal, weißt du, als Die Menstruationsbeauftragte, eigentlich, woher das Wort Tampon überhaupt kommt?“ Nö, aber ich liebe solche Recherchen, also habe ich mich hingesetzt und mich auf die Suche nach der Antwort gemacht. Sich ein bisschen weiterbilden, hat noch nie geschadet.

Das habe ich herausgefunden:

Das Wort Tampon kommt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Pfropfen, Ballen, Wattebausch“ und soll in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ins Deutsche übernommen worden sein. Tampon ist die nasalierte  Form von dem ebenfalls französischen Wort tapon,das dem Germanischen entstammt und so viel wie „Klumpen, zusammengeknüllter Ballen, Stück Leinwand zum Ausbessern der Segel“ bedeutet. Infrage kommen außerdem das altfränkische Wort *tappo, das gothische Wort *tappe und das althochdeutsche zhapo, die auf „Zapfen“ zurückgehen. Und das Verb „taper“ im Französischen bedeutet „mit Pfropfen verschließen“ übersetzt.

Gefunden auf wissen.de und wiktionary.com

Übrigens gibt es das Verb „tamponieren“ im Deutschen. Was so viel heißt, wie:

„etwas mit einem Bausch aus Watte, Mull oder dergleichen ausstopfen, zum Zwecke des Aufsaugens von Flüssigkeiten“ – wiktionary.com

Schön merken für die nächste Scrabble-Partie!

 

Nicht alles, was Tampon heißt, hat mit Menstruation zu tun

Im deutschen Sprachgebrauch ist aber der Tampon, der zum Auffangen des Menstruationsblutes verwendet wird zwar der geläufigste, aber nicht der einzige.

Kennt ihr z.B. diese Wattebauschstäbchen, die euch der Zahnarzt zwischen Wange,Zähne und Zunge klemmt? Das sind auch Tampons, sogenannte medizinische Tampons. Die Definition von wiktionary.com dazu:

„gepresster Watte- oder Mullbausch zur Aufnahme von Flüssigkeiten (zum Beispiel bei der Zahnbehandlung), zur Stillung von Blutungen oder zum Zuführen von Arzneistoffen“

Außerdem gibt es den Tampondruck. Wirklich. Ich hatte das in meiner Ausbildung. Früher. Es mag im ersten Moment vermutlich äußerst seltsam klingen, wenn man noch nie damit zu tun hatte und ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere sich vorstellt, wie er Tampons mit Farbe beschmiert und ein Blatt Papier vor sich damit bedruckt, aber nein, es ist etwas anderes. coates.de fasst sehr schön zusammen, was es damit auf sich hat:

Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren zur Bedruckung von Körpern (fast) beliebiger Form und Materials.

Da es recht komplex und für Fachfremde verwirrend sein kann, wie es funktioniert, werde ich den genauen Hergang des Tampondrucks hier jetzt nicht schriftlich ausführen, aber damit ihr euch eine ungefähre Vorstellung davon machen könnt, habe ich euch dieses Video rausgesucht:

 


So. Haben wir wieder was gelernt. Wusstet ihr das alles schon? Was war euch neu? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Was wollt ihr sonst noch so wissen? Schreibt mir in die Kommentare!


XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Ihr könnt jetzt „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ kaufen!

Nachdem ich so viel positive Resonanz auf meine Zeichnung „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ bekommen habe und einige Anfragen, ob man das nicht auch auf Shirts und Ähnlichem haben könnte, habe ich mich heute rangesetzt und meinen Society6-Shop bearbeitet.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Ab heute könnt ihr die Illustration auf diverse Dinge gedruckt bei mir kaufen. Ob Tasche, Kissen, Shirts, Postkarten, Duschvorhänge, Kaffeebecher oder Laptophüllen, für jeden ist etwas dabei. Schaut euch um, unterstützt mich und mein Projekt und setzt ein Statement in der Öffentlichkeit! Nur gemeinsam können wir etwas verändern! Traut euch! <3

Mit Klick auf die Bilder kommt ihr direkt auf die jeweiligen Produkte im Shop.

Make Periods Great Again Tasche

„Make Periods Great Again“ Tasche

Make Periods Great Again Tanktop

„Make Periods Great Again“ Tanktop

Make Periods Great Again Kissen

„Make Periods Great Again“ Kissen

Make Periods Great Again Tasche

„Make Periods Great Again“ Täschchen

Make Periods Great Again Uhr

„Make Periods Great Again“ Uhr

Make Periods Great Again Shirt Männer

„Make Periods Great Again“ Männer Shirt

Make Periods Great Again Duschvorhang

„Make Periods Great Again“ Duschvorhang

Make Periods Great Again iPhone Case

„Make Periods Great Again“ iPhone Hülle

Make Periods Great Again Tasse

„Make Periods Great Again“ Tasse

Make Periods Great Again Wall Tapestry

„Make Periods Great Again“ Wandbehang

Und noch viel Mehr!


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

 

 

Make periods great again. Mürtze

#Zeitgeschehen: Trump und die Frauen – Women’s March on Washington

Trump ist nun offiziell Präsident der Vereinigten Staaten.  Niemand hat es kommen sehen. Oder sagen wir lieber, niemand wollte es kommen sehen. Ich auch nicht. Ich war schockiert. Aber jetzt ist es so weit, nach einer nicht enden wollenden Kette an Hasstiraden und Beleidigung gegen alle möglichen Untergruppierungsmöglichkeiten der westlichen Gesellschaf,t steht er da, mit seiner Föhnfrisur und man möchte nicht wissen, was sein sonnenstudiogebräunter Kopf  schon wieder ausheckt.

Women’s March on Washington

Viele haben schon gegen ihn aufbegehrt und noch mehr werden es tun. Am 21.01.2017 wird in Washington der „Women’s March on Washington“ stattfinden. Der Tag, der Trumps offizieller erster Amtstag ist. Es ist ein Protestmarsch für Frauen- und Menschenrechte. Es werden viele Solidaritätsmärsche in anderen Städten und Ländern stattfinden. Auch hier in Deutschland.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump. Meine Unterstützung für die Amerikanischen Frauen.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump. Meine Unterstützung für die Amerikanischen Frauen.

Die Organisatorinnen betonen, dass es bei dem March nicht gegen Trump gehe, aber gegen Menschenrechtsverletzungen aller Art. Was ja im Prinzip heißt, gegen gefühlte 90% von dem, was Trump während des Wahlkampfes von sich gegeben hat.

„The march is not designed to be an anti-Trump rally, organizers said. But, the event — first suggested by a grandmother in Hawaii — is a response to many of the comments about women, minorities and other groups that made headlines during the presidential campaigns.“ – www.nj.com

Auf ihrer Website schreiben die Organisatoren:

„OUR MISSION

The rhetoric of the past election cycle has insulted, demonized, and threatened many of us – immigrants of all statuses, Muslims and those of diverse religious faiths, people who identify as LGBTQIA, Native people, Black and Brown people, people with disabilities, survivors of sexual assault – and our communities are hurting and scared. We are confronted with the question of how to move forward in the face of national and international concern and fear.

In the spirit of democracy and honoring the champions of human rights, dignity, and justice who have come before us, we join in diversity to show our presence in numbers too great to ignore. The Women’s March on Washington will send a bold message to our new government on their first day in office, and to the world that women’s rights are human rights. We stand together, recognizing that defending the most marginalized among us is defending all of us.

We support the advocacy and resistance movements that reflect our multiple and intersecting identities. We call on all defenders of human rights to join us. This march is the first step towards unifying our communities, grounded in new relationships, to create change from the grassroots level up. We will not rest until women have parity and equity at all levels of leadership in society. We work peacefully while recognizing there is no true peace without justice and equity for all.

HEAR OUR VOICE.“ – www.womensmarch.com

Meiner Meinung nach eine super Aktion, die, auch für mich, obwohl ich quasi am anderen Ende der Welt lebe, absolut unterstützenswert ist. Wenn ihr noch mehr Informationen wollt, hier hab ich für euch die wichtigsten Links zu der Veranstaltung aufgelistet:

 

Uprise/Angry Women

Die Frauen in Amerika gehen nicht nur auf die Straße, um ein Statement zu setzen, sie machen auch Kunst und organisieren Ausstellungen.

„Um ein Zeichen gegen Trump zu setzen, startete Cesarine gemeinsam mit der Gleichberechtigungsorganisation Era Coalition einen Aufruf: Sie bat um politische Werke zeitgenössischer Künstlerinnen, um sie in ihrer Galerie in New York zu zeigen. „Wir haben eine unglaubliche Rückmeldung von Künstlerinnen aus dem ganzen Land erhalten“, sagt Cesarine. Mehr als 800 Einsendungen von mehr als 400 Frauen kamen zusammen.“ – ze.tt

 

Laura Murray – Plug It Up / UPRISE / ANGRY WOMEN Exhibit artwork, The Untitled Space Gallery, New York

Laura Murray – Plug It Up / UPRISE / ANGRY WOMEN Exhibit artwork, The Untitled Space Gallery, New York

 

Dieses Bild von Laura Murray ist eines der ausgestellten Bilder und hat mich dazu inspiriert, eine Antwort darauf zu verfassen. Eine Antwort in Form einer eigenen Illustration, als Zeichen meiner Unterstützung all der Frauen in Amerika, die für all das einstehen, was so wichtig und elementar ist in unserer Gesellschaft und doch von so vielen größenwahnsinnigen egozentrischen Arschlöchern immer wieder mit Füßen getreten wird. Lasst uns gemeinsam für mehr Respekt, Anerkennung und Freiheit einstehen, dass diese verschissene Gesellschaft – nach wievielen tausend Jahren? – endlich mal lernt, so miteinander umzugehen, wie es jeder einzelne von uns verdient!

Meine Arbeit als Die Menstruationsbeauftragte ist nur ein winziger Teil in dem großen Gefüge dieser Welt, nur eine von vielen Frauen, die sich für Gleichberechtigung, Offenheit und Toleranz einsetzen. Aber ich tue meine Arbeit mit Leidenschaft und das sollte jede und jeder von uns tun. Lasst uns die Welt verändern, jeder kann dazu einen kleinen Teil beitragen!

Meine Antwort ist dieses Bild. Es soll nicht zu Gewalt aufrufen, sondern zum Umdenken. Ich könnte jetzt so viele Gedanken zu der interpretatorischen Vielschichtigkeit dieses Bildes schreiben, Gedanken, die ich selber habe, Gedanken, die andere bei dem Anblick dieses Bildes haben könnten, aber ich möchte euch dazu auffordern, einfach selbst euch mit diesem Bild auseinanderzusetzen.

Periods. Not War. - Meine Antwort auf Laura Murrays Bild

Periods. Not War. – Meine Antwort auf Laura Murrays Bild

 


XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

 

Tipps & Tricks zum Reinigen von Menstruationstassen

Wenn ihr schon immer wissen wolltet, was ein Schneebesen mit einer Menstruationstasse zu tun hat oder zumindest, welche Kniffe euch helfen, eure Tasse richtig zu reinigen und ihr ein langes Leben zu ermöglichen, dann seit ihr hier genau richtig!

Bevor du deine Menstruationstasse zum ersten Mal verwendest, ist es absolut wichtig, dass du sie vorher reinigst und desinfizierst!

Auch in der weiteren Verwendung solltest du sie auf jeden Fall zwischen jedem Zyklus gründlich auskochen und sauber und trocken lagern, damit sie dir lange erhalten bleibt und nicht zu einer Keimschleuder wird.

 


Zwischen deinen Tagen


Desinfektionsmittel

Zum Desinfizieren kannst du ganz klassisch Desinfektionsmittel nehmen, musst du aber nicht. Danach die Tasse noch mal mit klarem Wasser abspülen, um eine Reizung der Scheidenschleimhäute vorzubeugen.

Auskochen

topfDas Auskochen der Menstruationstasse ist das A und O für die Sterilisation dieser. Entweder ihr macht das in einem ganz normalen Kochtopf oder in einem speziellem Sterilisationsbecher in der Mikrowelle, der euch bei der Bestellung der Tasse mitgeliefert wurde (oder den man oft auch nachbestellen kann).

Wasser im Topf zum Kochen bringen, Tasse rein tun, Deckel drauf und 5-10 Minuten kochen lassen. Es ist nicht nötig sich einen extra Kochtopf nur dafür anzuschaffen. Weder die Tasse noch das Auskochen ist eklig und wird für immer euer Geschirr kontaminieren mit was auch immer ihr euch ausdenkt. Und allein schon, dass ihr die Tasse ja sterilisiert, indem ihr sie auskocht, ist doch Logik genug, dass alles sauber und hygienisch bleibt, auch im Topf.

Für die Mikrowelle die Tasse einfach in den dafür vorgesehenen Sterilisationisbecher legen, diese mit Wasser bedecken, Gefäß verschließen und sie für 2-3 Minuten bei 1000 Watt (oder je nach Anleitung) in die Mikrowelle stellen.

Oder die Tasse in eine „normale“ Tasse legen, sie mit Wasser bedecken und für 5 Minuten bei 800 Watt in die Mikrowelle stellen.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Tasse in eine Schüssel zu legen, sie mit kochendem Wasser zu übergießen und mindestens für 3-5 Minuten stehen zu lassen.

Ihr könnt natürlich auch einen Dampfsterilisator verwenden, oder den Thermomix, insofern ihr einen habt.

Essig

essigGerade wenn ihr in Regionen lebt, in denen das Wasser sehr kalkhaltig ist, empfiehlt es sich, einen kleinen Schuss (Obst-)Essig mit ins Kochwasser zu geben, um eine Kalkablagerung zu vermeiden. Wichtig ist es, wirklich nur wenig Essig mit hinzuzugeben, damit das Material der Tasse nicht angegriffen wird.

Schneebesen

schneebesenWenn ihr eure Menstruationstasse in einem Topf auskocht, müsst ihr drauf achten, dass sie dabei nicht den Boden berührt und „anbrennt“. Um dem vorzubeugen, könnt ihr eure Tasse in einen Schneebesen klemmen, den ihr den Topf legt.

Reinigungsmittel

Wenn ihr unbedingt ein Reinigungsmittel verwenden wollt, dann nehmt nur ein ganz sanftes bzw. am besten ein, dass von den Menstruationstassenherstellern auch mit angeboten wird. Dann seid ihr auf der sicheren Seite, dass es weder euch, noch eurer Tasse schadet. Seifenreste immer gründlich entfernen! Aber eigentlich reicht das Auskochen völlig aus.

Sterilisationstabletten

miltonEinige Frauen verwenden Milton-Tabletten, um die Tasse zu reinigen und zu entfärben. Bei der Verwendung solcher Tabletten immer genau auf die Gebrauchsanweisung achten und lieber vorher noch mal googeln, ob sich die eigene Tasse mit den Tabletten verträgt, oder ihr im schlimmsten Fall danach eine neue kaufen müsst, weil die Tabletten die Tasse total zerfressen haben.

Spülmaschine

Lass es lieber! Die Reinigungsmittel in der Spülmaschine sind viel zu aggressiv und würden dir und deiner Tasse keinen Gefallen tun.

Verfärbung

Wenn sich deine Tasse mit der Zeit ein wenig verfärbt (was gerade bei den „weißen“ Tasse etwas völlig Normales und nichts Schlimmes oder Unhygienisches ist), dann kannst du sie einfach in etwas Essig oder Zitrone eingelegt in die Sonne legen, damit sie etwas ausbleicht, aber ganz ehrlich, wer sieht schon die Tasse, wenn du sie trägst? Eben. Es ist doch letztendlich total egal.

Wahlweise sollen auch Wasserstoffperoxid-Lösung 3% oder Reinigungstabletten von Milton funktionieren.

Löcherreinigung

Meistens werden die Löcher spätestens beim Auskochen sauber. Falls nicht, könnt ihr Wasser in die Tasse geben, mit einer Hand den Öffnung oben verschließen, die Tasse umdrehen und mit der anderen Hand die Tasse runterdrücken, so, dass das Wasser in der Tasse sich durch die Löcher drücken muss und diese damit sauber werden.

Du kannst auch Interdental-Bürstchen oder Zahnstocher verwenden. Einige Hersteller bieten auch extra Bürstchen für ihre Menstruationstassen zum Reinigen in ihren Shops an.

Aufbewahrung

beutelDie meisten Tassen werden in einem kleinen Stoffsäckchen geliefert, das dazu da ist, dass man die Menstruationstasse zwischen den Tagen darin lagern kann. Es empfiehlt sich dieses Säckchen zu verwenden, da es aus atmungsaktivem Material besteht und somit vorbeugt, dass sich Bakterien auf der Tasse sammeln, was in einem luftdichten Behälter passieren könnte.

 


Während deiner Tage


Hände

Vor dem Einsetzen und dem Entfernen solltest du immer deiner Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen, damit sie sauber sind, wenn du dann „untenrum“ rumhantierst.

Wasser

wasserEs reicht völlig aus, wenn du zwischen Ausleeren und Wiederseinsetzen der Tasse diese mit Wasser ab- und ausspülst. Am besten man verwendet kaltes Wasser, viele Frauen haben davon berichtet, dass die Tasse durch das kalte Wasser beim Einführen besser aufploppt, außerdem lässt sich mit kaltem Wasser das Blut besser entfernen und Verfärbungen damit vorbeugen. Manche raten danach noch mal mit heißem Wasser abzuspülen. Aber probiert einfach selbst aus, wie es für euch am besten funktioniert.

Wenn du kein Waschbecken für diese Prozedur zur Hand haben solltest, dann nimm dir am besten immer eine kleine Flasche mit Wasser mit, wenn du deine Tage hast, mit der du deine Tasse über der Kloschüssel kurz ausspülen kannst.

Reinigungstücher

tuecherManche Hersteller bieten auch extra Reinigungstücher für die Menstruationstassen an. Wenn man sich damit sicher fühlt, einfach mal auf die Herstellerseite gehen und schauen. Ich würde davon abraten andere Reinigungstücher zu verwenden, als die, die auch extra dafür konzipiert wurden, um Schleimhautreizungen bei einem selbst und Materialschäden an der Tasse zu vermeiden.

Klopapier

klopapierUnd wenn du gerade gar nichts anderes zur Hand haben solltest, dann tut es auch Klopapier. Einfach damit kurz die Tasse auswischen und dann wieder einführen. Ich weiß, im ersten Moment mag einem das unter Umständen eklig vorkommen oder gar unhygienisch, aber ganz ehrlich, das Blut, dass da an eurer Tasse klebt kommt aus euch heraus, also wird es auch nicht schlimm sein für euren Körper, wenn ein winzig kleiner Teil davon wieder reinkommt. Ihr wisst schon wie ich das meine. Ihr werdet nicht an eurer eigenen Körperflüssigkeit sterben.

Toilettenspülwasser

Das könnt ihr in der Not übrigens auch verwenden. Es kommt ja nichts anderes als Leitungswasser aus dem Spülkasten. Also auch kein Unterschied zum Wasserhahn.

Urin

spritzerJep, ihr habt richtig gelesen. Urin. Ihr könnt einfach über eure Tasse pinkeln, um sie zu reinigen, denn Urin ist steril.

Zweittasse

tasseWenn du dich mit all den Möglichkeiten zu unwohl fühlst, die ich bis jetzt aufgeführt habe, dann leg dir einfach eine zweite Tasse zu, die du zum Wechseln immer mit dabei hast. Je nachdem wie stark deine Blutungen sind und wie oft du dementsprechend wechseln musst, könnten zwei Tassen reichen, um über den Tag zu kommen. Aber das muss jede Frau für sich selbst herausfinden. Ich komme super mit einer Tasse klar.

 


Hat dieser Artikel euch geholfen? Habt ihr noch Tipps und Tricks, Fragen, Anregungen, Erfahrungsberichte, die ihr mir unbedingt mitteilen wollt? Dann schreibt mir in die Kommentare!


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

#Gedankenfluss zum Sonntag – Bier, Menstruation & Männer

Ich hatte gestern einen wunderbaren Abend mit meinem Freund und einem sehr guten Freund von uns. Einer dieser Abende, an denen das Bier fließt und die intellektuellen Höhenflüge Rekordhöhen erreichen. Ok, das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber kennt ihr diese Euphorie, die euch ergreift, wenn ihr das Gefühl während eines Gespräches habt, dass genau dieses Gespräch, dass ihr gerade führt, so unglaublich wichtig und gehaltvoll ist, dass ihr es am liebsten aufgenommen hättet, um es so für die Nachwelt zu erhalten? Nein? Auch nicht so schlimm. Aber so ging es mir gestern in meiner bierseeligen Euphorie. Ich wusste gestern schon, dass ich all die wichtigen Dinge, die gesagt und gedacht wurden, nicht in den nächsten Tag mit nehmen werden kann, weil sie einfach in meinem angekartertem Hirn versickern werden.

Und jetzt sitze ich hier und versuche diese Wichtigkeit wieder hervorzuholen. Aber es vermag mir gerade nicht gelingen. Aber vielleicht ist das jetzt, heute, auch gar nicht so wichtig. Vielleicht wird dieses Gespräch ein andermal wieder in mir hochkommen und ich es niederschreiben können. Vielleicht ist heute einfach nur wichtig, dass ich voller Dankbarkeit bin, dass ich so tolle Menschen kenne, mit denen ich über alles reden kann, vor allem im Moment auch über mein Projekt hier.

Ich frage mich gerade, wie selbstverständlich es ist, mit seinem Freund und mit den gemeinsamen Freunden über so ein Thema reden zu können. Ist es ein Privileg für mich, solche Menschen um mich haben zu dürfen? Ja, klar. Die Frage ist vielleicht falsch gestellt.

Ich glaube, die Frage, die mich eher umtreibt, ist, was ist die Realtität, bzw. was ist nur meine Wahrnehmung? Ich frage mich immer wieder, ob ich mit der Ansicht, dass die Menstruation immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist, richtig liege. Ich bin in meinen Erfahrungen und meinen Beobachtungen so zwiegespalten. Inzwischen bin ich mir absolut sicher, dass es ein Thema ist, bei dem noch viel getan werden muss, gerade gesellschaftlich! Aber trotzdem lasse ich mich immer wieder verunsichern. Vielleicht ist das aber auch nicht die richtige Formulierung. Ich würde eher sagen, ich bleibe offen. Ich hinterfrage immer wieder mich selbst, die Gesellschaft, andere. Ich bleibe offen für Meinungsänderung. Und ich bleibe offen für die Realität und Wahrnehmung anderer. Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt, kein Leben ist gleich, keine Wahrnehmung ist gleich, keine Aneinanderreihung von Lebenserfahrungen ist gleich. Das sollte man nie vergessen. Was für die einen noch ein Problem ist, gab’s für den anderen nie, hat nie existiert. Nur weil ich damit aufgewachsen bin, dass man um alles was „untenrum“ ist, mit den Eltern nicht spricht,  nicht mal wirklich mit der eigenen Mutter, heißt das nicht, dass es bei allen anderen auch so war bzw, ist. Und nur weil ich mich inzwischen in einem Freundeskreis bewege, in dem man über ALLES so offen und unverblümt reden kann, wie man es selbst will, heißt das nicht, dass diese Offenheit und Toleranz auch überall anders in unserer Gesellschaft herrscht. Es wird immer Themen geben, die für den einen extrem wichtig sind, worüber andere nur die Schultern zucken, weil man es einfach ganz anders erlebt hat. Es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch. Es ist vielschichtiger, komplexer.

Aber um auf den gestrigen Abend zurückzukommen, ich glaube das, was mich auch so fasziniert hat an dem Gespräch gestern, war, dass unser Freund K. einfach offen war. Er hat sich mit mir, meiner Meinung, meinen Gedanken auseinandergesetzt. Er, als Mann, hat ernsthaft versucht, sich in mein Denken, mein Fühlen und meine Erfahrungen als Frau hineinzuversetzen. Ein Teil von dem Gespräch gestern war unter anderem, wie es sich anfühlt seine Tage zu haben, Krämpfe zu haben, wie es ist, die Pille zu nehmen, seinen Körper mit künstlichen Hormonen vollzustopfen und unter den Nebenwirkungen zu leiden, wie es ist, sich eine Kupferspirale einsetzen zu lassen und was für Schmerzen man deswegen aushalten muss, und meine Wut darüber, eine Frau zu sein in solchen Momenten. Warum ich, nur weil ich eine Frau bin, diese Scheiße ertragen und auf mich nehmen muss. Meine Wut darüber, dass ich mich darum kümmern muss, zu verhüten, die Wut darüber, dass Testreihen für die Pille für den Mann deswegen abgebrochen wurden, weil die Männer mit den Stimmungsschwankungen nicht klar kamen. Mit Stimmungsschwankungen!!! Ich glaube ich muss mal eben in den Keller gehen zu lachen. Dafür habe ich nicht mehr als einen feuchten Furz übrig. Ok, ich schreibe mich grad in Rage. Diese Wut und Frustration ist in mir. Und ich habe K. gestern auch gesagt, dass ich mir als Frau an der Stelle einfach nur wünsche, dass wir, die wir menstruieren und Kinder bekommen (können), einfach mehr wertgeschätzt und verstanden fühlen wollen. Dass der nicht-menstruierende Teil der Bevölkerung sich einfach mal mehr mit uns auseinandersetzt, damit, was in uns vorgeht, was mit uns passiert, wie es sich anfühlt (soweit man es nachempfinden kann), einfach, was es bedeutet, einen weiblichen Körper zu haben. Dass man einfach aufhört, nur dumme Sprüche zu klopfen und unseren körperlichen Alltag abwertet. Ach habt euch nicht so, die bisschen Bauchschmerzen. Hm ja ist klar. Wer es wagt, in meiner Gegenwart nochmal „Hat die Alte wieder ihre Tage“-Sprüche zu bringen, den prügel ich so lange mit einem Tampon nieder, bis er blutet. Eigentlich sollten solche Flachwichser mal an diese netten Schmerzsimulierungsmaschinen angeschlossen werden, von denen es so  nette Videos auf Youtube gibt. Dann reden wir gerne weiter.

Ich denke, dass es für alle Beteiligte grundsätzlich nur förderlich wäre, wenn sich alle Geschlechter einfach mal mehr miteinander auseinandersetzen würden. Und damit meine ich nicht nur Mann und Frau, sondern auch alles was dazwischen ist. Ja das gibt es und das sollten wir nicht vergessen. Auch wenn ich oft nur von Frauen schreibe, heißt das nicht, dass ich alle anderen, die keine Frauen sind und trotzdem menstruieren, ausschließe. Überhaupt nicht! Wenn ich so schreibe, wie ich schreibe, dann liegt das meistens nur daran, dass ich eben aus meiner Perspektive schreibe. Und ich bin nun mal eine Frau und ich fühle mich auch als Frau. Also fühlt euch bitte nicht vernachlässigt oder angegriffen, wenn ich mich nicht immer korrekt gendergerecht ausdrücke. Mir fehlt darin auch leider etwas Übung.

Um noch mal auf das Eigentliche zurückzukommen: Wir sollten einfach alle mehr Offenheit und Interesse an unserem Gegenüber praktizieren und uns nicht in eine völlig egozentrische aus oberflächlichen Klischeebausteinen aufgebaute Welt verkriechen, weil es unter Umständen leichter sein könnte, so zu leben. Einfach mehr Respekt und Liebe und Offenheit und Toleranz und Unterstützung! So wie K. gestern. Auch wenn er natürlich an seine Grenzen gestoßen ist im Nachvollziehen meiner Ausführungen über das „Frau-Sein“. Es gibt nun mal eine biologische Grenze. Aber bis dahin kann man es doch wenigstens versuchen. Solche Gespräche wie gestern sollten völlig selbstverständlich sein! Auf der ganzen Welt. Ich weiß, das ist groß geträumt und wird vermutlich nie eintreten, aber versuchen kann man es doch wenigstens mal. Oder nicht?

 


Alle Schreib- und Kommafehler dürft ihr gern behalten, ich bin grad zu sehr im Sonntagschillblues, um alles finden zu können. 😉


 

XOXO

Eure Mentstruationsbeauftragte

<3

Warum Ruby Cup 2016 die Welt ein Stückchen besser gemacht hat und was ich damit zu habe

Und mal wieder ist es so weit. Ein altes Jahr ist vorbei und ein neues hat begonnen. Das ist oft der Moment, in dem man mal Bilanz zieht. Wieviel Geld ist noch auf dem Konto? Wieviel habe ich letztes Jahr abgenommen (wahlweise auch zugenommen)? Welche Gewohnheiten sollte ich lieber im alten Jahr lassen? Wie wenig Sport habe ich gemacht? Wieviel Schokolade gegessen? Und so weiter und so fort.

Ruby Cup

Was nicht jeder macht, ist auszurechnen, wieviel Tamponmüll er gespart hat. Doch genau das hat Ruby Cup getan. Wer Ruby Cup noch nicht kennt, der sollte mal auf deren Website vorbeischauen. Ruby Cup ist ein soziales Unternehmen, dass 2011 in Dänemark gegründet wurde, Menstruationstassen herstellt und verkauft. Zudem arbeiten sie mit einigen Partnerorganisationen zusammen und helfen Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern.

Sie selbst schreiben auf ihrer Website:

„Weltweit ist Menstruation immer noch ein Tabu. In manchen Regionen ist es so wirkmächtig, dass Frauen vom gesellschaftlichen Alltag ausgeschlossen werden. Viele Frauen und Mädchen können sich Hygieneprodukte zudem nicht leisten. Mädchen bleiben in Folge dessen häufig der Schule fern. […] Wir arbeiten nach dem Prinzip “Buy One, Give One”. Wer einen Cup über den Onlineshop kauft, spendet einen an ein Mädchen in Afrika. Wir verteilen die Ruby Cups dort in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, momentan vor allem in Kenia.“

Klingt gut? Ist es auch. Wollt ihr noch mehr Details über Ruby Cup erfahren, dann schaut doch mal hier vorbei.

Ruby Cup hat zum Jahresende 2016 ausgerechnet, wieviel Tamponmüll durch den Verkauf ihrer Tasse im gesamten Jahr 2016 gespart wurde. Sage und schreibe 1.093,43 Tonnen!

1.093,43 Tonnen Tamponmüll

1093,43 Tonnen Tamponmüll

Und Hier komme ich ins Spiel

Sie haben mich angefragt, ob ich nicht ein paar Illustrationen für sie machen und die Zahlen visuell hübsch aufbereiten möchte. Und natürlich habe ich zugesagt. Und nun, heute, am 3.1.17, ist es soweit. Der Newsletter mit den Zahlen und meinen Illustrationen ist abgeschickt!

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass Ruby Cup mich angefragt hat und dass ich ein Teil davon sein kann, der Welt und uns Frauen etwas Gutes zu tun.

Dass man enorm an Müll sparen und der Umwelt etwas Gutes tun kann mit der Nutzung von Menstruationstassen, ist nur einer von vielen Vorteilen dieses alternativen Monatshygieneprodukte. Wollt ihr mehr über die Menstassen erfahren, dann schaut mal auf meinem Blogbeitrag zum Thema „WAS SIND EIGENTLICH DIESE MENSTRUATIONSTASSEN UND WAS KÖNNEN DIE ÜBERHAUPT?“

 

Meine Illustrationen

Durch den Verkauf von Ruby Cup Menstruationstassen wurden letztes Jahr 1,093.43 Tonnen Tamponmüll gespart!
Das ist equivalent zu:
  • ca 546 Autos
  • 5,5 ausgewachsene Blauwale oder
  • ca. 182 ausgewachsene Elefanten

Außerdem, zur groben Orientierung:

  • die Statue von Ramses wog etwa 1000 Tonnen
  • die Christo Statue in Rio wiegt etwa 700 Tonnen

 

Das sind wirklich sehr beeindruckende Zahlen für das Jahr 2016 und das nur allein von einer Firma! Mich würde interessieren, wieviele Menstruationstassen insgesamt, verkauft wurden, auf der ganzen Welt und wieviel damit insgesamt an Müll gespart wurde.

Auf jeden Fall sollten wir nicht aufhören, die Welt zu einem bessern Ort zu machen, mit den Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.

 


Ich bekomme für diesen Blogpost hier übrigens kein Geld von Ruby Cup. Ich schreibe so, weil ich diese Firma persönlich  absolut unterstützenswert in ihrer Arbeit finde. Es gibt einige Firmen, mit denen ich keine Kooperationen eingehen würde, weil ich sie nicht mit gutem Gewissen vertreten könnte, aber Ruby Cup gehört zum Glück nicht dazu.


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3