Wir müssen über Endometriose reden

Endometriose? Nie gehört. So geht es vielen Frauen*, so ging es auch mir bis vor ein paar Monaten. So geht es auch den meisten Frauen* in meinem Umfeld. Warum wir unbedingt darüber Bescheid wissen müssen, erkläre ich euch jetzt.

Everything is Fine – Nicht

Nennen wir sie Anna. Anna ist eine Frau*, wie du und ich. Sie menstruiert Monat für Monat. Ganz normal könnte man denken. Nicht für sie. Sie hat jeden Tag ihrer Regel extreme Unterleibsschmerzen, die sie ohne Schmerzmittel und viel Wärme nicht aushalten kann. Teilweise muss sie sogar zu Hause bleiben und kann nicht arbeiten gehen, weil sie sich vor Schmerzen nicht mehr bewegen kann. Verschiedene Frauenärtze bei denen sie war, haben ihre Beschwerden nur abgetan. Regelschmerzen sind schließlich total normal. Noch mehr Schmerzmittel, noch mehr Ausfalltage. Irgendwann ist sie bei einem Arzt gelandet, der sie auf Endometriose untersuchte. Und Volltreffer. Ihre Schmerzen sind eben nicht normal. Sie hat Endometriose.

 

Was ist Endometriose überhaupt?

Man spricht von einer Endometriose, wenn sich Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut, die eigentlich in die Gebärmutter gehören, außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedeln (z.B. an den Eierstöcken, am Darm, am Bauchfell usw.). Die meisten Frauen*, die davon betroffen sind, haben enorme Unterleibsschmerzen vor allem während ihrer Periode. Vielen denken den Großteil ihres Lebens, dass es „ganz normale“ Menstruationsbeschwerden sind, bzw. bekommen das von ihren Frauenärzten so gesagt und erhalten erst oft viele Jahre später eine Diagnose auf Endometriose. Die Erkrankung kann bis hin zur Unfruchtbarkeit führen, obwohl es auch viele Frauen gibt, die trotzdem gesunde Kinder zur Welt bringen. An sich ist die Krankheit gutartig, aber es kann unter Umständen zu Verwachsungen  und Organveränderungen kommen, die zu weiteren Beschwerden führen und operiert werden müssen.

 

Was passiert da genau?

Bei etwa 4-12% der Frauen* zwischen der Pubertät und den Wechseljahren treten versprengte Zellverbände außerhalb der Gebärmutterhöhle auf und bauen sich genau wie die Schleimhaut innerhalb der Gebärmutter zyklusabhängig auf und ab. Das heißt, wenn die Gebärmutterschleimhaut während der Menstruation abgebaut wird und aus dir herausblutet, wird die Schleimhaut außerhalb der Gebärmutter auch abgebaut und es kommt zu Blutungen außerhalb der Organe, sowie zu extremem Schmerzen. Da die Endometriose eine hormonabhängige Krankheit ist (d.h. die Äußerung der Symptome hängt von dem Hormonhaushalt im eigenen Körper, je nachdem, wo man grad im Zyklus ist, ab), tritt sie in den allermeisten Fällen nur bei menstruierenden Frauen* auf.

Die Ursachen für Endometriose konnten bislang noch nicht vollständig geklärt werden. Es gibt viele Theorien, von denen bislang aber keine bewiesen werden konnte. Fakt ist nur, dass sie auftreten kann und den Betroffenen im schlimmsten Fall ihr ganzes Leben lang Beschwerden bereitet. Meistens wird die Krankheit zwischen dem 25.-35. Lebensjahr diagnostiziert, was für viele bis dahin sehr schmerzhafte Jahre bedeutet. Meist vergehen 3-11 Jahre zwischen den ersten Auftreten der Symptome und der Diagnosestellung. Oft kommt man erst dann auf die Diagnose, wenn schon über einen langen Zeitraum extrem Starke Schmerzen und ein unerfüllter Kinderwunsch auftreten und z.B. Probleme mit dem Darm auftreten. Obwohl diese Zusammensetzung aus Symptomen nicht der ultimative Beweis für Endometriose sein muss, denn die Krankheit versteckt sich gerne hinter vielen anderen Symptomen, die von den Ärzten meistens fälschlicherweise erst mal anderen Krankheiten zugeordnet werden, ehe sie auf Endometriose kommen.  Das Problem bei der Diagnosestellung ist zum einen, dass die Symptome sehr unspezifisch sind und selbst überdurchschnittlich starke Schmerzen sowohl von den Betroffenen und den Ärtzen als normal angesehen werden und oft mit dem Satz abgetan werden „Hab dich nicht so, das ist ganz normal, da muss jede Frau* durch“.

Die häufigsten Symptome, die auftreten können sind:

  • Dysmenorrhoe
  • Unterbauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Darmsymptome
  • verlängerte und verstärkte Menstruation
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)

Es gibt aber Frauen*, die trotz Endometriose, ihr ganzes Leben lang weitgehend beschwerdefrei bleiben.

 

Was kann getan werden?

Um die Symptome zu lindern, wird oft die Pille verschrieben, wodurch die Betroffenen weniger Beschwerden haben und ein weitgehend normales Leben führen können. Nicht immer, aber oft ist auch eine OP nötig, bei der der Bauchraum aufgemacht wird und die Endometrioseherde sozusagen ausgebrannt werden, damit sie keine Beschwerden machen können. Im aller härtesten Fall oder wenn kein Kinderwunsch mehr besteht, wird auch die gesamte Gebärmutter entfernt. Komplett heilen kann man Endometriose bislang nicht, aber die Symptome und Beschwerden soweit minimieren, dass die Erkrankung keinen negativen Einfluss mehr auf das Leben nimmt.

 

Du bist für deinen Körper verantwortlich

Es ist eine verrückte Krankheit. Ich möchte euch jetzt auf keinen Fall panisch machen, ich will einfach nur aufklären und euch bitten, diese Krankheit im Hinterkopf zu behalten. Das wichtigste ist immer, höre zuerst auf deinen Körper, dann auf alle anderen. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Schmerzen absolut abnormal sind, du nicht mehr zur Schule oder auf Arbeit gehen kannst, weil es dir so schlecht geht, dann lass dich durchchecken. Bestehe darauf. Lass dich nicht mit irgendwelchen Standard-Sätzen abspeisen. Es kann sein, dass du „nur“ normale Schmerzen hast, es kann aber eben auch etwas anderes sein. Nimm deine Beschwerden nicht einfach so hin. Lieber einmal zu viel untersucht, als einmal zu wenig. Du bestimmst über deinen Körper. Du bist für ihn verantwortlich.

 

Das Problem ist nicht nur die Medizin

Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht nur in der Medizin sondern auch in der gesellschaftlichen Tabuisierung des ganzen Themas Menstruation und Frauengesundheit. Würden grad die jungen Mädchen* von Anfang an lernen, offen und frei sich mit ihren Mütten, Schwestern, Freundinnen, ja auch Brüdern und Vätern über das Thema unterhalten zu könnnen und darüber auszutauschen, als ginge es um Schmerzen im Arm, der unter Umständen gebrochen sein könnte, würden vermutlich viel mehr viel eher zum Arzt gehen und auf eine allumfassende Diagnosestellung bestehen und sich nicht damit abtun lassen, dass jeder Schmerzen im Arm hat, dass das normal ist und dass man sich nicht so haben soll. Ihr versteht was ich meine oder? Warum gerade ich die jungen Mädchen* in diesem Beispiel gewählt habe? Weil das die nächste Generation der menstruierenden Frauen* sein wird, die nicht so lange leiden sollte, wie die vorhergehenden Generationen. Redet darüber! Wenn einer anfängt machen es alle nach.

 

Videos

Ich habe euch auch noch ein paar sehr informative Videos rausgesucht zu dem Thema. Für einen schnellen Überblick ist das Video vom Bayerischen Rundfunk gut geeignet:

 

Wer es deutlich ausführlicher mag, der sollte sich diesen Vortrag hier von Dr. med. Robinson Ferrara, Chefarzt am Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kirchheimbolanden, ansehen. Er erklärt das Krankheitsbild sehr gut und formuliert seinen Vortrag, trotz vieler medizinischer Begriffe auch für Laien äußerst verständlich. Wer sehr empfindlich auf OP-Bilder reagiert, sollte sich vielleicht vorsichtig an dieses Video rantasten, er zeigt zwischendurch Fotos von den inneren Organen und Endometrioseherden. Schaut es euch aber trotzdem an, oder hört es euch zumindest an, weil es sehr informativ ist und ich denke, dass sich jede Frau mal intensiv mit dem Thema beschäftigt haben sollte.

 


* Transgender sind an der Stelle natürlich mit einbeschlossen, denn es gibt schließlich auch Menschen, die keine Frauen sind, aber trotzdem menstruieren mit allem was dazugehört!


 

Habt ihr Fragen, Erfahrungen mit der Krankheit oder Anregungen? Schreibt mir in die Kommentare!

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte <3

Blutung ist nicht gleich Blutung – was wir alles wissen sollten

Denken wir an Blut und Frauen, kommen uns meist Regelblutungen oder gar Zwischenblutungen in den Sinn.

Aber woher kommen Zwischenblutungen? Was sind die Gründe dafür? Wie erkenne ich, um welche Art der Blutung es sich handelt? Und was gibt es noch für Blutungen, die bei uns auftreten können, uns aber gar nicht so wirklich aus dem Alltag bekannt sind? Was sind Schmierblutungen, was ist eine Abbruchblutung? Wie erkenne ich, um was es sich im Detail handelt und was steckt genau dahinter?

Maggie von weartheladies.de hat mich gefragt, ob ich nicht genau zu diesem Thema einen Artikel für ihren Blog schreiben könnte, weil ihr aufgefallen ist, dass Leserinnen* bei dem Thema verunsichert sind und noch viel Erklärungsbedarf besteht. Ich habe mich auf Recherche begeben und für Euch die wichtigsten Blutungen zusammengefasst.

weiblicher Torso im Blut

Die Monatsblutung

Die Monatsblutung dürfte allen bekannt sein. Sie ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter, die im Durchschnitt alle 28 Tage stattfindet und ihren Ursprung darin hat, dass Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird, damit sich das heranreifende Ei im Falle einer Befruchtung darin einnisten und zu einem Baby heranwachsen kann. Wenn die Befruchtung nicht stattfindet, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut und kommt als Regelblutung heraus.

Diese Blutung ist nicht zu übersehen. Sie dauert im Schnitt 5-7 Tage, fängt leicht an, steigert sich zur Mitte hin und wird zum Ende der Menstruation wieder weniger. Die Blutung ist meist dunkelrot bis hin zu etwas bräunlich und enthält neben Blut, Stücke der Gebärmutterschleimhaut und Sekrete, die meist gut erkennbar sind. Anhand dieser Eigenschaften ist es ziemlich leicht, die Monatsblutung von Zwischenblutungen zu unterscheiden.

Monatsblutung

Zwischenblutung vs. Schmierblutung

Oft liest man von Zwischenblutung und Schmierblutung zusammen, aber sehr selten wird klar definiert, was denn nun der genauer Unterschied ist, oder ob es sich um ein und dieselbe Blutungsart handelt oder nicht. Jein. Alle Blutungen, die außerhalb der Monatsblutung auftreten, werden als Zusatzblutung oder Zwischenblutung bezeichnet. Und diese wiederum können als Schmierblutung auftreten (was in den meisten Fällen so ist).

Kurz gesagt: die meisten Zwischenblutungen sind Schmierblutungen, aber es kann auch Zwischenblutungen geben, die z.B. stärker ausfallen und andere Farbigkeit und Konsistenz haben und damit nicht mehr unter den Begriff Schmierblutung fallen. Verständlich? Im Zweifelsfall einfach noch mal nachfragen.

Der häufigste Grund für Zwischenblutungen sind hormonelle Störungen.

Regelmäßig auftretende Zwischenblutungen, die einen festen Zeitpunkt im Zyklus haben, werden meist durch einen Östrogenmangel ausgelöst. Unregelmäßig auftretende Zwischenblutungen haben meist organische Ursachen, das heißt, eine Krankheit ist der Grund.

Die Schmierblutung

Von Schmierblutungen, auch Spotting genannt, haben die meisten sicher schon gehört. Aber Schmierblutung ist nicht gleich Schmierblutung. Im Allgemeinen bezeichnet man als Schmierblutung einen bräunlichen eher schleimigen Ausfluss aus der Vagina bei Frauen* im gebärfähigen Alter, der außerhalb der eigentlichen Regelblutung auftritt. Diese Blutung tritt normalerweise nur ganz leicht auf und dauert maximal ein bis drei Tage. Die Gründe für Schmierblutungen sind meistens hormonelle Störungen während des Zyklus. Der Unterschied zwischen der Menstruation und einer Schmierblutung ist der, dass sich während der normalen Regelblutung die Gebärmutterschleimhaut normalerweise komplett löst, was bei der Schmierblutung nicht der Fall ist. Daher auch der Unterschied zwischen Menge, Dauer, Färbung und Konsistenz. Aber was gibt es für verschiedene Schmierblutungen und wie kann ich sie auseinander halten?

Ovulationsblutung

Eine Form der Schmierblutung ist die Ovulationsblutung. Sie kann auftreten, wenn nach dem Eisprung der Östrogenspiegel absinkt und es dadurch zu einer leichten Hormonentzugsblutung kommt.

Eine Ovulationsblutung ist eine leichte Blutung von ein bis drei Tagen und tritt in der Mitte des Zyklus während des Eisprungs auf. Oft ist diese Blutung mit einem leichten Mittelschmerz verbunden.

In der Medizin hat diese Form der Zyklusstörung (auch als Mittelblutung bezeichnet) keinen Krankheitswert. Aber wenn es häufiger bis hin zu regelmäßig auftritt, sollte der Arzt trotzdem konsultiert werden, um abzuklären, dass es nicht noch andere Ursachen hat und sich alles im harmlosen Rahmen befindet.

Gelbkörperschwäche

Der Gelbkörper produziert nach dem Eisprung das Gelbkörperhormon Progesteron, das wichtig ist, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und eine Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Bei einer Gelbkörperschwäche wird zu wenig davon produziert und die Gebärmutterschleimhaut wird mit zu wenigen Nährstoffen versorgt, was dazu führen kann, dass sich eine befruchtete Eizelle entweder gar nicht einnistet oder es im Falle einer Einnistung zu einem frühen Abort kommt. Frauen* mit einer Gelbkörperschwäche haben meist einen unregelmäßigen Zyklus, eine verkürzte zweite Zyklushälfte und Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte.

Eine Gelbkörperschwäche ist ein sehr häufiger Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. Wenn die oben genannten Symptome bestehen und ein Kinderwunsch bisher nicht erfüllt wurde, sollte man auf jeden Fall zum Arzt und sich untersuchen lassen.

Durchbruchblutung

Eine Durchbruchblutung ist eine Schmierblutung während der Verwendung von hormonellen Verhütungsmitteln, wie z.B: der Pille. Diese Blutung tritt außerhalb der üblichen Einnahmepause und der darin stattfindenden Abbruchblutung auf. Die Durchbruchblutung ist eine Sonderform der Abbruchblutung.

Das kommt häufig bei solchen Präparaten vor, die nicht gut auf den eigenen Hormonspiegel abgestimmt sind. Die Blutung kommt dadurch zustande, wenn das Hormonpräparat zuwenig Östrogen liefert oder wenn es sich um ein reines Gestagenpräparat handelt (Minipille). Durch die zu geringe Menge an Hormonen kann die Gebärmutterschleimhaut nicht lang genug aufrecht erhalten werden und des kommt schon vor der Pillenpause zu Blutungen.

Auch bei einem Pillenwechsel kommt es sehr häufig zu Zwischenblutungen, weil der Körper sich erst umstellen und an den neuen Hormonhaushalt gewöhnen muss.

Meistens sind solche Zwischenblutungen harmlos. Sollten sich aber Fieber und Unterleibsschmerzen zu den Schmierblutungen dazu gesellen, dann sollte man sofort zum Arzt gehen. Auch wenn nach einer 4-monatigen Eingewöhnungs- oder Umgewöhnungsphase die Schmierblutungen weiterhin auftreten, sollten mit dem Arzt die Ursachen geklärt und evtl. anderes Präparate ausprobiert werden.

Schmierblutung

Abbruchblutung

Eine Abbruchblutung wird auch eine Hormonentzugsblutung genannt. Sie ist meist etwas kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft als die normale Regelblutung und tritt in der Woche auf, in der die Einnahme der Pille pausiert wird (insofern man eine nimmt, die man nur 21 Tage durch nimmt und dann 7 Tage pausiert).

Durch die Einnahmepause ist im Körper zu wenig Östrogen und Progesteron vorhanden und die bis dahin aufgebaute Gebärmutterschleimhaut kann nicht mehr aufrecht erhalten werden, es kommt zur Abbruchblutung.

Vielen Frauen* denken, sie haben trotz Pille eine „normale“ Regelblutung. Dem ist aber nicht so. Diese „Fake-Regel“ (auch Pseudomenstruation genannt) kommt nur durch den Hormonentzug zustande, der sich einstellt, wenn man die Pille pausiert und hat nichts mit der normalen Menstruation zu tun. Es wird zwar auch Schleimhaut aus der Gebärmutter ausgestoßen, die ist aber nicht mit der zu vergleichen, die in einem natürlichen Zyklus aufgebaut und nach Nicht-Einnistung des Eis abgestoßen wird.

Zu Abbruchblutungen kann es auch kommen, wenn man andere Hormonpräparate verwendet und absetzt, wie z.B. in den Wechseljahren.

Abbruchblutung

Einnistungsblutung

Wenn eine Eizelle erfolgreich befruchtet wurde, dann nistet sich diese in die Gebärmutterschleimhaut ein, wobei Blutgefäße gering verletzt werden können und so eine Blutung auslösen. Die Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung genannt) findet ca. 4-6 Tage nach der Befruchtung statt und kann ein frühes Schwangerschaftsanzeichen sein. Es ist durchaus möglich, dass sie einige Tage anhalten kann. Es gibt aber auch Frauen, bei denen sie gar nicht auftritt oder so schwach ist, dass sie gar nicht wahrgenommen wird (einige Tropfen oder Schlieren)

Um eine Einnistungsblutung von einer Periode zu unterscheiden, muss man auf Farbe und Stärke achten. Die Einnistungsblutung ist heller und rötlicher, nicht schmerzhaft und meist von kurzer Dauer. Sie kann zwar auch einige Tage andauern, dann bleibt sie aber von der Menge her konstant und nimmt nicht zu, wie die Regelblutung. Wer regelmäßig Temperatur misst als natürliche Verhütungsmethode, wird außerdem eine leichte Temperaturerhöhung feststellen können. Die normale Regelblutung kann am Anfang auch hellrot sein, wird aber im Verlauf der Menstruation deutlich stärker und dunkel und bräunlicher.

Zudem ist der Zeitpunkt auch ein gutes Indiz für die Einnistungsblutung. Sie tritt meistens früher (4-6 Tage nach dem Eisprung) auf, als die zu erwartende Regelblutung (14 Tage nach dem Eisprung). Die Zahlen gelten natürlich nur als Durchschnittswerte und wenn man einen regelmäßigen Zyklus hat.

Einnistungsblutung

Kontaktblutung

Eine Kontaktblutung ensteht meisten durch, sagen wir, äußerst rabiaten Geschlechtsverkehr. Bei manchen Positionen oder bei einer doch etwas mächtigeren Penisgröße des Partners kann es dazu kommen, dass Gewebe verletzt wird und blutet. An sich reicht es meistens schon, etwas vorsichtiger und behutsamer beim Sex vorzugehen. Auch bei einer Frauenärztlichen Untersuchung kann es mal zu einer Kontaktblutung kommen. Das Gewebe der Gebärmutter und Scheide neigen schnell mal dazu, zu bluten. Wenn man das Gewebe schont, dann ist die Blutung schnell wieder behoben und sie verschwindet von alleine.

Das Blut ist hierbei hellrot, klar und flüssig und nicht dunkel und zäh fließend wie bei einer Schmierblutung.

An sich ist eine Kontaktblutung harmlos. Sollte sie aber regelmäßig z.B. nach dem Geschlechtsverkehr auftreten oder länger anhalten, das Blut trüb und die Blutung sehr heftig und schmerzhaft sein, dann ab zum Arzt!

 Kontaktblutung

Jede Frau* ist anders

Final ist zu sagen: Jede Frau* ist anders! Jede hat ihren eigenen Körper, ihren eigenen Hormonhaushalt und ihre eigene Sensibilität für Einflüsse auf ihren Hormonhaushalt. Die hier beschriebenen Merkmale, Symptome und Ursachen gelten für den breiten Durchschnitt und treffen auf die meisten Frauen* zu, aber es kann auch sein, dass das bei dir etwas anders ist.

Höre auf deinen Körper!

So oder so gilt: Immer wenn du das leiseste Gefühl hast, irgendwas stimmt in deinem Körper nicht, gehe zum Arzt und lass dich durchchecken. Lieber einmal mehr zum Arzt gegangen, als einmal zu wenig. Mach dich nicht verrückt. Lerne deinen Körper kennen, lerne ihn zu lesen, lerne ihn zu fühlen und lass dich nicht beirren, wenn andere dir sagen, es ist alles ok, du aber ein schlechtes Bauchgefühl hast. Du bist Herrin* deines eigenen Körpers! <3

Du musst nicht wegen jeder kleinen Zwischenblutung zum Frauenarzt, aber wenn diese Symptome auftauchen, solltest du dich auf jeden Fall durchchecken lassen:

  • Mehrere Zwischenblutungen hintereinander
  • häufig auftretende Schmierblutungen
  • Zwischenblutung nach Ende der Wechseljahre
  • Starke oder langanhaltende Blutungen
  • Schmierblutung während der Schwangerschaft
  • Schwächegefühl, Ohnmacht
  • Starke Schmerzen

Wenn ihr noch mehr wissen wollt

Dann schaut doch mal in diese kleine Linksammlung rein. Hier findet ihr einige Referenzseiten, die ich unter anderem für meine Recherchen verwendet habe, die deutlich tiefer in die Materie gehen und euch noch mehr Infos über Details geben können, die den Rahmen dieses Artikels hier gesprengt hätten.


* Transgender sind an der Stelle natürlich mit einbeschlossen, denn es gibt schließlich auch Menschen, die keine Frauen sind, aber trotzdem menstruieren mit allem was dazugehört!

Mit Yoga und Blut ein Statement setzen

Vor Kurzem hat Stephanie Góngora aus Austin, Texas (@casa_colibri) auf Instagram ein Video von sich veröffentlicht, dass für gehörig Wirbel im Internet sorgte. Warum? Weil sie Yoga machte. In weißen Klamotten. Ohne Tampon oder anderen Produkten. Während ihrer Tage. Der größte Alptraum einer jeden Frau im Alltag. Ja. Aber ein riesen Statement im Internet! Warum sie das gemacht hat? Um gegen die Stigmatisierung der Menstruation aufzustehen! Sie schrieb zu dem Video:

I am a woman, therefore, I bleed. It’s messy, it’s painful, it’s terrible, & it’s beautiful. And yet, you wouldn’t know. Because I hide it.

 

Blut und Öffentlichkeit

Und wo sie recht hat, hat sie recht. Man sieht die Menstruation so gut wie nie als Außenstehender. Wir Frauen* wurden dazu erzogen, bloß niemals irgendwo irgendwas durchscheinen lassen, was unsere Umwelt auch nur im Geringsten auf die Idee bringen könnte, dass wir Blut zwischen unseren Beinen haben könnten. Wie könnte man das Tabu, die Heimlichtuerei, die Scham, die Stigmatisierungen besser durchbrechen, als das Unsichtbare mal sichtbar zu machen? Ich rufe jetzt nicht dazu auf, dass alle menstruierende Frauen dieser Welt mit weißer Hose und ohne irgendeinen „Auslaufschutz“ auf die Straße gehen und die Bürgersteige voll bluten sollen. Auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn die einen oder anderen sich dazu berufen fühlen sollten. Mir geht es um den Grundsatz bei der Ganzen Sachen. Das „In-die-Öffentlichkeit-Bringen“, das dazu führt, dass man endlich mal drüber redet. Klar, für viele ist das Video sehr schockierend, ein nie zuvor gekannter Anblick, aber deswegen umso wichtiger, dass sich konstruktive Diskussionen rund um die Tabuisierung und Stigmatisierung der Menstruation entwickeln und die Menschen sich einfach grundlegend mit dem Thema auseinandersetzen. Dass die breite Masse der Gesellschaft auf dieses Thema gestoßen wird, auch wenn es für viele im ersten Moment unangenehm ist. Aber wer sich nicht mit den (vermeintlich) unangenehmen Dingen des Lebens auseinandersetzt, der wird sich nie weiterentwickeln. Wenn sich eine Gesellschaft nicht mit den ihr unangenehmen Dingen auseinandersetzt, wird sie sich auch nicht weiterentwickeln. Stillstand ist Tod, ist meine Devise.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der es kein Problem mehr ist, wenn man irgendwo mal einen Blutfleck sieht. Eine Gesellschaft, in der sich keiner mehr darum schert, ob eine Yogi Blut zwischen ihren Beinen hat, während sie diese Übungen macht. Eine Gesellschaft, wo alle einfach eine tiefe Grundentspanntheit gegenüber dem Thema Menstruation haben und sich nicht mehr über alle möglichen Dinge aufregen. Eine Gesellschaft, in der das Blut zwischen unseren Beinen, die normalste Sache der Welt ist.

Chillt mal, ich menstruiere nur.

I am a woman, therefore, I bleed. . It’s messy, it’s painful, it’s terrible, & it’s beautiful. . And yet, you wouldn’t know. Because I hide it. . I bury things at the bottom of the trash. I breathe, ragged and awkward through the cramps, all the while holding onto this tight lipped, painted on smile. . Tampons? What are those. We don’t say those words out loud. Hide them. In the back pocket of your purse, in the corner of the bathroom drawer, at the very bottom of your shopping cart (please let me get a female cashier). . Events or engagements get missed. I’ll tell myself it’s the PMS, sure, but it has more to with the risk of being „caught,“ at what…I’m not quite sure. . And I’m lucky. . Over 100 million young women around the globe miss school or work for lack of adequate menstrual supplies, & fear of what might happen if the world witnesses A NATURAL BODILY FUNCTION. . WHY? . Because hundreds of years of culture have made us embarrassed to bleed. Have left us feeling dirty and ashamed. . STOP PRETENDING. Stop using silly pet names like Aunt Flo because you’re too afraid to say „I’m bleeding“ or „vagina.“ Stop wasting so much effort hiding the very thing that gives this species continuity. . START talking about it. Educate your daughters. Make them understand that it can be both an inconvenience and a gift, but NEVER something to be ashamed about. Educate your sons so they don’t recoil from the word tampon. So when a girl bleeds through her khaki shorts in third period (pun intended), they don’t perpetuate the cycle of shame and intolerance. . This #StartSomethingSunday , I want to highlight @corawomen . . Cora Women is a 100% Organic tampon company. . But that’s not all. They are also breaking barriers. Making it ok to talk about periods, even on social media. Providing personalized, delivered tampon/pad orders right to your door. AND for every box purchased, donating a box of sustainable pads to girls who can’t afford menstruation products. . Fuck yeah. That’s the kind of stuff I can galvanize behind, no money or even product needed. Just a mission I support on a topic we should ALL be talking about. . More ⬇️

Ein Beitrag geteilt von Steph Gongora (@casa_colibri) am

 


Wie findet ihr das Video von ihr? Wie steht ihr zu Blut in der Öffentlichkeit? Schreibt mir eure Meinungen in die Kommentare!


*Transgender Menschen sollen sich bitte an dieser Stelle nicht ausgeschlossen fühlen! <3


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Ihr könnt jetzt „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ kaufen!

Nachdem ich so viel positive Resonanz auf meine Zeichnung „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ bekommen habe und einige Anfragen, ob man das nicht auch auf Shirts und Ähnlichem haben könnte, habe ich mich heute rangesetzt und meinen Society6-Shop bearbeitet.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Ab heute könnt ihr die Illustration auf diverse Dinge gedruckt bei mir kaufen. Ob Tasche, Kissen, Shirts, Postkarten, Duschvorhänge, Kaffeebecher oder Laptophüllen, für jeden ist etwas dabei. Schaut euch um, unterstützt mich und mein Projekt und setzt ein Statement in der Öffentlichkeit! Nur gemeinsam können wir etwas verändern! Traut euch! <3

Mit Klick auf die Bilder kommt ihr direkt auf die jeweiligen Produkte im Shop.

Make Periods Great Again Tasche

„Make Periods Great Again“ Tasche

Make Periods Great Again Tanktop

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„Make Periods Great Again“ Täschchen

Make Periods Great Again Uhr

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Make Periods Great Again Shirt Männer

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Make Periods Great Again Duschvorhang

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Make Periods Great Again iPhone Case

„Make Periods Great Again“ iPhone Hülle

Make Periods Great Again Tasse

„Make Periods Great Again“ Tasse

Make Periods Great Again Wall Tapestry

„Make Periods Great Again“ Wandbehang

Und noch viel Mehr!


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

 

 

Make periods great again. Mürtze

#Zeitgeschehen: Trump und die Frauen – Women’s March on Washington

Trump ist nun offiziell Präsident der Vereinigten Staaten.  Niemand hat es kommen sehen. Oder sagen wir lieber, niemand wollte es kommen sehen. Ich auch nicht. Ich war schockiert. Aber jetzt ist es so weit, nach einer nicht enden wollenden Kette an Hasstiraden und Beleidigung gegen alle möglichen Untergruppierungsmöglichkeiten der westlichen Gesellschaf,t steht er da, mit seiner Föhnfrisur und man möchte nicht wissen, was sein sonnenstudiogebräunter Kopf  schon wieder ausheckt.

Women’s March on Washington

Viele haben schon gegen ihn aufbegehrt und noch mehr werden es tun. Am 21.01.2017 wird in Washington der „Women’s March on Washington“ stattfinden. Der Tag, der Trumps offizieller erster Amtstag ist. Es ist ein Protestmarsch für Frauen- und Menschenrechte. Es werden viele Solidaritätsmärsche in anderen Städten und Ländern stattfinden. Auch hier in Deutschland.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump. Meine Unterstützung für die Amerikanischen Frauen.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump. Meine Unterstützung für die Amerikanischen Frauen.

Die Organisatorinnen betonen, dass es bei dem March nicht gegen Trump gehe, aber gegen Menschenrechtsverletzungen aller Art. Was ja im Prinzip heißt, gegen gefühlte 90% von dem, was Trump während des Wahlkampfes von sich gegeben hat.

„The march is not designed to be an anti-Trump rally, organizers said. But, the event — first suggested by a grandmother in Hawaii — is a response to many of the comments about women, minorities and other groups that made headlines during the presidential campaigns.“ – www.nj.com

Auf ihrer Website schreiben die Organisatoren:

„OUR MISSION

The rhetoric of the past election cycle has insulted, demonized, and threatened many of us – immigrants of all statuses, Muslims and those of diverse religious faiths, people who identify as LGBTQIA, Native people, Black and Brown people, people with disabilities, survivors of sexual assault – and our communities are hurting and scared. We are confronted with the question of how to move forward in the face of national and international concern and fear.

In the spirit of democracy and honoring the champions of human rights, dignity, and justice who have come before us, we join in diversity to show our presence in numbers too great to ignore. The Women’s March on Washington will send a bold message to our new government on their first day in office, and to the world that women’s rights are human rights. We stand together, recognizing that defending the most marginalized among us is defending all of us.

We support the advocacy and resistance movements that reflect our multiple and intersecting identities. We call on all defenders of human rights to join us. This march is the first step towards unifying our communities, grounded in new relationships, to create change from the grassroots level up. We will not rest until women have parity and equity at all levels of leadership in society. We work peacefully while recognizing there is no true peace without justice and equity for all.

HEAR OUR VOICE.“ – www.womensmarch.com

Meiner Meinung nach eine super Aktion, die, auch für mich, obwohl ich quasi am anderen Ende der Welt lebe, absolut unterstützenswert ist. Wenn ihr noch mehr Informationen wollt, hier hab ich für euch die wichtigsten Links zu der Veranstaltung aufgelistet:

 

Uprise/Angry Women

Die Frauen in Amerika gehen nicht nur auf die Straße, um ein Statement zu setzen, sie machen auch Kunst und organisieren Ausstellungen.

„Um ein Zeichen gegen Trump zu setzen, startete Cesarine gemeinsam mit der Gleichberechtigungsorganisation Era Coalition einen Aufruf: Sie bat um politische Werke zeitgenössischer Künstlerinnen, um sie in ihrer Galerie in New York zu zeigen. „Wir haben eine unglaubliche Rückmeldung von Künstlerinnen aus dem ganzen Land erhalten“, sagt Cesarine. Mehr als 800 Einsendungen von mehr als 400 Frauen kamen zusammen.“ – ze.tt

 

Laura Murray – Plug It Up / UPRISE / ANGRY WOMEN Exhibit artwork, The Untitled Space Gallery, New York

Laura Murray – Plug It Up / UPRISE / ANGRY WOMEN Exhibit artwork, The Untitled Space Gallery, New York

 

Dieses Bild von Laura Murray ist eines der ausgestellten Bilder und hat mich dazu inspiriert, eine Antwort darauf zu verfassen. Eine Antwort in Form einer eigenen Illustration, als Zeichen meiner Unterstützung all der Frauen in Amerika, die für all das einstehen, was so wichtig und elementar ist in unserer Gesellschaft und doch von so vielen größenwahnsinnigen egozentrischen Arschlöchern immer wieder mit Füßen getreten wird. Lasst uns gemeinsam für mehr Respekt, Anerkennung und Freiheit einstehen, dass diese verschissene Gesellschaft – nach wievielen tausend Jahren? – endlich mal lernt, so miteinander umzugehen, wie es jeder einzelne von uns verdient!

Meine Arbeit als Die Menstruationsbeauftragte ist nur ein winziger Teil in dem großen Gefüge dieser Welt, nur eine von vielen Frauen, die sich für Gleichberechtigung, Offenheit und Toleranz einsetzen. Aber ich tue meine Arbeit mit Leidenschaft und das sollte jede und jeder von uns tun. Lasst uns die Welt verändern, jeder kann dazu einen kleinen Teil beitragen!

Meine Antwort ist dieses Bild. Es soll nicht zu Gewalt aufrufen, sondern zum Umdenken. Ich könnte jetzt so viele Gedanken zu der interpretatorischen Vielschichtigkeit dieses Bildes schreiben, Gedanken, die ich selber habe, Gedanken, die andere bei dem Anblick dieses Bildes haben könnten, aber ich möchte euch dazu auffordern, einfach selbst euch mit diesem Bild auseinanderzusetzen.

Periods. Not War. - Meine Antwort auf Laura Murrays Bild

Periods. Not War. – Meine Antwort auf Laura Murrays Bild

 


XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

 

Blutige Weihnachtsgeschenke gesucht? Ich hab da was für euch.

Weihnachten steht ja mal sowas von vor der Tür und der stressige Geschenkeeinkaufswahn erreicht seinen Höhepunkt. Aber warum sollte man der besten Freundin das nächste neuste Parfüm schenken, wenn sie eh schon mindestens zwanzig Stück davon im Bad stehen hat? Schenk doch dieses Jahr mal was anderes, etwas, dass uns Mädels verbindet, unser Blut! Ok, das klingt jetzt sehr verstörend, irgendwie.

Ich habe mich für euch auf die Suche nach tollen Illustrationen auf society6.com gemacht, einer wunderbaren Plattform für Künstler, die ihre Werke auf verschiedensten Produkten gedruckt, anbieten. Über Kunstdrucke, Taschen, Kaffebecher, Laptop-Hüllen, bis hin zu Bettwäsche, Uhren und Decken, könnt ihr dort alles mit weiblicher Kunst von tollen Frauen bedrucken und euch zuschicken lassen. Ich bin selbst auf der Plattform vertreten und finde, dass sie eine wunderbare Möglichkeit ist, für kleine Künstler ihre Kunst etwas bekannter zu machen und ein klein wenig Geld zu verdienen. Lasst uns lieber die Kleinen unterstützen, die uns wirklich brauchen und nicht unser Geld den großen Konzernen in den Rachen werfen!

Viel Spaß beim Stöbern!


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Illustration von Anna McKay

Kunstdruck von Anna McKay

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Kissen von Anna McKay

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iPhone-Hülle von Sophiedoodle

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Kleine Tasche von Sophiedoodle

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Kunstdruck von Sophiedoodle

 

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Karte von Club Clitoris / Meredith

Kunstdruck von Club Clitoris / Meredith

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Illustration von MoiraHershey

Tasche von MoiraHershey

Tasche von MoiraHershey

Kissen von MoiraHershey

Kissen von MoiraHershey

Illustration von MoiraHershey

Illustration von MoiraHershey

 

Illustration von Joanandrose

Handtuch von Joanandrose

Handtuch von Joanandrose

Kunstdruck von Joanandrose

Kunstdruck von Joanandrose

Kaffeebecher von Joanandrose

Kaffeebecher von Joanandrose

 

Illustration von Kristina Sabaite

Tasche von Kristina Sabaite

Tasche von Kristina Sabaite

Kissen von Kristina Sabaite

Kissen von Kristina Sabaite

Kunstdruck von Kristina Sabaite

Kunstdruck von Kristina Sabaite

 

Illustration von Les Folies Passagères

Leinwanddruck von Les Folies Passagères

Leinwanddruck von Les Folies Passagères

Gerahmter Kunstdruck von Les Folies Passagères

Gerahmter Kunstdruck von Les Folies Passagères

Kunstdruck von Les Folies Passagères

Kunstdruck von Les Folies Passagères

 

Illustration von Peerro

iPhone Hülle von Peerro

iPhone Hülle von Peerro

Tasse von Peerro

Tasse von Peerro

Kunstdruck von Peerro

Kunstdruck von Peerro

 

Illustration von Living Out Loud Design (das bin übrigens ich)

Tasche von Living Out Loud Design

Tasche von Living Out Loud Design

Kissen von Living Out Loud Design

Kissen von Living Out Loud Design

Uhr von Living Out Loud Design

Uhr von Living Out Loud Design

Wie wende ich eine Menstruationstasse an?

Die Anwendung einer Menstruationstasse kann am Anfang erst mal ziemlich gewöhnungsbedürftig sein, aber davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen! Es gibt Frauen, die sofort bei den ersten paar Anwendungen den Dreh raus haben und es gibt Frauen (was wohl die meisten sind, nehme ich an), die ein paar Zyklen brauchen, bis sie es raus haben. Das ist alles nicht weiter wild, zum einen ist jede Frau komplett anders gebaut und muss sich individuell mit sich auseinandersetzen und zum anderen sind wir mit unserer ersten Periode nicht gleich zu Tampon- und Bindenexpertinnen geworden sondern mussten erst mal über viele blutige Unterhosen gehen, ehe wir ein Gefühl für den ganzen Kram entwickelt haben.

Also macht euch nicht verrückt und gebt nicht zu schnell auf! Ihr werdet’s mir danken!

 


 Eine kleine Anleitung


1. Die Tasse einführen

Entspannen

Das Wichtigste am Anfang ist es, einmal tief durchzuatmen, sich zu entspannen und sich nicht so viele Sorgen zu machen. Ein entspannter Unterleib ist das beste, womit ihr starten könnt. Andere Frauen haben es auch hinbekommen, also wird das für euch auch kein Problem sein.

woman, breathe, relax

Entspannt sein hilft immer.

Hygiene

Und das andere Wichtigste am Anfang ist, sich unbedingt die Hände ordentlich mit Seife zu waschen. Wenn ich unterwegs bin, habe ich auch immer ein kleines Fläschchen Desinfektionsgel für den Notfall mit dabei.

Hände waschen, Waschbecken, Seife, Hygiene

Hände waschen ist ein Muss!

Falten

Die Tasse wird eigentlich nur gefaltet und genau wie ein Tampon in die Vagina eingeführt und nach ein bisschen Übung ist es tatsächlich genauso einfach, wie es klingt. Es gibt verschiedene Falt-Techniken, die gut funktionieren, mit der Zeit entwickelt jede Frau ihre eigene favorisierte Technik, mit der es für sie am besten klappt.

Falttechniken Menstruationstasse

Drei von vielen verschiedenen Falttechniken zum erleichterten Einführen der Menstruationstasse.

Da es am einfachsten ist, das ganze in einem Video veranschaulicht zu bekommen, habe ich euch mal eins rausgesucht. Es gibt noch mehr Möglichkeiten, wie ihr sie falten könnt, aber das hier sind mit die gängisten. Findet einfach eure eigene Variante.

 

Einführen

Um die Tasse einzuführen, könnt ihr euch entweder hinsetzen, hinhocken oder hinstellen, z.B. mit einem Bein auf dem Badewannenrand. Auch hier probiert einfach aus, was für euch am angenehmsten ist und ihr am wenigsten verkrampft.

Wenn ihr die Tasse dann eingeführt habt, ploppt sie meisten von alleine auf und erzeugt einen kleinen Unterdruck, der dafür sorgt, dass sie dicht ist und an ihrem Platz bleibt.

Um das Einführen zu Erleichtern, kann es hilfreich sein, die Tasse vorher anzufeuchten oder ein Gleitmittel zu verwenden.

Damit die Tasse leichter aufploppt, hilft es, sie vorher mit kalten Wasser auszuspülen.

Wenn Sie nicht von alleine aufploppt, dann fahrt mit dem Finger an ihren Seiten entlang, bis sie eine runde Form angenommen hat. Fühlt auch mit eurem Finger, ob die Tasse über dem Muttermund sitzt. Der Muttermund ist ein kleiner fester Knuppel am Ende eurer Vagina, der sich deutlich anders anfühlt als der Rest. Fühlt ruhig schon mal vor deiner Periode nach ihm, damit ihr ihn erkennen könnt und auch schon mal ein Gefühl dafür bekommt, wo er sitzt. Das ist nämlich wichtig. Oft macht die Vagina am oberen Ende einen kleinen Knick und der Muttermund führt von oben hinein. Ich dachte früher, am Ende des „Schlauches“ ist auf die „Öffnung“, aber das haut bei den meisten Frauen gar nicht so genau hin. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass man die Tasse aus versehen am Muttermund vorbeischiebt, der Muttermund also neben der Tasse liegt, und das Blut an ihr vorbeifließt. Es kann gut sein, dass ihr in den ersten Monaten etwas rumprobieren müsst, ehe ihr ein Gefühl und eine Routine für den ganzen Spaß gefunden habt. Keine Sorge, auch wenn die Tasse schon drin ist, ist immer noch genug Platz für dein Finger, seid nicht zu zurückhaltend, den Fehler habe ich am Anfang auch gemacht und bin inzwischen viel beherzter, wenn es darum geht, die Tasse richtig zu platzieren. Das funktioniert einfach am besten und man spart sich einige Toilettengänge, weil sie dann doch nicht richtig saß.

Muttermund, Vagina, Menstruationstasse Schema

Dies ist eine schematische Darstellung, wie die Menstruationstasse und der Muttermund ungefähr in der Vagina sitzten könnten. Das ist bei jeder Frau ganz unterschiedlich!

Dieses Video hat mir persönlich sehr gut geholfen, mir alles viel besser vorstellen zu können:

Ihr könnt dir Tasse bis zu 12 Stunden drin lassen. Im Vergleich zum Tampon gibt es bei der Tasse keine Gefahr für das Toxic Shock Syndrom.

Wenn ihr stärkere Tage habt, kann es natürlich sein, dass ihr sie öfters wechseln müsst. Dass die Tasse voll ist, spürt ihr. Man hat dann dieses dumpfe, nicht direkt beschreibbare Gefühl undicht zu sein. Als würde es ein bisschen blubbern da unten. Das kommt von den Luftbläschen, die entweichen, wenn die Tasse voll ist und sich der Unterdruck langsam löst. Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber keine Sorge, die Tasse kommt deswegen nicht wie ein Torpedo aus deinem Unterleib geschossen und veranstaltet ein Blutbad um dich herum. Du wirst dann lediglich etwas undicht. Dieses „Es läuft da was hinunter“-Gefühl kennt ihr auch  wenn ihr Binden benutzt oder wenn euer Tampon zu voll gesogen ist. Lange Rede, kurzer Sinn, spätestens, wenn ihr in irgendeiner Art und Weise das Gefühlt habt, das könnte etwas nass da unten werden, geht aufs Klo und wechselt sie. Mit den Monaten bekommt ihr dann auch recht schnell ein Gefühl dafür, an welchem Tag eurer Regel, ihr wie stark blutet und dementsprechend wechseln müsst.

 

2. Die Tasse herausnehmen

Um die Tasse wieder zu entfernen, geht wieder in eine angenehme Position (Hocken, Sitzen, Stehen) und versucht mit zwei Fingern (am besten Zeige und Mittelfinger) den Bereich der Tasse oberhalb des Stils zu ertasten. Drückt die Tasse an der Stelle leicht zusammen, so dass der Unterdruck sich löst und zieht langsam und vorsichtig die Tasse an dem Stil aus eurer Vagina heraus. Für manche funktioniert es auch besser, wenn man gleich am Stil zieht, aber ganz vorsichtig erst mal und dabei versucht die Tasse in Etappen nach links und rechts zu drücken, so dass sich stückchenweise immer mehr der Unterdruck löst und sie irgendwann komplett draußen ist. Das Blut könnt ihr einfach in die Toilette gießen. Passt dabei gut auf, dass sie euch nicht aus der Hand fällt! Das ist mir auch schon zweimal passiert. 😀

 

3. Die Tasse reinigen

Wenn ihr ein Waschbecken im Bad habt, bietet es sich an, die Tasse dort auszuwaschen, am besten zuerst mit kaltem Wasser und dann mit warmen. Danach könnt ihr sie einfach wieder einsetzen.

Menstruationstasse im Waschbecken mit Blut

Du kannst deine Menstruationstasse ganz einfach im Waschebecken reinigen. Blut ist nichts Schlimmes!

Habt ihr kein Waschbecken in der Nähe, könnt ihr auch mit einer mitgebrachten Wasserflasche eure Tasse ausspülen oder sie einfach mit etwas Toilettenpapier auswischen. Klingt eklig, ist es aber nicht. Das, was da an eurer Tasse klebt ist euer Blut, etwas das aus euch herausgekommen ist, also nichts ekliges und somit auch nicht weiter wild, wenn ein klitzekleines Bisschen davon wieder mit der Tasse reinkommt.

Falls weder Waschbecken noch irgendeine Art von Wasser oder Papier oder was auch immer zur Hand sein sollte (z.B. in freier Natur, beim Campen oder wo auch immer) kann man auch einfach auf die Tasse draufpinkeln, um sie zu desinfizieren. Ja Urin desinfiziert und ist nichts ekliges. Ich weiß, die Vorstellnung ist äußert seltsam, aber glaubt mir, falls ihr mal entführt werdet und keinen Zugang zu sauberen Wasser habt, werdet ihr mir dankbar für diesen Tip sein.

 

Übrigens

Ihr könnt den Stil auch kürzen, bzw. ganz abschneiden, wenn er euch zu lang ist und unangenehm am Scheidenausgang reibt. Die Hersteller haben die Stile meistens etwas länger gemacht, als die meisten Frauen benötigen, damit jede Frau ihn individuell anpassen können.

 


Hinweis: Ich bin weder Ärztin noch ausgebildete Expertin auf dem Gebiet, also fragt im Zweifelsfall noch mal eure Frauenärztin. Alle hier veröffentlichte Infos sind unter Vorbehalt. Ich tue meine Bestes, meine Recherchen so umfangreich und professionell wie möglich zu gestalten, damit ich euch hochwertiges Wissen anbieten kann.

Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte. Schreibt mir in die Kommentare, ob ihr es auch so macht, wie ich es hier beschrieben habe oder ob ihr noch Ergänzungen oder Kritiken habt zur Anwendung der Menstruationstasse. Ich bin stets bemüht, mein Wissen und die Vollständigkeit meines Blogs zu erweitern und für jede Mithilfe dankbar!


Für mehr Tipps und Tricks, Beratungen und Erfahrungsaustausch schaut mal in diese tolle Facebookgruppe rein. Eine schnell wachsende Community aus Tassenträgerinnen und solchen, die es werden wollen: FACEBOOKGRUPPE MENSTRUATIONSTASSE


Lasst uns die Welt zu einem bessern Ort machen und offen über alles reden!

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3