Woher kommt eigentlich das Wort Tampon?

Für den Großteil für uns, ist das Wort „Tampon“ ein völlig normales alltägliches Wort, mit dem wir groß geworden sind und es nie hinterfragt haben.

Aber als ich letztens im Gespräch mit einer Freundin war, fragte sie mich aus der Kalten heraus: „Sag mal, weißt du, als Die Menstruationsbeauftragte, eigentlich, woher das Wort Tampon überhaupt kommt?“ Nö, aber ich liebe solche Recherchen, also habe ich mich hingesetzt und mich auf die Suche nach der Antwort gemacht. Sich ein bisschen weiterbilden, hat noch nie geschadet.

Das habe ich herausgefunden:

Das Wort Tampon kommt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Pfropfen, Ballen, Wattebausch“ und soll in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ins Deutsche übernommen worden sein. Tampon ist die nasalierte  Form von dem ebenfalls französischen Wort tapon,das dem Germanischen entstammt und so viel wie „Klumpen, zusammengeknüllter Ballen, Stück Leinwand zum Ausbessern der Segel“ bedeutet. Infrage kommen außerdem das altfränkische Wort *tappo, das gothische Wort *tappe und das althochdeutsche zhapo, die auf „Zapfen“ zurückgehen. Und das Verb „taper“ im Französischen bedeutet „mit Pfropfen verschließen“ übersetzt.

Gefunden auf wissen.de und wiktionary.com

Übrigens gibt es das Verb „tamponieren“ im Deutschen. Was so viel heißt, wie:

„etwas mit einem Bausch aus Watte, Mull oder dergleichen ausstopfen, zum Zwecke des Aufsaugens von Flüssigkeiten“ – wiktionary.com

Schön merken für die nächste Scrabble-Partie!

 

Nicht alles, was Tampon heißt, hat mit Menstruation zu tun

Im deutschen Sprachgebrauch ist aber der Tampon, der zum Auffangen des Menstruationsblutes verwendet wird zwar der geläufigste, aber nicht der einzige.

Kennt ihr z.B. diese Wattebauschstäbchen, die euch der Zahnarzt zwischen Wange,Zähne und Zunge klemmt? Das sind auch Tampons, sogenannte medizinische Tampons. Die Definition von wiktionary.com dazu:

„gepresster Watte- oder Mullbausch zur Aufnahme von Flüssigkeiten (zum Beispiel bei der Zahnbehandlung), zur Stillung von Blutungen oder zum Zuführen von Arzneistoffen“

Außerdem gibt es den Tampondruck. Wirklich. Ich hatte das in meiner Ausbildung. Früher. Es mag im ersten Moment vermutlich äußerst seltsam klingen, wenn man noch nie damit zu tun hatte und ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere sich vorstellt, wie er Tampons mit Farbe beschmiert und ein Blatt Papier vor sich damit bedruckt, aber nein, es ist etwas anderes. coates.de fasst sehr schön zusammen, was es damit auf sich hat:

Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren zur Bedruckung von Körpern (fast) beliebiger Form und Materials.

Da es recht komplex und für Fachfremde verwirrend sein kann, wie es funktioniert, werde ich den genauen Hergang des Tampondrucks hier jetzt nicht schriftlich ausführen, aber damit ihr euch eine ungefähre Vorstellung davon machen könnt, habe ich euch dieses Video rausgesucht:

 


So. Haben wir wieder was gelernt. Wusstet ihr das alles schon? Was war euch neu? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Was wollt ihr sonst noch so wissen? Schreibt mir in die Kommentare!


XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Wie wende ich eine Menstruationstasse an?

Die Anwendung einer Menstruationstasse kann am Anfang erst mal ziemlich gewöhnungsbedürftig sein, aber davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen! Es gibt Frauen, die sofort bei den ersten paar Anwendungen den Dreh raus haben und es gibt Frauen (was wohl die meisten sind, nehme ich an), die ein paar Zyklen brauchen, bis sie es raus haben. Das ist alles nicht weiter wild, zum einen ist jede Frau komplett anders gebaut und muss sich individuell mit sich auseinandersetzen und zum anderen sind wir mit unserer ersten Periode nicht gleich zu Tampon- und Bindenexpertinnen geworden sondern mussten erst mal über viele blutige Unterhosen gehen, ehe wir ein Gefühl für den ganzen Kram entwickelt haben.

Also macht euch nicht verrückt und gebt nicht zu schnell auf! Ihr werdet’s mir danken!

 


 Eine kleine Anleitung


1. Die Tasse einführen

Entspannen

Das Wichtigste am Anfang ist es, einmal tief durchzuatmen, sich zu entspannen und sich nicht so viele Sorgen zu machen. Ein entspannter Unterleib ist das beste, womit ihr starten könnt. Andere Frauen haben es auch hinbekommen, also wird das für euch auch kein Problem sein.

woman, breathe, relax

Entspannt sein hilft immer.

Hygiene

Und das andere Wichtigste am Anfang ist, sich unbedingt die Hände ordentlich mit Seife zu waschen. Wenn ich unterwegs bin, habe ich auch immer ein kleines Fläschchen Desinfektionsgel für den Notfall mit dabei.

Hände waschen, Waschbecken, Seife, Hygiene

Hände waschen ist ein Muss!

Falten

Die Tasse wird eigentlich nur gefaltet und genau wie ein Tampon in die Vagina eingeführt und nach ein bisschen Übung ist es tatsächlich genauso einfach, wie es klingt. Es gibt verschiedene Falt-Techniken, die gut funktionieren, mit der Zeit entwickelt jede Frau ihre eigene favorisierte Technik, mit der es für sie am besten klappt.

Falttechniken Menstruationstasse

Drei von vielen verschiedenen Falttechniken zum erleichterten Einführen der Menstruationstasse.

Da es am einfachsten ist, das ganze in einem Video veranschaulicht zu bekommen, habe ich euch mal eins rausgesucht. Es gibt noch mehr Möglichkeiten, wie ihr sie falten könnt, aber das hier sind mit die gängisten. Findet einfach eure eigene Variante.

 

Einführen

Um die Tasse einzuführen, könnt ihr euch entweder hinsetzen, hinhocken oder hinstellen, z.B. mit einem Bein auf dem Badewannenrand. Auch hier probiert einfach aus, was für euch am angenehmsten ist und ihr am wenigsten verkrampft.

Wenn ihr die Tasse dann eingeführt habt, ploppt sie meisten von alleine auf und erzeugt einen kleinen Unterdruck, der dafür sorgt, dass sie dicht ist und an ihrem Platz bleibt.

Um das Einführen zu Erleichtern, kann es hilfreich sein, die Tasse vorher anzufeuchten oder ein Gleitmittel zu verwenden.

Damit die Tasse leichter aufploppt, hilft es, sie vorher mit kalten Wasser auszuspülen.

Wenn Sie nicht von alleine aufploppt, dann fahrt mit dem Finger an ihren Seiten entlang, bis sie eine runde Form angenommen hat. Fühlt auch mit eurem Finger, ob die Tasse über dem Muttermund sitzt. Der Muttermund ist ein kleiner fester Knuppel am Ende eurer Vagina, der sich deutlich anders anfühlt als der Rest. Fühlt ruhig schon mal vor deiner Periode nach ihm, damit ihr ihn erkennen könnt und auch schon mal ein Gefühl dafür bekommt, wo er sitzt. Das ist nämlich wichtig. Oft macht die Vagina am oberen Ende einen kleinen Knick und der Muttermund führt von oben hinein. Ich dachte früher, am Ende des „Schlauches“ ist auf die „Öffnung“, aber das haut bei den meisten Frauen gar nicht so genau hin. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass man die Tasse aus versehen am Muttermund vorbeischiebt, der Muttermund also neben der Tasse liegt, und das Blut an ihr vorbeifließt. Es kann gut sein, dass ihr in den ersten Monaten etwas rumprobieren müsst, ehe ihr ein Gefühl und eine Routine für den ganzen Spaß gefunden habt. Keine Sorge, auch wenn die Tasse schon drin ist, ist immer noch genug Platz für dein Finger, seid nicht zu zurückhaltend, den Fehler habe ich am Anfang auch gemacht und bin inzwischen viel beherzter, wenn es darum geht, die Tasse richtig zu platzieren. Das funktioniert einfach am besten und man spart sich einige Toilettengänge, weil sie dann doch nicht richtig saß.

Muttermund, Vagina, Menstruationstasse Schema

Dies ist eine schematische Darstellung, wie die Menstruationstasse und der Muttermund ungefähr in der Vagina sitzten könnten. Das ist bei jeder Frau ganz unterschiedlich!

Dieses Video hat mir persönlich sehr gut geholfen, mir alles viel besser vorstellen zu können:

Ihr könnt dir Tasse bis zu 12 Stunden drin lassen. Im Vergleich zum Tampon gibt es bei der Tasse keine Gefahr für das Toxic Shock Syndrom.

Wenn ihr stärkere Tage habt, kann es natürlich sein, dass ihr sie öfters wechseln müsst. Dass die Tasse voll ist, spürt ihr. Man hat dann dieses dumpfe, nicht direkt beschreibbare Gefühl undicht zu sein. Als würde es ein bisschen blubbern da unten. Das kommt von den Luftbläschen, die entweichen, wenn die Tasse voll ist und sich der Unterdruck langsam löst. Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber keine Sorge, die Tasse kommt deswegen nicht wie ein Torpedo aus deinem Unterleib geschossen und veranstaltet ein Blutbad um dich herum. Du wirst dann lediglich etwas undicht. Dieses „Es läuft da was hinunter“-Gefühl kennt ihr auch  wenn ihr Binden benutzt oder wenn euer Tampon zu voll gesogen ist. Lange Rede, kurzer Sinn, spätestens, wenn ihr in irgendeiner Art und Weise das Gefühlt habt, das könnte etwas nass da unten werden, geht aufs Klo und wechselt sie. Mit den Monaten bekommt ihr dann auch recht schnell ein Gefühl dafür, an welchem Tag eurer Regel, ihr wie stark blutet und dementsprechend wechseln müsst.

 

2. Die Tasse herausnehmen

Um die Tasse wieder zu entfernen, geht wieder in eine angenehme Position (Hocken, Sitzen, Stehen) und versucht mit zwei Fingern (am besten Zeige und Mittelfinger) den Bereich der Tasse oberhalb des Stils zu ertasten. Drückt die Tasse an der Stelle leicht zusammen, so dass der Unterdruck sich löst und zieht langsam und vorsichtig die Tasse an dem Stil aus eurer Vagina heraus. Für manche funktioniert es auch besser, wenn man gleich am Stil zieht, aber ganz vorsichtig erst mal und dabei versucht die Tasse in Etappen nach links und rechts zu drücken, so dass sich stückchenweise immer mehr der Unterdruck löst und sie irgendwann komplett draußen ist. Das Blut könnt ihr einfach in die Toilette gießen. Passt dabei gut auf, dass sie euch nicht aus der Hand fällt! Das ist mir auch schon zweimal passiert. 😀

 

3. Die Tasse reinigen

Wenn ihr ein Waschbecken im Bad habt, bietet es sich an, die Tasse dort auszuwaschen, am besten zuerst mit kaltem Wasser und dann mit warmen. Danach könnt ihr sie einfach wieder einsetzen.

Menstruationstasse im Waschbecken mit Blut

Du kannst deine Menstruationstasse ganz einfach im Waschebecken reinigen. Blut ist nichts Schlimmes!

Habt ihr kein Waschbecken in der Nähe, könnt ihr auch mit einer mitgebrachten Wasserflasche eure Tasse ausspülen oder sie einfach mit etwas Toilettenpapier auswischen. Klingt eklig, ist es aber nicht. Das, was da an eurer Tasse klebt ist euer Blut, etwas das aus euch herausgekommen ist, also nichts ekliges und somit auch nicht weiter wild, wenn ein klitzekleines Bisschen davon wieder mit der Tasse reinkommt.

Falls weder Waschbecken noch irgendeine Art von Wasser oder Papier oder was auch immer zur Hand sein sollte (z.B. in freier Natur, beim Campen oder wo auch immer) kann man auch einfach auf die Tasse draufpinkeln, um sie zu desinfizieren. Ja Urin desinfiziert und ist nichts ekliges. Ich weiß, die Vorstellnung ist äußert seltsam, aber glaubt mir, falls ihr mal entführt werdet und keinen Zugang zu sauberen Wasser habt, werdet ihr mir dankbar für diesen Tip sein.

 

Übrigens

Ihr könnt den Stil auch kürzen, bzw. ganz abschneiden, wenn er euch zu lang ist und unangenehm am Scheidenausgang reibt. Die Hersteller haben die Stile meistens etwas länger gemacht, als die meisten Frauen benötigen, damit jede Frau ihn individuell anpassen können.

 


Hinweis: Ich bin weder Ärztin noch ausgebildete Expertin auf dem Gebiet, also fragt im Zweifelsfall noch mal eure Frauenärztin. Alle hier veröffentlichte Infos sind unter Vorbehalt. Ich tue meine Bestes, meine Recherchen so umfangreich und professionell wie möglich zu gestalten, damit ich euch hochwertiges Wissen anbieten kann.

Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte. Schreibt mir in die Kommentare, ob ihr es auch so macht, wie ich es hier beschrieben habe oder ob ihr noch Ergänzungen oder Kritiken habt zur Anwendung der Menstruationstasse. Ich bin stets bemüht, mein Wissen und die Vollständigkeit meines Blogs zu erweitern und für jede Mithilfe dankbar!


Für mehr Tipps und Tricks, Beratungen und Erfahrungsaustausch schaut mal in diese tolle Facebookgruppe rein. Eine schnell wachsende Community aus Tassenträgerinnen und solchen, die es werden wollen: FACEBOOKGRUPPE MENSTRUATIONSTASSE


Lasst uns die Welt zu einem bessern Ort machen und offen über alles reden!

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Menstruationstasse Illustration

Was sind eigentlich diese Menstruationstassen und was können die überhaupt?

Hoch die Tassen Mädels! Lasst uns auf unsere Menstruation anstoßen! Etwas Neues ist dabei den Blutkosmos zu erobern!

Ihr habt bestimmt schon mal diese komischen Silikonbecher irgendwo gesehen oder jemand hat schon mal darüber erzählt, aber so wirklich klar ist euch nicht, was diese Menstruationstassen sind und wie man sie verwenden soll. Und überhaupt, Tampons und Binden haben’s bis jetzt auch getan.

Weil es einfach so viel über die kleinen Dinger zu erzählen gibt, werde ich eine Menstruationstassen-Serie auf meinem Blog starten und euch wöchentlich über alles aufklären, was es zu diesem Thema zu sagen und zu wissen gibt!

Zur Einstimmung gibt’s erst mal diese nette Video hier, dann reden wir weiter.

 

Was ist eine Menstruationstasse?

Eine Menstruationstasse ist ein kleiner biegsamer kelchförmiger  Becher, meist aus medizinischem Silikon gefertigt, der in die Vagina eingeführt wird, das Blut während der Periode dort auffängt, bis zu 12 Stunden drin bleiben kann, entleert und gereinigt wird und danach wieder eingesetzt werden kann. Das bis zu 10 Jahre lang.

Im Gegensatz zu Tampons saugen Menstruationstassen, das Blut und das wichtige Scheidensekret nicht auf und zerstören somit nicht jeden Monat auf’s Neue die Scheidenflora, stattdessen wird alles in dem kleinen Kelch gesammelt.

Das erste Patent für eine Menstruationstasse wurde schon 1937 von der Amerikanerin Leona Chalmers eingereicht, leider floppte diese Idee damals gewaltig. 1959 gab es noch mal einen Anlauf von „Tassete“, aber auch das ging nach hinten los. Seit ein paar Jahren und vor allem durch das Internet erlangt langsam die Menstruationstasse endlich den Ruhm, der ihr gebührt, obwohl ich festgestellt habe, dass immer noch sehr viele Frauen, mit denen ich mich unterhalten habe, noch nie was von ihr gehört haben.

Es gibt auch andere Bezeichnungen für die Menstruationstasse, z.B. Menstasse, Menstruationsglocke, Menstruationskappe, Menstruationsbecher, Menstruationscup, aber letztendlich ist immer das Gleiche gemeint. Manche verwenden auch die Markennamen der Hersteller, wie z.B. DivaCup, Mooncup, Lunette usw.  Am Ende ist das aber völlig egal, weil alle quasi gleich funktionieren.

Am Anfang, wenn man noch nicht viel über die Tassen weiß, ist es schwer vorstellbar, wie das alles funktionieren soll, vor allem bei dieser Größe, aber keine Sorge, es gibt zum einen unterschiedliche Größen, zum anderen überlegt mal, was für Dinge in welchen Größenordnung noch so da unten ein- und ausgehen können. 😉

Menstruationstassen, Illustration, Muster

Welche Vorteile haben Menstruationstassen?

 

1. Umwelt

Jede Frau verbraucht in ihrem Leben durchschnittlich 12.000 Menstruationsprodukte. Allein das ist schon viel, hinzu kommt aber noch, dass diverse Binden und Tampons noch extra verpackt sind, oft in Plastik, womit sich die Müllmenge gleich mal verdoppelt. Eine Menstruationstasse kann bis zu 10 Jahren halten. Also wenn man jetzt grob überschlägt, dass man z.B. mit 15 seine erste Regel bekommt und mit 55 in die Menopause kommt, bräuchte man für 50 Jahre Menstruieren 5 Tassen. 5 gegen 12.000 macht einen deutlichen Unterschied, oder?

2. Chemiefrei

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, warum Binden und Tampons so strahlend weiß sind? Warum Slipeinlagen so gut riechen? Weil überall mit Chemie gearbeitet wird. Monat für Monat steckst du dir chemiverseuchtes Material in dein Allerheiligstes. Die Hersteller haben keine Pflicht zur Kennzeichnung von diversen Stoffen auf ihren Produkten. Sie können also tun und lassen was sie möchten und wir beschäftigen uns nicht damit. Menstruationstassen sind an der Stelle absolut clean. Die meisten sind aus medizinischem Silikon. Es gibt aber auch Varianten aus Latex und dem Kunststoff TPE. Sie enthalten weder Duftstoffe noch Bleichmittel. Außerdem bleiben nach dem Tragen keine Textilfussel in der Vagina zurück, wie es bei konventionellen Tampons leider oft der Fall ist.

3. Preis

Es wird grob gerechnet, dass eine Frau ca. 2000€ in ihrem Leben allein nur für Binden und Tampons ausgeben muss. Eine Tasse kostet in der Anschaffung zwischen 15€-30€. Auf 5 Tassen im Leben hochgerechnet also 75€-150€. Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen.

4. Freiheit

Du kannst mit einer Menstruationstasse tun und lassen, was du willst. Du kannst Sport jeglicher Art machen, du kannst Schwimmen gehen, du kannst sonstwas tun und sie bleibt an ihrem Platz.

5. Praktisch

Außerdem kannst du sie immer in deiner Handtasche mit dir herum tragen. Zu den meisten Tassen bekommst du ein Säckchen oder ein anderes Behältnis zum Transport mit. Sie ist klein und handlich und du kannst sie auch schon, bevor deine Tage beginnen, einsetzen,  um einer blutigen Überraschung vorzubeugen.

6. Fassungsvermögen

Während der größte Tampon nur bis zu 18ml aufsaugen kann, kann eine Menstruationstasse bis zu 40ml fassen. Du musst also viel weniger wechseln und kannst sie bis zu 12 Stunden drin lassen, ohne dass du Angst vor dem Toxic Shock Syndrom haben musst.

7. Gesundheit

Ist dir eigentlich bewusst, wie austrocknend ein Tampon in deiner Vagina wirkt? Ein Tampon saugt nämlich nicht nur das Blut auf, sondern auch alles andere was da unten feucht ist und unbedingt auch feucht bleiben muss, damit deine Scheidenflora intakt bleibt. Es hat alles seinen Sinn, warum es funktioniert, wie es funktioniert und eine gesunde Scheidenflora ist wichtig, damit du weniger anfällig für Bakterien und Pilze bist. Viel mehr Frauen haben regelmäßig mit Scheidenpilz zu kämpfen, als sie zugeben wollen und oft liegt das einfach an den falschen Produkten, die sie verwenden. Eine Tasse saugt nichts auf, sondern fängt nur auf und lässt somit das gesunde Klima in deiner Vagina in Ruhe. Nebenbei bemerkt, ist so eine Tasse viel angenehmer von Tragegefühl her als ein Tampon, gerade wegen der nicht-austrocknenden Eigenschaften.

8. Entsorgung

Mir ist das letztens erst mal so richtig aufgefallen, dass ich eigentlich so gut wie keinen Müll mehr im Bad produziere. Der Badmülleimer bleibt leer. Dadurch dass man als einzige „Entsorgungshandlung“ nur das Blut in die Toilette gießen muss, wandert einfach nichts mehr in den Mülleimer und es können auch keine unangenehmen Gerüche mehr entstehen. Das hat auch den Vorteil, wenn man irgendwo zu Besuch ist und der Gastgeber keinen Badmülleimer hat, man nicht mehr händeringend nach einer Möglichkeit suchen muss, wie man möglichst unauffällig diverse benutzte Binden oder Tampons verschwinden lässt. Glaubt mir, dass ist mir schon viel öfters passiert, als mir lieb war. Es ist unglaublich wie viele Haushalte (gerade auch mit Frauen)es gibt, die keinen Mülleimer im Bad haben!

 


Habt ihr schon Erfahrungen mit Menstruationstassen gemacht? Und wenn ja welche? Schreibt mir in die Kommentare was ihr über sie denkt und was ihr gerne noch so über sie wissen wollt! 🙂

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3