Alle Menstruationshygieneprodukte im Überblick

Du denkst Tampons und Binden sind alles, was die Welt zu bieten hat?

Da muss ich dich enttäuschen, es gibt noch einiges mehr an Monatshygieneprodukten. Eine Übersicht findest du hier:

 

Tampons

Illustration eines Tampons mit Menstruationsblut

Diese länglichen Wattedinger hat bestimmt jede von euch schon mal gesehen. Ein Tampon ist im Prinzip nichts anderes als zusammengepresste Watte, die man sich während seiner Tage in die Vagina schiebt, damit dieser dort das Blut aufsaugen kann und es nicht heraus läuft.

Ein Tampon wird mit den Fingern oder mit einer Einführhilfe in die Vagina eingeführt und verweilt dort maximal bis zu 6-8 Stunden, außer er ist vorher schon voll. Auf keinen Fall solltet ihr den Tampon länger drin lassen, da das zum Toxischen Schock Syndrom (TSS) führen kann!

Am besten ist es, immer die kleinst mögliche Größe zu verwenden und oft genug zu wechseln. Das heißt, wenn du deine schwachen Tage hast, dann möglichst die kleinsten Tampons. Aber das musst du für dich herausfinden, wie stark deine Tage sind und wie oft mit welcher Tampongröße du wechseln musst und was für dich praktisch ist.

Die bekannteste Marke in Deutschland ist wohl o.b. (heißt übrigens ausgeschrieben „ohne Binde“, raffiniert, ne?). Es gibt aber auch viele andere Marken:

Interessante Artikel zum Thema Tampon von mir:

 

Softtampons

Illustration eines Softtampons mit Menstruationsblut

 

 

Softtampons oder auch Menstruationsschwämmchen sind eine etwas andere und weniger bekannte Art der Tampons. Sie sind nicht, wie die herkömmlichen, aus Watte gefertigt, sondern sind kleine Schaumstoffschwämmchen ohne Rückholfaden. Aber wie soll das denn bitte ohne Faden gehen, wirst du dir jetzt sicher denken. Du hast Finger, werde ich dir daraufhin antworten. Du kannst z.B. deinen Daumen und Mittelfinger zum Einführen und Rausholen verwenden. Manche Modelle haben auch ein kleines Loch, durch das du deinen Finger schieben und daran ziehen kannst. Du solltest diesen Tampon soweit hinein schieben, bis er am Muttermund anliegt. Softtampons können ganz einfach ausgewaschen und wiederverwendet werden. Aber auch bei dieser Tamponsorte, solltest du darauf achten, dass du sie nicht länger als 8 Stunden in dir trägst!

Auch wenn Softtampons noch nicht so verbreitet sind, kann man in einigen Drogerien welche kaufen.

Ein toller Vorteil von den Dingern ist, dass du während deiner Menstruation Sex haben kannst ohne Blutbad, nur mal so als kleiner Tip am Rande. 😉

Die wohl bekanntesten Marken sind:

 

Binden

Illustration einer Binde mit Menstruationsblut

Binden sind diese länglichen flachen Watteteile, die deine Mutter sich sehr wahrscheinlich in die Unterhose geklebt hast, als du klein warst und du dachtest, Mama würde immer einpullern und braucht deswegen auch eine Windel. Zumindest habe ich das gedacht. In sehr jungem Alter. Witzig, wenn ich grad so drüber nachdenke.

Aber Spaß beiseite. Auch Binden sind eine praktische Erfindung in der Monatshygiene. Sie gibt’s  schon mit am längsten. Es wird erzählt, dass Frauen sich schon vor vielen hundert Jahren Binden gebaut haben, ob es aus Stofflappen, Blättern oder Moosen war.

Im 19. Jhd. wurde der Dianagürtel erfunden, eine vermutlich ungemütliche Konstruktion, die aber sehr praktisch war, da man die Binden nah am Körper tragen konnte, ohne das sie verrutschte und man so als Frau alle möglichen Tätigkeiten nachgehen konnte, ohne Angst zu haben, dass das Kleid blutig wird. Im 20. Jhd. wurde die Binde, wie wir sie heute kennen, entwickelt und bis heute immer mehr optimiert (z.B. Klebkraft, Saugfähigkeit und Flügel für besseren Halt an den Seiten).

Die Anwendung von Binden ist heute denkbar einfach. Man muss sie letztendlich einfach nur in seine Unterhose kleben und fertig. Und natürlich wechseln, wenn man das Gefühl hat, dass sie voll ist.

In Deutschland ist wohl eine der mit bekanntesten Marken Always. Aber auch bei den Binden gibt viele verschiedene Marken, sowohl konventionell hergestellte, mit und ohne Duft und Bio-Binden aus Bio-Baumwolle. Aktuell immer mehr auf dem Vormarsch sind wiederverwendbare Binden aus Stoff, die man nach dem Tragen ganz normal waschen und wiederverwenden kann. Diese sind günstiger und nachhaltiger als Wegwerfbinden.

Einige Binden-Marken:

Eine kleine Unterform der Binden sind die Slipeinlagen. Sie sind kleiner, schmaler und dünner als Binden und super für die Tage vor oder nach den Tagen geeignet, wenn nur ganz wenig Blut zu sehen ist, und es sich noch nicht für eine Binde lohnt. Sie ist auch super praktisch, wenn man z.B. ein kleines Backup für die Menstruationstasse haben will, um die Unterwäsche vor kleinen Blutflecke zu bewahren.

 

Waschbare Binden

Illustration einer waschbaren Binde mit Menstruationsblut

Die waschbare Binde ist die nachhaltige Schwester der konventionellen Binde. Sie gibt es in allen möglichen Formen und Farben inzwischen im Internet zu kaufen, wie z.B. hier:

Es werden verschiedenste Materialien für diese Binden verwendet, wie z.B. Baumwolle, Mikrofaser und Bambus-Holzkohle-Fasern, um die Binde so saugfähig wie möglich und auswaschbar zu machen. Sie können so über viele Jahre hinweg verwendet werden und produzieren dadurch keinen unnötigen Müll.

Es gibt auch die Möglichkeit, sich selbst solche Binden zu nähen. Im Internet findet man dazu viele Anleitungen, wie diese zum Beispiel:

 

Menstruationstassen

Illustration einer Menstruationstasse mit Menstruationsblut

Menstruationstassen sind der neue Shit in der Monatshygienewelt. Eigentlich schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden, damals furchtbar gefloppt, haben sie nun endlich eine Chance, richtig groß zu werden. Gerade im Internet ist ihre steigende Popularität und Beliebtheit zu beobachten.

Sie ist ein kleiner wiederverwendbarer Becher aus medizinischem Silikon, der mit den Fingern gefaltet und in die Vagina eingeführt wird. Dort ploppt er auf und erzeugt einen leichten Unterdruck, durch den er bombenfest und dicht sitzt. Das Blut wird dann in der Vagina in diesem Becher aufgefangen. Der Becher kann bis zu 12 Stunden im Körper bleiben, ehe er geleert, ausgespült und wieder eingesetzt werden muss.

Die Menstruationstasse hat viele Vorteile, unter anderem, dass sie auf die Verwendungsdauer gerechnet (bis zu 10 Jahren) deutlich günstiger als konventionelle Produkte und durch ihre Wiederverwendbarkeit tausendmal nachhaltiger ist.

Einige der bekanntesten Marken:

Wenn ihr mehr über die Menstruationstasse wissen wollt, dann lest euch diese Artikel von mir durch:

 

Softcup oder FLEX – ich nenne ihn Menstruationsring

Illustration eines Softcups mit Menstruationsblut

Eine Abwandlung der Menstruationstasse ist der Softcup oder auch FLEX genannt. Diese Art von Monatshygieneprodukt wird auch als Cup bezeichnet, sieht aber etwas anders aus, als die anderen Menstruationstassen. Im Prinzip ist es ein Plastikring, der von einer flexiblen Folie überzogen ist. Du drückst ihn zusammen und führst ihn in deine Vagina ein und er stülpt sich über deinen Muttermund und sitzt dort fest. Da er deutlich weniger Platz als eine Menstruationstasse einnimmt, kann man mit diesem Flex-Ring auch Sex während der Tage haben, ohne alles vollzubluten. Leider ist dieses Modell nicht wiederverwendbar und muss nach Benutzung weggeschmissen werden. Diese Art von Menstruationsprodukt ist noch sehr unverbreitet.

Vor Kurzem wurde ich allerdings auf diesen Softcup aufmerksam gemacht: Der Intinima Ziggy Cup. Er besteht aus medizinischem Silikon und kann wiederverwendet werden. Laut Hersteller soll er bis zu 2 Jahre verwendet werden können. Man könnte sagen, dass dieser Cup ein Hybrid aus Softcup und Menstruationstasse ist. Auch er kann beim Sex getragen werden.

 

Menstruationsunterwäsche

Illustration von Menstruationsunterwäsche mit Menstruationsblut

Was erst ganz neu den Markt erobert hat, ist so genannte Menstruationsunterwäsche oder auch Menstruationshöschen genannt.

Im Prinzip ist das nichts anderes, als ein ganz normaler Schlüpper, der aber sowas wie eine waschbare Binde mit eingenäht hat. Du kannst diese Unterhosen ganz normal, wie andere Unterwäsche auch während deiner Tage tragen, brauchst aber keine zusätzlichen Monatshygieneprodukte mehr, da die Höschen das Blut aufsaugen. Die Unterwäsche kann man ganz normal, wie alle anderen Klamotten auch in der Waschmaschine waschen und wiederverwenden.

Einer der absoluten Vorreiter auf dem Gebiet sind momentan THINX aus den USA, die nicht nur praktische sondern auch sehr hübsche verschiedene Modelle in ihrem Online-Shop anbieten, sowohl in schwarz, als auch in beige, mit unterschiedlichen Aufsaugestärken, je nachdem, wie stark deine Tage sind. Eine Frauen verwenden diese Höschen auch als Backup für die Menstruationstasse, falls doch mal was daneben gehen sollte.

Weitere Marken:

 


Kanntest du schon alle Hygiene-Produkte oder war etwas neu für dich? Kennst du vielleicht etwas, das ich noch nicht kenne und unbedingt hier mit rein gehört? Dann schreib mir doch in die Kommentare!


 

Weil mir Transparenz wichtig ist: Für die Links, die auf Amazon führen, bekomme ich eine kleine Provision, falls ihr darüber eines der Produkte kaufen solltet. Euch kostet das aber nichts extra! Da ich mit diesem Projekt in keinster Weise Geld verdiene und all meine Zeit und Energie der Sache wegen reinstecke, würde ich mich über die ein oder andere finanzielle Unterstützung freuen. Denn die Arbeit die ich hier mache, ist absolut unentgeltlich und nur für euch! <3

Happy MHD – Was es mit dem Menstrual Hygiene Day auf sich hat und warum es so wichtig ist, ihn zu feiern!

Heute ist der 28. Mai. Ein Tag wie jeder andere, mag man meinen. Für die meisten wird das wohl zutreffen, aber, die, die wissen, was für ein besonderer Tag heute ist, werden ihn hoffentlich feiern. Denn heute ist der Menstrual Hygiene Day, kurz MHD/MH Day/Menstrual Health Day, eingedeutscht auch Tag der Menstruationshygiene genannt.

Ein Tag, den wir alle gemeinsam ganz bewusst zelebrieren sollten!

Aber was genau ist überhaupt der MHD? Und woher kommt er eigentlich?

 

Der Menstrual Hygiene Day

Menstrual Hygiene Day Logo

Zum allerersten mal wurde der MHD am 28. Mai 2014 zelebriert. Ins Leben wurde er damals von der NGO WASH United gerufen, die ihren Sitz übrigens in Berlin hat und sich dafür einsetzt, die weltweiten Krisen rund um Sanitäre Einrichtungen und Hygiene zu beenden.

Das Ziel des MHD ist es, Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt zu helfen.

Der Sinn dieses Tages ist, die Wichtigkeit eines guten „Menstrual Hygiene Management“ (kurz MHM, frei übersetzt: Menstruationshygienemanagement) hervorzuheben.

 

Aber was bedeutet MHM überhaupt?

WASH definiert es so:

  • „Women and adolescent girls use a clean material to absorb or collect menstrual blood, and this material can be changed in privacy as often as necessary for the duration of menstruation.
    (Frauen und Mädchen benutzen saubere Materialien, um Blut aufzusaugen oder aufzufangen und diese Materialien können, so oft, wie es nötig ist, für die Dauer der Menstruation, in Privatsphäre gewechselt werden.)
  • MHM also includes using soap and water for washing the body as required; and having access to facilities to dispose of used menstrual management materials.“
    (MHM beinhaltet außerdem das Benutzen von Seife und Wasser um den Körper nach Bedarf zu reinigen; und den Zugang zu Toiletten um benutzte Menstruationshygieneprodukte zu entsorgen)

 

Zugang zu Wasser, Hygieneprodukten und Toiletten sind keine Selbstverständlichkeit

Für uns in Deutschland mag das alles vollkommen selbstverständlich klingen, aber habt ihr schon mal über den Horizont geschaut? Der Hygienestandard, den wir hier gewohnt sind, ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Klar, ein paar Tage lang ungeduscht auf einem Festival rumlaufen ist für viele mal machbar. Aber stell dir mal vor, es würde dort z.B. keine Toiletten geben, in denen du deine Binde/Tampons/Menstruationstasse wechseln könntest. Stell dir mal vor, du hättest kein Wasser, um dich zu waschen. Also grundsätzlich nicht und nicht nur ein paar Tage lang. Sondern ständig. Stell dir mal vor, du musst zu Hause bleiben und kannst nicht zur Schule gehen, wenn du deine Tage hast, weil du in der Schule keine Möglichkeiten hast, dein Zeug zu wechseln und dort nur durchbluten und alles einsauen würdest. Oder du dir grundsätzlich einfach keine Binden, Tampons oder Menstruationstassen kaufen kannst, weil du sie dir nicht leisten kannst oder es sie einfach nicht gibt. Was machst du dann?

Zugang zu Wasser, Seife, sauberen und bezahlbare Menstruationshygieneprodukten, sauberen Toiletten oder überhaupt Toiletten ist noch längst nicht überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit. Dieser Umstand beeinflusst das Leben vieler Menstruierenden gewaltig. Viele können deswegen während ihrer Tage nicht zur Schule gehen und bleiben im Unterrichtsstoff zurück, teilweise sogar soweit, dass sie die Schule abbrechen müssen und keine Chance auf eine gute Bildung habe. Dadurch werden sie auch keine Möglichkeit haben ihren sozialen oder finanziellen Status aufzubessern.
Dadurch, dass viele keinen Zugang zu sauberen und bezahlbaren Hygieneprodukten haben, behelfen sich einige z.B. mit alten Stofffetzen, Papier, Rinde oder gar Schlamm. Krankheiten und Infektionen enstehen, die hätten verhindert werden können. Die Scham und die Stigmatisierung rund um das Thema Menstruation wird durch diese Umstände umso größer aufrechterhalten und macht das Leben der Betroffenen schwer. Teilweise sind die Menschen in einigen Regionen so arm und im Verhältnis die Produkte so teuer, dass einige vor der Wahl stehen: kaufe ich mir jetzt Essen oder neue Binden.

 

Was Tun?

Aber das muss nicht sein! Es gibt viele Organisationen und Firmen, die sich inzwischen mit dem Thema auseinandersetzen, in die betroffenen Länder und Gebiete reisen, die Menschen vor Ort aufklären und sie im Zugang zu sauberen und bezahlbaren Hygieneprodukten unterstützen. Z.B. setzt sich der Menstruationstassenhersteller Ruby Cup dafür ein, dass Mädchen in Entwicklungsländer Menstruationstassen bekommen. Sie fahren das Konzept „Buy One, Give One“. Mit jeder gekauften Menstruationstasse wird eine gespendet. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen werden diese dann an die bedürftigen Mädchen verteilt, momentan vor allem in Ostafrika.

Es gibt so viele Baustellen auf diesem Planeten. An so einem Tag wie heute sollten wir uns bewusst machen, wie gut es uns zum einen geht und uns zum anderen überlegen, was wir dazu beitragen können, dass es anderen menstruierenden Menschen auf dieser Welt besser geht. Ob wir etwas spenden, anfangen offener über das Thema Menstruation zu reden oder uns bei einer NGO engagieren. Alles ist möglich. Dass viele Hunger leiden müssen auf dieser Erde, hat wohl jeder schon mal gehört, aber das es ein großes Problem bei der Menstruationshygiene gibt, darüber wird kaum gesprochen. Deshalb müssen wir anfangen darüber zu reden, das publik zu machen, damit mehr und mehr Menschen darauf aufmerksam werden, das Tabu und die Stigmatisierung überwinden und uns gegenseitig unterstützen. Ob es die Kollegin ist, die mal eben einen Tampon braucht oder das Mädchen in Kenia, der mit einer neuen Menstruationstasse für die nächsten 10 Jahre geholfen wäre. Halte die Augen offen, wo du jemanden beim Menstruieren unterstützen kannst und rede ohne Scham und Hemmung darüber!

Kanntet ihr vorher schon den Menstrual Hygiene Day? Habt ihr davon gehört oder ist euch das alles völlig neu? Kennt ihr weitere tolle Projekte, die Menstruierenden in Entwicklungsländern unterstützen? Schreibt mir in die Kommentare!

Wenn ihr noch mehr über den Menstrual Hygiene Day wissen wollt, dann schaut unbedingt auf der offiziellen Website vorbei und informiert euch über Projekte, Partner und Aktionen des MHD.

Und feiere heute die Menstruation! Heute ist der perfekte Tag, um mit vielen tollen Menschen mit einer Bloody Mary anzustoßen!

#MAKEPERIODSGREATAGAIN

#HAPPYMENSTRUALHYGIENEDAY

Cheers,

Eure Menstruationsbeauftragte

 


Quellen und weiterführende Links

www.susana.org/en/knowledge-hub/resources-and-publications/library/details/1738

www.susana.org/_resources/documents/default/2-1738-washinschoolsempowersgirlseducationproceedingsofvirtualmhmconference.pdf (PDF Download)

menstrualhygieneday.org

menstrualhygieneday.org/about/why-menstruationmatters

en.wikipedia.org/wiki/Menstrual_Hygiene_Day

www.wash-united.org

www.plan.de/presse/pressematerial-tag-der-menstruationshygiene.html

rubycup.com/de/ueber-uns

Mit Yoga und Blut ein Statement setzen

Vor Kurzem hat Stephanie Góngora aus Austin, Texas (@casa_colibri) auf Instagram ein Video von sich veröffentlicht, dass für gehörig Wirbel im Internet sorgte. Warum? Weil sie Yoga machte. In weißen Klamotten. Ohne Tampon oder anderen Produkten. Während ihrer Tage. Der größte Alptraum einer jeden Frau im Alltag. Ja. Aber ein riesen Statement im Internet! Warum sie das gemacht hat? Um gegen die Stigmatisierung der Menstruation aufzustehen! Sie schrieb zu dem Video:

I am a woman, therefore, I bleed. It’s messy, it’s painful, it’s terrible, & it’s beautiful. And yet, you wouldn’t know. Because I hide it.

 

Blut und Öffentlichkeit

Und wo sie recht hat, hat sie recht. Man sieht die Menstruation so gut wie nie als Außenstehender. Wir Frauen* wurden dazu erzogen, bloß niemals irgendwo irgendwas durchscheinen lassen, was unsere Umwelt auch nur im Geringsten auf die Idee bringen könnte, dass wir Blut zwischen unseren Beinen haben könnten. Wie könnte man das Tabu, die Heimlichtuerei, die Scham, die Stigmatisierungen besser durchbrechen, als das Unsichtbare mal sichtbar zu machen? Ich rufe jetzt nicht dazu auf, dass alle menstruierende Frauen dieser Welt mit weißer Hose und ohne irgendeinen „Auslaufschutz“ auf die Straße gehen und die Bürgersteige voll bluten sollen. Auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn die einen oder anderen sich dazu berufen fühlen sollten. Mir geht es um den Grundsatz bei der Ganzen Sachen. Das „In-die-Öffentlichkeit-Bringen“, das dazu führt, dass man endlich mal drüber redet. Klar, für viele ist das Video sehr schockierend, ein nie zuvor gekannter Anblick, aber deswegen umso wichtiger, dass sich konstruktive Diskussionen rund um die Tabuisierung und Stigmatisierung der Menstruation entwickeln und die Menschen sich einfach grundlegend mit dem Thema auseinandersetzen. Dass die breite Masse der Gesellschaft auf dieses Thema gestoßen wird, auch wenn es für viele im ersten Moment unangenehm ist. Aber wer sich nicht mit den (vermeintlich) unangenehmen Dingen des Lebens auseinandersetzt, der wird sich nie weiterentwickeln. Wenn sich eine Gesellschaft nicht mit den ihr unangenehmen Dingen auseinandersetzt, wird sie sich auch nicht weiterentwickeln. Stillstand ist Tod, ist meine Devise.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der es kein Problem mehr ist, wenn man irgendwo mal einen Blutfleck sieht. Eine Gesellschaft, in der sich keiner mehr darum schert, ob eine Yogi Blut zwischen ihren Beinen hat, während sie diese Übungen macht. Eine Gesellschaft, wo alle einfach eine tiefe Grundentspanntheit gegenüber dem Thema Menstruation haben und sich nicht mehr über alle möglichen Dinge aufregen. Eine Gesellschaft, in der das Blut zwischen unseren Beinen, die normalste Sache der Welt ist.

Chillt mal, ich menstruiere nur.

I am a woman, therefore, I bleed. . It’s messy, it’s painful, it’s terrible, & it’s beautiful. . And yet, you wouldn’t know. Because I hide it. . I bury things at the bottom of the trash. I breathe, ragged and awkward through the cramps, all the while holding onto this tight lipped, painted on smile. . Tampons? What are those. We don’t say those words out loud. Hide them. In the back pocket of your purse, in the corner of the bathroom drawer, at the very bottom of your shopping cart (please let me get a female cashier). . Events or engagements get missed. I’ll tell myself it’s the PMS, sure, but it has more to with the risk of being „caught,“ at what…I’m not quite sure. . And I’m lucky. . Over 100 million young women around the globe miss school or work for lack of adequate menstrual supplies, & fear of what might happen if the world witnesses A NATURAL BODILY FUNCTION. . WHY? . Because hundreds of years of culture have made us embarrassed to bleed. Have left us feeling dirty and ashamed. . STOP PRETENDING. Stop using silly pet names like Aunt Flo because you’re too afraid to say „I’m bleeding“ or „vagina.“ Stop wasting so much effort hiding the very thing that gives this species continuity. . START talking about it. Educate your daughters. Make them understand that it can be both an inconvenience and a gift, but NEVER something to be ashamed about. Educate your sons so they don’t recoil from the word tampon. So when a girl bleeds through her khaki shorts in third period (pun intended), they don’t perpetuate the cycle of shame and intolerance. . This #StartSomethingSunday , I want to highlight @corawomen . . Cora Women is a 100% Organic tampon company. . But that’s not all. They are also breaking barriers. Making it ok to talk about periods, even on social media. Providing personalized, delivered tampon/pad orders right to your door. AND for every box purchased, donating a box of sustainable pads to girls who can’t afford menstruation products. . Fuck yeah. That’s the kind of stuff I can galvanize behind, no money or even product needed. Just a mission I support on a topic we should ALL be talking about. . More ⬇️

Ein Beitrag geteilt von Steph Gongora (@casa_colibri) am

 


Wie findet ihr das Video von ihr? Wie steht ihr zu Blut in der Öffentlichkeit? Schreibt mir eure Meinungen in die Kommentare!


*Transgender Menschen sollen sich bitte an dieser Stelle nicht ausgeschlossen fühlen! <3


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Woher kommt eigentlich das Wort Tampon?

Für den Großteil für uns, ist das Wort „Tampon“ ein völlig normales alltägliches Wort, mit dem wir groß geworden sind und es nie hinterfragt haben.

Aber als ich letztens im Gespräch mit einer Freundin war, fragte sie mich aus der Kalten heraus: „Sag mal, weißt du, als Die Menstruationsbeauftragte, eigentlich, woher das Wort Tampon überhaupt kommt?“ Nö, aber ich liebe solche Recherchen, also habe ich mich hingesetzt und mich auf die Suche nach der Antwort gemacht. Sich ein bisschen weiterbilden, hat noch nie geschadet.

Das habe ich herausgefunden:

Das Wort Tampon kommt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Pfropfen, Ballen, Wattebausch“ und soll in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ins Deutsche übernommen worden sein. Tampon ist die nasalierte  Form von dem ebenfalls französischen Wort tapon,das dem Germanischen entstammt und so viel wie „Klumpen, zusammengeknüllter Ballen, Stück Leinwand zum Ausbessern der Segel“ bedeutet. Infrage kommen außerdem das altfränkische Wort *tappo, das gothische Wort *tappe und das althochdeutsche zhapo, die auf „Zapfen“ zurückgehen. Und das Verb „taper“ im Französischen bedeutet „mit Pfropfen verschließen“ übersetzt.

Gefunden auf wissen.de und wiktionary.com

Übrigens gibt es das Verb „tamponieren“ im Deutschen. Was so viel heißt, wie:

„etwas mit einem Bausch aus Watte, Mull oder dergleichen ausstopfen, zum Zwecke des Aufsaugens von Flüssigkeiten“ – wiktionary.com

Schön merken für die nächste Scrabble-Partie!

 

Nicht alles, was Tampon heißt, hat mit Menstruation zu tun

Im deutschen Sprachgebrauch ist aber der Tampon, der zum Auffangen des Menstruationsblutes verwendet wird zwar der geläufigste, aber nicht der einzige.

Kennt ihr z.B. diese Wattebauschstäbchen, die euch der Zahnarzt zwischen Wange,Zähne und Zunge klemmt? Das sind auch Tampons, sogenannte medizinische Tampons. Die Definition von wiktionary.com dazu:

„gepresster Watte- oder Mullbausch zur Aufnahme von Flüssigkeiten (zum Beispiel bei der Zahnbehandlung), zur Stillung von Blutungen oder zum Zuführen von Arzneistoffen“

Außerdem gibt es den Tampondruck. Wirklich. Ich hatte das in meiner Ausbildung. Früher. Es mag im ersten Moment vermutlich äußerst seltsam klingen, wenn man noch nie damit zu tun hatte und ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere sich vorstellt, wie er Tampons mit Farbe beschmiert und ein Blatt Papier vor sich damit bedruckt, aber nein, es ist etwas anderes. coates.de fasst sehr schön zusammen, was es damit auf sich hat:

Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren zur Bedruckung von Körpern (fast) beliebiger Form und Materials.

Da es recht komplex und für Fachfremde verwirrend sein kann, wie es funktioniert, werde ich den genauen Hergang des Tampondrucks hier jetzt nicht schriftlich ausführen, aber damit ihr euch eine ungefähre Vorstellung davon machen könnt, habe ich euch dieses Video rausgesucht:

 


So. Haben wir wieder was gelernt. Wusstet ihr das alles schon? Was war euch neu? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Was wollt ihr sonst noch so wissen? Schreibt mir in die Kommentare!


XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Ihr könnt jetzt „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ kaufen!

Nachdem ich so viel positive Resonanz auf meine Zeichnung „MAKE PERIODS GREAT AGAIN“ bekommen habe und einige Anfragen, ob man das nicht auch auf Shirts und Ähnlichem haben könnte, habe ich mich heute rangesetzt und meinen Society6-Shop bearbeitet.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Make Periods Great Again. Meine Antwort auf Trump.

Ab heute könnt ihr die Illustration auf diverse Dinge gedruckt bei mir kaufen. Ob Tasche, Kissen, Shirts, Postkarten, Duschvorhänge, Kaffeebecher oder Laptophüllen, für jeden ist etwas dabei. Schaut euch um, unterstützt mich und mein Projekt und setzt ein Statement in der Öffentlichkeit! Nur gemeinsam können wir etwas verändern! Traut euch! <3

Mit Klick auf die Bilder kommt ihr direkt auf die jeweiligen Produkte im Shop.

Make Periods Great Again Tasche

„Make Periods Great Again“ Tasche

Make Periods Great Again Tanktop

„Make Periods Great Again“ Tanktop

Make Periods Great Again Kissen

„Make Periods Great Again“ Kissen

Make Periods Great Again Tasche

„Make Periods Great Again“ Täschchen

Make Periods Great Again Uhr

„Make Periods Great Again“ Uhr

Make Periods Great Again Shirt Männer

„Make Periods Great Again“ Männer Shirt

Make Periods Great Again Duschvorhang

„Make Periods Great Again“ Duschvorhang

Make Periods Great Again iPhone Case

„Make Periods Great Again“ iPhone Hülle

Make Periods Great Again Tasse

„Make Periods Great Again“ Tasse

Make Periods Great Again Wall Tapestry

„Make Periods Great Again“ Wandbehang

Und noch viel Mehr!


 

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

 

 

Menstruationstasse Illustration

Was sind eigentlich diese Menstruationstassen und was können die überhaupt?

Hoch die Tassen Mädels! Lasst uns auf unsere Menstruation anstoßen! Etwas Neues ist dabei den Blutkosmos zu erobern!

Ihr habt bestimmt schon mal diese komischen Silikonbecher irgendwo gesehen oder jemand hat schon mal darüber erzählt, aber so wirklich klar ist euch nicht, was diese Menstruationstassen sind und wie man sie verwenden soll. Und überhaupt, Tampons und Binden haben’s bis jetzt auch getan.

Weil es einfach so viel über die kleinen Dinger zu erzählen gibt, werde ich eine Menstruationstassen-Serie auf meinem Blog starten und euch wöchentlich über alles aufklären, was es zu diesem Thema zu sagen und zu wissen gibt!

Zur Einstimmung gibt’s erst mal diese nette Video hier, dann reden wir weiter.

 

Was ist eine Menstruationstasse?

Eine Menstruationstasse ist ein kleiner biegsamer kelchförmiger  Becher, meist aus medizinischem Silikon gefertigt, der in die Vagina eingeführt wird, das Blut während der Periode dort auffängt, bis zu 12 Stunden drin bleiben kann, entleert und gereinigt wird und danach wieder eingesetzt werden kann. Das bis zu 10 Jahre lang.

Im Gegensatz zu Tampons saugen Menstruationstassen, das Blut und das wichtige Scheidensekret nicht auf und zerstören somit nicht jeden Monat auf’s Neue die Scheidenflora, stattdessen wird alles in dem kleinen Kelch gesammelt.

Das erste Patent für eine Menstruationstasse wurde schon 1937 von der Amerikanerin Leona Chalmers eingereicht, leider floppte diese Idee damals gewaltig. 1959 gab es noch mal einen Anlauf von „Tassete“, aber auch das ging nach hinten los. Seit ein paar Jahren und vor allem durch das Internet erlangt langsam die Menstruationstasse endlich den Ruhm, der ihr gebührt, obwohl ich festgestellt habe, dass immer noch sehr viele Frauen, mit denen ich mich unterhalten habe, noch nie was von ihr gehört haben.

Es gibt auch andere Bezeichnungen für die Menstruationstasse, z.B. Menstasse, Menstruationsglocke, Menstruationskappe, Menstruationsbecher, Menstruationscup, aber letztendlich ist immer das Gleiche gemeint. Manche verwenden auch die Markennamen der Hersteller, wie z.B. DivaCup, Mooncup, Lunette usw.  Am Ende ist das aber völlig egal, weil alle quasi gleich funktionieren.

Am Anfang, wenn man noch nicht viel über die Tassen weiß, ist es schwer vorstellbar, wie das alles funktionieren soll, vor allem bei dieser Größe, aber keine Sorge, es gibt zum einen unterschiedliche Größen, zum anderen überlegt mal, was für Dinge in welchen Größenordnung noch so da unten ein- und ausgehen können. 😉

Menstruationstassen, Illustration, Muster

Welche Vorteile haben Menstruationstassen?

 

1. Umwelt

Jede Frau verbraucht in ihrem Leben durchschnittlich 12.000 Menstruationsprodukte. Allein das ist schon viel, hinzu kommt aber noch, dass diverse Binden und Tampons noch extra verpackt sind, oft in Plastik, womit sich die Müllmenge gleich mal verdoppelt. Eine Menstruationstasse kann bis zu 10 Jahren halten. Also wenn man jetzt grob überschlägt, dass man z.B. mit 15 seine erste Regel bekommt und mit 55 in die Menopause kommt, bräuchte man für 50 Jahre Menstruieren 5 Tassen. 5 gegen 12.000 macht einen deutlichen Unterschied, oder?

2. Chemiefrei

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, warum Binden und Tampons so strahlend weiß sind? Warum Slipeinlagen so gut riechen? Weil überall mit Chemie gearbeitet wird. Monat für Monat steckst du dir chemiverseuchtes Material in dein Allerheiligstes. Die Hersteller haben keine Pflicht zur Kennzeichnung von diversen Stoffen auf ihren Produkten. Sie können also tun und lassen was sie möchten und wir beschäftigen uns nicht damit. Menstruationstassen sind an der Stelle absolut clean. Die meisten sind aus medizinischem Silikon. Es gibt aber auch Varianten aus Latex und dem Kunststoff TPE. Sie enthalten weder Duftstoffe noch Bleichmittel. Außerdem bleiben nach dem Tragen keine Textilfussel in der Vagina zurück, wie es bei konventionellen Tampons leider oft der Fall ist.

3. Preis

Es wird grob gerechnet, dass eine Frau ca. 2000€ in ihrem Leben allein nur für Binden und Tampons ausgeben muss. Eine Tasse kostet in der Anschaffung zwischen 15€-30€. Auf 5 Tassen im Leben hochgerechnet also 75€-150€. Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen.

4. Freiheit

Du kannst mit einer Menstruationstasse tun und lassen, was du willst. Du kannst Sport jeglicher Art machen, du kannst Schwimmen gehen, du kannst sonstwas tun und sie bleibt an ihrem Platz.

5. Praktisch

Außerdem kannst du sie immer in deiner Handtasche mit dir herum tragen. Zu den meisten Tassen bekommst du ein Säckchen oder ein anderes Behältnis zum Transport mit. Sie ist klein und handlich und du kannst sie auch schon, bevor deine Tage beginnen, einsetzen,  um einer blutigen Überraschung vorzubeugen.

6. Fassungsvermögen

Während der größte Tampon nur bis zu 18ml aufsaugen kann, kann eine Menstruationstasse bis zu 40ml fassen. Du musst also viel weniger wechseln und kannst sie bis zu 12 Stunden drin lassen, ohne dass du Angst vor dem Toxic Shock Syndrom haben musst.

7. Gesundheit

Ist dir eigentlich bewusst, wie austrocknend ein Tampon in deiner Vagina wirkt? Ein Tampon saugt nämlich nicht nur das Blut auf, sondern auch alles andere was da unten feucht ist und unbedingt auch feucht bleiben muss, damit deine Scheidenflora intakt bleibt. Es hat alles seinen Sinn, warum es funktioniert, wie es funktioniert und eine gesunde Scheidenflora ist wichtig, damit du weniger anfällig für Bakterien und Pilze bist. Viel mehr Frauen haben regelmäßig mit Scheidenpilz zu kämpfen, als sie zugeben wollen und oft liegt das einfach an den falschen Produkten, die sie verwenden. Eine Tasse saugt nichts auf, sondern fängt nur auf und lässt somit das gesunde Klima in deiner Vagina in Ruhe. Nebenbei bemerkt, ist so eine Tasse viel angenehmer von Tragegefühl her als ein Tampon, gerade wegen der nicht-austrocknenden Eigenschaften.

8. Entsorgung

Mir ist das letztens erst mal so richtig aufgefallen, dass ich eigentlich so gut wie keinen Müll mehr im Bad produziere. Der Badmülleimer bleibt leer. Dadurch dass man als einzige „Entsorgungshandlung“ nur das Blut in die Toilette gießen muss, wandert einfach nichts mehr in den Mülleimer und es können auch keine unangenehmen Gerüche mehr entstehen. Das hat auch den Vorteil, wenn man irgendwo zu Besuch ist und der Gastgeber keinen Badmülleimer hat, man nicht mehr händeringend nach einer Möglichkeit suchen muss, wie man möglichst unauffällig diverse benutzte Binden oder Tampons verschwinden lässt. Glaubt mir, dass ist mir schon viel öfters passiert, als mir lieb war. Es ist unglaublich wie viele Haushalte (gerade auch mit Frauen)es gibt, die keinen Mülleimer im Bad haben!

 


Habt ihr schon Erfahrungen mit Menstruationstassen gemacht? Und wenn ja welche? Schreibt mir in die Kommentare was ihr über sie denkt und was ihr gerne noch so über sie wissen wollt! 🙂

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3

Eine Menstruationsbeauftragte? Was ist das denn?

Ist die bescheuert? Menstruationsbeauftragte? Was ist das denn? Will die echt über Menstruation schreiben? Bähhh! Wie eklig. Muss das echt sein? Darüber schreibt, geschweige denn, redet man doch nicht!

Du willst nicht über Menstruation reden? Dann bist du bei mir genau richtig! Denn ich bin der Meinung wir sollten darüber reden. JEDER! Männer UND Frauen. Männer MIT Frauen! Wozu diese Heimlichtuerei der Frauen? Wozu die Stigmatisierungen der menstruierenden Frauen? Wozu blaue Flüssigkeit in Binden-Werbungen? Wozu die Stimme senken, wenn man die beste Freundin nach einem Tampon fragen muss? Wozu der ganze Schwachsinn? Menstruation ist doch etwas ganz normales! Die Hälfte der Menschheit hat jeden Monat für ein paar Tage lang damit zu tun und das den Großteil ihres Lebens. Warum also nicht offen darüber reden und mit diversen Vorurteilen aufräumen?

Habt euch nicht so.

Das und noch viel mehr ist der Grund, warum ich diese Website & Blog in’s Leben gerufen habe. Ich bin der Meinung es muss sich etwas grundlegend in unserer Gesellschaft verändern, was das Thema Menstruation angeht! Warum ich das so sehe, wo die Missstände bei uns in Deutschland und in anderen Ländern liegen und wie wir diese ändern können, das alles will ich hier sammeln und mit der Welt teilen.

Welche Erfahrungen (egal ob Mann oder Frau) habt ihr denn bis jetzt mit dem Thema Menstruation gemacht? Wie unangenehm ist es euch, darüber zu reden? Denkt ihr so wie ich, dass dieses Thema noch immer zu sehr tabuisiert wird in unserer Gesellschaft? Schreibt mir eure Gedanken dazu in die Kommentare. Ich würde mich rießig über einen offenen Austausch mit euch freuen!

XOXO

Eure Menstruationsbeauftragte

<3